Schon seit Wochen ermittelte die Bundespolizeiinspektion Rosenheim gegen einen unbekannten Dieb, der mit hoher krimineller Energie zwischen München und Salzburg Autoreisezüge aus Berlin, Hamburg und Dortmund auf der Fahrt nach Triest und Verona heimsuchte. Die Tatbeute betrug allein seit Anfang Mai mehrere tausend Euro.
Chance für MVV-Strukturreform nutzen
Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 25.06.2009 (22/2009)
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de
Der alterbedingte Abschied vom MVV-Geschäftsführer wird sicher nicht als großer Verlust empfunden. Vielmehr bietet er die Chance zu einer vernünftigen Strukturreform der Münchner Verkehrs- und Tarifverbundgesellschaft (MVV). Einer Reform, die zu klaren Strukturen und zu mehr Transparenz führen muß.
Eigentlich ist der MVV ein Erfolgsmodell. Und die Fahrgäste benutzen das System, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie kompliziert es vor der Gründung des Verbundes gewesen ist, sich mit den Verkehrsmitteln der unterschiedlichen Verkehrsunternehmen zu bewegen. Bevor der MVV seine Arbeit aufgenommen hatte, mußte beim Umsteigen von der Trambahn auf den Regionalzug oder in einen privaten Bus eine neue Fahrkarte gekauft werden.
Leider hat die Verkehrspolitik es zugelassen, daß in den letzten Jahren viel Geld in Kampagnen verschwendet wurde, die das einzelne Verkehrsunternehmen in den Vordergrund bringen sollte, aber lediglich zu einer Verunsicherung der Kunden führte. Vielfach ist inzwischen die Frage zu hören: ‚Darf ich denn mit einer S-Bahnfahrkarte auch die U-Bahn benutzen?‘ Die ‚Dachmarke‘ MVV muß gestärkt werden und die großen Errungenschaften, wie das MVV-Fahrplanbuch müssen erhalten und ausgebaut werden. Es ist kein Platz für den Selbstdarstellungstrieb einzelner.
Verantwortlich für das Verkehrsangebot und die Fahrpreise sind die Vertreter der jeweiligen Gebietskörperschaft. Und diese müssen im Großraum München – und darüber hinaus – ihre Verantwortung gemeinsam tragen.
Es muß möglich sein, daß sich ein Fahrgast eine Fahrkarte vom Münchner Marienplatz bis zum Nürnberger Plärrer oder zum Kölner Dom kauft. Und zwar am Marienplatz und für jeden.
Die Geheimniskrämerei um die Auslastung der einzelnen Linien muß wieder ein Ende haben. Und die Entscheidungen müssen von den demokratisch legitimierten Gremien gefaßt werden.
Die Aktion Münchner Fahrgäste begrüßt den Einstieg in eine MVV-Reform. Mehr Fahrerinnen und Fahrer für Bus und Bahn sind wesentlich nützlicher als Geschäftsführer, deren Anzahl und Entgelte über ein vertretbares Maß angestiegen sind.
Kasperltheater um Semesterticket muß beendet werden
Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 21.06.2009 (21/2009)
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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de
Mehrfach wurde schon der Durchbruch beim Semesterticket für die Münchner Studenten gefeiert. Doch dann taten sich immer wieder unüberwindbare Hürden auf. Dieses Kasperltheater muß beendet werden! Verantwortlich für den Linienverkehr ist die Politik. Und der Münchner Oberbürgermeister in besonderer Weise. Er hat den Vorsitz in der Gesellschafterversammlung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes. Wenn man sich die Beteiligten von Stadt und Land, von der Verbundgesellschaft und den Verkehrsunternehmen anschaut, so wird klar, wo die Schwierigkeiten liegen. Einer der Beteiligten ist für seine mangelnde Konsensfähigkeit in der Stadt und darüber hinaus bekannt. Deshalb muß wieder einmal ein ‚Machtwort‘ gesprochen werden.
Es ist wenig hilfreich, die verschiedenen Fahrgastgruppen gegeneinander auszuspielen. Der Hinweis, daß die Berufstätigen nicht für die Fahrkosten der Studenten aufkommen dürfen ist überflüssig. Niemand will, daß die Verkehrsunternehmen weniger Geld in der Kasse haben und deshalb noch weinger U-Bahnzüge fahren. Aber die gesamte Gesellschaft muß sich für ein gerechtes Miteinander einsetzen. Und dies zu gestalten ist die Aufgabe von Oberbürgermeistern und Ministern.
Im Juli wird die Straßenbahnwelt Stuttgart eröffnet
In einem denkmalgeschützten Straßenbahndepot wird am Wochenende 4,/5. Juli 2009 die ‚Straßenbahnwelt Stuttgart‘ eröffnet. Schon immer hatten die Schwaben ein gutes Verhältnis zu ihrer Geschichte. Und die Zusammenarbeit zwischen dem Verkehrsunternehmen und dem Verein ‚Stuttgarter Historische Straßenbahnen‘ wird allseits gelobt.
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Bernd Helbig gestorben
Der Gründer und Ehrenvorsitzende der Freunde des Münchner Trambahnmuseums, Bernd Helbig, ist tot. Er starb am 2. Juni 2009. Helbig hat sich große Verdienste um die Münchner Trambahn und das Trambahnmuseum erworben. Ohne seinen Einsatz gäbe es das Museum in der Ständlerstraße nicht – und die Exponate wären dem Schneidbrenner zum Opfer gefallen.
