Trambahnlinie 23 wird sehnsüchtig erwartet

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 12.03.2009 (11/2009)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Nicht nur die Anwohner der neuen Strecke zwischen Münchner Freiheit und Schwabing Nord freuen sich auf die Inbetriebnahme der Tram 23, sondern auch die Fahrgäste. Für die Nachbarn der Trambahnlinie sind dann die Bauarbeiten beendet – und sie können auf umweltfreundliche Weise mobil sein. Für die Fahrgäste ist es die erste Neubaustrecke der Münchner Trambahn seit dem sich der Stadtrat für den Erhalt und Ausbau der Münchner Trambahn entschieden hat. Die Wiederinbetriebnahme der Trambahnlinie 17 und der Osttangente haben sich als großer Erfolg erwiesen. Dies wünschen wir uns auch für die neue Trambahnlinie.

Die neue Linie hat nur zwei Fehler: Im Süden muß sie an der Münchner Freiheit wenden, bringt damit zusätzliche Fahrgäste zu den bereits jetzt stark in Anspruch genommenen U-Bahnlinien. Und im Norden endet sie vorzeitig im Niemandsland, Die attraktiven Ziele im Euro-Industriepark sind schon in Sichtweite – aber der direkte Weg dorthin wird durch den Nordring versperrt.

Nachdem der planerische Vorlauf so unendlich lange dauern kann, fordern wir, daß unverzüglich die Möglichkeiten zur Verlängerung der Tram 23 untersucht und beschlossen werden. Im Süden fordern wir eine Verlängerung bis zum Hauptbahnhof. Im Norden bis ins Hasenbergl und nach Freimann.

Wenn jetzt die Lobby der Autofahrer aufheult, so hatten sie ja an den bedauerlichen Streiktagen die Möglichkeit sich davon zu überzeugen, wie lebensnotwendig ein funktionierender Linienverkehr in einer Großstadt ist. Jeder Fahrgast, der in Bus und Bahn sitzt versperrt weder Parkplatz noch Fahrspur.

Eine mutige Verkehrspolitik muß sich realisierbare und finanzierbare Ziele setzen, die dann auch verwirklicht werden. Dringend notwendig ist, jetzt über die Verlängerung der Tram 23 nachzudenken.

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