Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 09.03.2009 (10/2009)
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de
Wir erinnern beide Tarifparteien daran, daß der letzte unbefristete Streik im Nahverkehr 1992 zu dauerhaften Abwanderungen der Fahrgäste geführt hat. Und diese Fahrgäste sind nicht nur auf Fahrräder und ihre eigenen Füße umgestiegen, sondern saßen hinterher im Auto. Eine Entwicklung also, die von keinem gewollt werden kann.
Nachdem eigentlich eine Einigung erwartet worden war, ist die Enttäuschung besonders groß. So wie sich die Stimmung unter den Fahrerinnen und Fahrern zur Zeit am unteren Tiefpunkt befindet, gehen wir davon aus, daß sich die Beschäftigten in der Urabstimmung für weitere Streikmaßnahmen entscheiden.
Wir fordern aber die Arbeitnehmer und ihre Vertreter auf, die Auswirkungen auf die Fahrgäste zu minimieren! Ganz wichtig ist dabei die rechtzeitige Information der Öffentlichkeit. Aber auch die Sicherstellung einer Grundversorgung ist notwendig. Ein Streik bei Bussen und Bahnen trifft ja nicht in erster Linie die Ebene der Geschäftsführer und Dienstwagenbesitzer, sondern diejenigen, die ausschließlich auf den Linienverkehr angewiesen sind.
Wir fordern die Tarifparteien auf, sich noch einmal an den Verhandlungstisch zu setzen und einen unbefristeten Streik überflüssig zu machen!
