Fahrgastverband freut sich über die neuen Stimmen bei der S-Bahn

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 15.07.2009 (25/2009)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Ein langehegter Wunsch der Fahrgäste wird zum Fahrplanwechsel 2010 in Erfüllung gehen. Die Ansagen in der Münchner S-Bahn werden von einer Sprecherin des Bayerischen Rundfunks und einem ‚richtigen‘ Engländer erfolgen. ‚Dafür haben wir uns seit Jahren auf allen Ebenen eingesetzt. Es war einfach grauenhaft, wenn die Namen der Haltestellen völlig falsch betont wurden‘, meint Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. Auch das Auswahlverfahren ist in einer transparenten und fairen Art abgelaufen. Martin Marino, Sprecher des MVV-Fahrgastbeirates, war daran ebenso beteiligt, wie die Fachleute des Tonstudios und weitere Experten. Wir freuen uns auf die Stimmen von Regina Wallner und Graham Baxter und beglückwünschen den Chef der Münchner S-Bahn, Bernhard Weisser zu dieser Entscheidung. ‚Die Fahrgäste identifizieren sich mit ‚ihrem‘ Verkehrsmittel und die Touristen kommen ja gerade nach Bayern um das weltoffene bayerische Brauchtum zu erleben. Jetzt muß nur noch am Farbkonzept gearbeitet werden, damit die bayerischen Landesfarben Weiß-Blau auch noch sichtbar werden‘, meint Andreas Nagel abschließend.

Fahrgäste beteiligen sich am Streetlife-Festival / Corso Leopold

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 14.07.2009 (24/2009)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Aktion Münchner Fahrgäste beteiligt sich am Streetlife-Festival vom 18. bis 19. Juli 2009 im Bereich des Corso Leopold. Die Idee des Streetlife-Festivals ist, den Straßenraum auch einmal anders zu nutzen und nicht nur für den Autoverkehr zur Verfügung zu stellen. Damit die Münchner Bürger und ihre Gäste mobil bleiben ist ein guter Linienverkehr eine grundsätzliche Voraussetzung. Daher hat sich die Aktion Münchner Fahrgäste auch schon in den vergangenen Jahren am Streetlife-Festival und dem Corso Leopold beteiligt. Eines der Anliegen des Fahrgastverbandes ist die Gewinnung von neuen ‚Mitfahrern‘ die einen Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität leisten und natürlich auch zu einem verbesserten Angebot beitragen.

Im vergangenen Jahr haben wir den Veranstaltern und auch den Verkehrsorganisationen vorgeschlagen, die verschiedenen Informationsstände an einer Stelle zu bündeln, um das gemeinsame Anliegen zu zeigen und um den Besuchern auch Ansprechpartner aus den verschiedenen Bereichen zur Verfügung stellen zu können. Dies wurde von den Veranstaltern und insbesondere auch von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) gerne aufgenommen. So befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Infomobil der Aktion Münchner Fahrgäste die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), die Bayerische Eisenbahngesellschaft, die Länderbahn, die Bayerische Oberlandbahn, der ehrenamtliche MVV-Fahrgastbeirat und die Aktion Mobil e. V.

Spannend ist es für die Besucher, daß es Anliegen gibt, die von allen gemeinsam unterstützt werden, wie der Ausbau der Münchner Trambahn, aber daß es auch kontroverse Themen gibt, wie die Einschränkungen beim U-Bahnverkehr zum Fahrplanwechsel oder der Verzicht auf dringend notwendige Verbesserungen bei der Tram 27.

Der MVV-Fahrgastbeirat wird durch seinen Sprecher, Martin Marino, vertreten, der die Anliegen direkt im Gremium der Verbundgesellschaft vortragen kann.

‚Ich freue mich, daß sowohl Verkehrsunternehmen als auch die Bestellorganisation für den Schienennahverkehr in Bayern und Fahrgastvertreter gemeinsam – oder zumindest in guter Nachbarschaft für den Linienverkehr werben, Und wenn Anlaß zu Kritik besteht, so kann dies gleich an den richtigen Stellen vorgetragen werden‘, meint Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste.

MVG-Leistungsprogramm 2010

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 06.07.2009 (23/2009)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am Dienstag, 7. Juli 2009, muß sich der Wirtschaftsausschuß des Münchner Stadtrates mit dem MVG-Leistungsprogramm 2010 befassen. Die Vorlage, die die Entscheidung des Stadtrates vorbereitet, enthält schmerzliche Kürzungen und läßt dringend notwendige Verbesserungen vermissen.

Die geplanten Kürzungen bei der U-Bahn sind völlig indiskutabel. So soll der lästige 20-Minuten-Takt schon vor 24 Uhr beginnen. Auch bei der U4 sollen weitere Fahrten ausfallen.

Zwei von unseren zentralen Forderungen wurden von Stadträten aufgenommen, aber von der Verwaltung für die nächste Fahrplanperiode abgelehnt:

1. Tram 27: Alle 6 Minuten!

Wir fordern die Verstärkung vom 7- und 8-Minuten-Takt auf der gesamten Trambahnlinie 27 vom Petuelring bis zur Schwanseestraße. Um unsere Forderung zu untermauern haben wir in den letzten Wochen Fahrgastzählungen durchgeführt, die die hohe Auslastung dieser Linie belegen.

2. Takt 10 bis Zehn für Trambahn und Metrobus

Wir fordern einen Einstig in den 10-Minuten-Takt bis 22 Uhr für die Trambahn- und Metrobuslinien. Es sollte mit der Tram 17, der Tram 27 und dem Metrobus 59 begonnen werden. (Für die U-Bahn fordern wir den Takt 10 bis Eins, also wieder wie früher bis 1 Uhr.)

Wie sollen diese Leistungen finanziert werden?

Natürlich darf das städtische Verkehrsunternehmen keine Verluste machen. Daher müssen die Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf und Ausgleichszahlungen die Kosten des Fahrbetriebes decken. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 erwarten wir eine drastische Fahrpreiserhöhung. Diese wäre dann auch noch mit erheblichen Leistungseinschränkungen verbunden. Dies wird von den Fahrgästen nicht hingenommen werden. Wenn schon die Preise steigen, dann muß das Angebot erhalten und ausgebaut werden.

Was schlagen wir dem Stadtrat vor?

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) soll bis zur Vollversammlung darstellen, wie sich der Fahrpreis bei Einzel-, Tages- und Monatskarten entwickeln würde, wenn auf die Kürzungen verzichtet wird und die geforderten Verbesserungen realisiert werden, unabhängig davon, ob diese Beträge von den Automaten kassiert werden können. Dann kann der Stadtrat seiner politischen Verantwortung gerecht werden und eine abgewogene Entscheidung treffen. Bei der Entscheidung über die Tariferhöhung werden dann die Belastungen so verteilt, daß automatengerechte Fahrpreise entstehen.

Wollen die Fahrgäste Fahrpreiserhöhungen?

Nein, natürlich nicht. Aber wenn es um die Entscheidung geht, für ein besseres Angebot auch etwas mehr bezahlen zu müssen, ist der Mehrheit klar, daß der Nutzen eines besseren Angebotes überwiegt. Der Streik des MVG-Fahrpersonals hat auch deutlich vor Augen geführt, daß eine angemessene Bezahlung der Fahrerinnen und Fahrer auch im Interesse der Fahrgäste liegt, die auf einen zuverlässigen Betrieb angewiesen sind.

Wird in Zukunft alles besser?

Die geforderten Verbesserungen müssen jetzt realisiert werden. Ein Vertrösten auf kommende Jahre ist wenig hilfreich, denn es ist eine der Eigenschaften des Linienverkehrs, daß ausgefallene Fahrten nicht nachgeholt werden können. Linienverkehr ist eine ‚Live-Veranstaltung‘.

Können wir uns Ausgaben in der Krise leisten?

Lieber wollen wir nicht darüber nachdenken, wofür öffentliche Gelder gerade in jüngster Vergangenheit verschwendet wurden. Aber mit dem Geld der Fahrgäste werden auch sichere Arbeitsplätze geschaffen. Arbeitsplätze in München, die es den Arbeitnehmern auch noch erlauben davon ihr Auskommen zu finanzieren.