Unbefristeter Streik muß verhindert werden

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 18.03.2009 (12/2009)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert die Tarifparteien auf, am Verhandlungstisch eine Lösung zu finden, die einen Streik überflüssig macht! Gerne nehmen wir zur Kenntnis, daß auch der Sprecher der MVG-Geschäftsführung, Herbert König, einen Streik vermeiden will und noch Alternativen sieht. Wir sind froh, daß die beteiligten Gewerkschaften versuchen, die Auswirkungen eines Streikes auf die Fahrgäste gering zu halten. Aber wir wünschen uns wirklich, daß ein unbefristeter Streik überflüssig wird. Wir wissen, daß letztendlich die Fahrgäste das Entgelt für das Personal aufbringen müssen. Und die Fahrpreise in München sind schon an einer Obergrenze. Aber dennoch muß alles getan werden, um einen Streik zu verhindern. Aber wenn bei zufriedenen Fahrerinnen und Fahrern der Krankenstand sinkt, wenn überflüssige Managementkosten eingespart werden, so verbessert das auch die Kostensituation der Verkehrsunternehmen.

Wir fordern, daß die noch verbleibende Zeit intensiv genutzt wird, denn daß sich die Tarifparteien am Schluß doch einigen müssen ist klar. Dies kann also auch vor einem unbefristeten Streik geschehen.

Trambahnlinie 23 wird im Dezember 2009 in Betrieb genommen

Die Tram 23 zur Parkstadt Schwabing wird am Samstag, 12. Dezember 2009, in Betrieb genommen. Die neue Linie verläuft von der Münchner Freiheit durch die Leopoldstraße bis zum Parzivalplatz. Von dort verkehren die Züge in Form einer S-Kurve durch das künftige Stadtquartier LEO 152 und weiter auf der Trasse eines ehemaligen
Industriegleises zum Frankfurter Ring. Über den Mittleren Ring führt eine 84 Meter lange Tragseilbrücke mit Pylon, die neben der Straßenbahn auch Fußgängern und Radfahrern Raum bietet. Über ein Betriebsgleis durch die Parzivalstraße ist die Tram 23 via Scheidplatz mit dem übrigen Gleisnetz verknüpft. Der Spatenstich für die neue Linie erfolgte am 20. März 2007. Die SWM investieren in das Tramprojekt insgesamt rund 50 Millionen Euro (einschließlich Fördermittel vom Freistaat Bayern).

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Trambahnlinie 23 wird sehnsüchtig erwartet

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 12.03.2009 (11/2009)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Nicht nur die Anwohner der neuen Strecke zwischen Münchner Freiheit und Schwabing Nord freuen sich auf die Inbetriebnahme der Tram 23, sondern auch die Fahrgäste. Für die Nachbarn der Trambahnlinie sind dann die Bauarbeiten beendet – und sie können auf umweltfreundliche Weise mobil sein. Für die Fahrgäste ist es die erste Neubaustrecke der Münchner Trambahn seit dem sich der Stadtrat für den Erhalt und Ausbau der Münchner Trambahn entschieden hat. Die Wiederinbetriebnahme der Trambahnlinie 17 und der Osttangente haben sich als großer Erfolg erwiesen. Dies wünschen wir uns auch für die neue Trambahnlinie.

Die neue Linie hat nur zwei Fehler: Im Süden muß sie an der Münchner Freiheit wenden, bringt damit zusätzliche Fahrgäste zu den bereits jetzt stark in Anspruch genommenen U-Bahnlinien. Und im Norden endet sie vorzeitig im Niemandsland, Die attraktiven Ziele im Euro-Industriepark sind schon in Sichtweite – aber der direkte Weg dorthin wird durch den Nordring versperrt.

Nachdem der planerische Vorlauf so unendlich lange dauern kann, fordern wir, daß unverzüglich die Möglichkeiten zur Verlängerung der Tram 23 untersucht und beschlossen werden. Im Süden fordern wir eine Verlängerung bis zum Hauptbahnhof. Im Norden bis ins Hasenbergl und nach Freimann.

Wenn jetzt die Lobby der Autofahrer aufheult, so hatten sie ja an den bedauerlichen Streiktagen die Möglichkeit sich davon zu überzeugen, wie lebensnotwendig ein funktionierender Linienverkehr in einer Großstadt ist. Jeder Fahrgast, der in Bus und Bahn sitzt versperrt weder Parkplatz noch Fahrspur.

Eine mutige Verkehrspolitik muß sich realisierbare und finanzierbare Ziele setzen, die dann auch verwirklicht werden. Dringend notwendig ist, jetzt über die Verlängerung der Tram 23 nachzudenken.

Tarifstreit im Bayerischen Nahverkehr konnte nicht beigelegt werden

Zuerst wurde die Pressekonferenz der Tarifparteien um eine Stunde vertagt, dann erklärte Frank Riegler, der Verhandlungsführer von Verdi, daß die Tarifkommision das Angebot der Arbeitgeber ablehnt. Die Arbeitgeber hatten angeboten, daß dieTabellenentgelte zum 1. April 2009 um 4,55 Prozent und zum 1. Juli 2010 um 2,4 Prozent steigen. Dabe wäre die Arbeitszeit wird von 38,5 auf 39 Stunden verlängert worden.

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Linienverkehr darf keinen langfristigen Schaden nehmen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 09.03.2009 (10/2009)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Wir erinnern beide Tarifparteien daran, daß der letzte unbefristete Streik im Nahverkehr 1992 zu dauerhaften Abwanderungen der Fahrgäste geführt hat. Und diese Fahrgäste sind nicht nur auf Fahrräder und ihre eigenen Füße umgestiegen, sondern saßen hinterher im Auto. Eine Entwicklung also, die von keinem gewollt werden kann.

Nachdem eigentlich eine Einigung erwartet worden war, ist die Enttäuschung besonders groß. So wie sich die Stimmung unter den Fahrerinnen und Fahrern zur Zeit am unteren Tiefpunkt befindet, gehen wir davon aus, daß sich die Beschäftigten in der Urabstimmung für weitere Streikmaßnahmen entscheiden.

Wir fordern aber die Arbeitnehmer und ihre Vertreter auf, die Auswirkungen auf die Fahrgäste zu minimieren! Ganz wichtig ist dabei die rechtzeitige Information der Öffentlichkeit. Aber auch die Sicherstellung einer Grundversorgung ist notwendig. Ein Streik bei Bussen und Bahnen trifft ja nicht in erster Linie die Ebene der Geschäftsführer und Dienstwagenbesitzer, sondern diejenigen, die ausschließlich auf den Linienverkehr angewiesen sind.

Wir fordern die Tarifparteien auf, sich noch einmal an den Verhandlungstisch zu setzen und einen unbefristeten Streik überflüssig zu machen!