Was tu ich gegen einen Grapscher?

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 28.05.2013 (15/2013)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

In Bayern lebt man sicher. Auch die MVV-Verkehrsmittel kann man ohne Angst benutzen. Trotzdem muß man immer wieder im Polizeibericht von Übergriffen lesen. Jeder Einzelne kann etwas für seinen eigenen Schutz und für eine verbesserte Hilfeleistung für andere tun. Erfahrene Polizei- und Feuerwehrbeamte zeigen am Montag, 10. Juni 2013, um 13:30 Uhr im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthalerhöhe ganz einfache Tricks, wie man ungewöhnliche Situationen meistert. Dies kann die Abwehr von einem Grapscher oder der Einsatz eines Defibrillators sein. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmer können sich über die Internetseite www.fahrgaeste.de oder fernmündlich über das Service-Telefon der S-Bahn München unter der Münchner Rufnummer (089) 20 35 50 00 anmelden.

Seit 2010 veranstalten die Aktion Münchner Fahrgäste, das Polizeipräsidium München und die Bundespolizeiinspektion München ein Verhaltenstraining für Fahrgäste. Unter dem Motto ‚Mit Herz und Verstand – Notfall? Du hilfst – ich auch!‘ werden den Teilnehmer leicht erlernbare Tipps gegeben. Auch ein Experte des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes steht für alle Fragen zum MVV zur Verfügung. Die Berufsfeuerwehr München zeigt mit einer Puppe den richtigen Einsatz eines Defibrillators. Diese Geräte stehen an vielen U-Bahnhöfen zur Verfügung.

Der Bayerische Verkehrsminister Martin Zeil zeichnete die Veranstalter mit dem Bayerischen ÖPNV-Preis 2012 aus.

Streckensperrung bei der Münchner U-Bahn

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 22.05.2013 (14/2013)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Seit Dienstag, 21. Mai 2013, ist die Münchner U-Bahnlinie U6 zwischen den Bahnhöfen Studentenstadt und Kieferngarten gesperrt. Auslöser sind Instandsetzungsarbeiten an einer Hochbrücke, die gründlich saniert werden muß. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat zwei Buslinien als Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet. Die Expreß-SEV-Linie X106 fährt ab dem U-Bahnhof Alte Heide über die Autobahn zum U-Bahnhof Fröttmaning. Die SEV-Linie 106 verbindet die U-Bahnhöfe Studentenstadt und Kieferngarten. Mit ihr werden auch die Haltestellen Freimann Ost und Freimann erschlossen. Bis zu 26 Gelenkbusse werden eingesetzt.

Für die Fahrgäste ist diese Großbaumaßnahme eine erhebliche Einschränkung. Allerdings werden die Auswirkungen durch die beiden SEV-Linien und die Taktverdichtung auf dem Außenast der U6 nach Garching abgemildert.

‚Das Konzept mit den zwei SEV-Linien, die an unterschiedlichen Haltestellen abfahren und unterschiedliche Strecken befahren, ist ganz pfiffig‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Auch der Starttermin für die Bauarbeiten in den Pfingstferien ist gut gewählt.‘

Die MVG hat sehr erfahrenes Servicepersonal eingesetzt, um die Fahrgäste zu informieren. Die Ausschilderung der Wege wurde in der gewohnt professionellen Weise gelöst. Dank der beinahe schon legendären Flexibilität der Münchner Fahrgäste kam es zu keinen besonderen Schwierigkeiten bei der Betriebsabwicklung.

Im Vorfeld der Sperrung hat es heftige Diskussionen gegeben, ob nicht ein eingleisiger Betrieb der U-Bahn möglich wäre. Allerdings scheint es auch aus Sicht des Fahrgastverbandes sinnvoll zu sein, die Bauzeit insgesamt möglichst kurz zu halten – und den Arbeitern ein möglichst ungestörtes und sicheres Vorgehen zu ermöglichen.

Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Sonntag, 25. August 2013. Auch diese Baumaßnahme zeigt, wie wichtig eine gute Verknüpfung aller Verkehrsmittel und auch die Überlagerung von verschiedenen Verkehrsmitteln schon im Regelbetrieb ist.

Kostenlose interkulturelle Toiletten sind für München notwendig

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 10.05.2013 (13/2013)

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Der Zustand der öffentlichen Toiletten, die sich in vielen Münchner U-Bahnhöfen befinden, entspricht sicherlich nicht in vollem Umfang einer wohlhabenden Stadt. Das muß sich ändern. Die Lösung, die dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Reissl vorschwebt ist allerdings abwegig. Er will viele Toiletten schließen – und für die anderen eine Gebühr verlangen, die aber nicht einmal kostendeckend ist. Eine solche Idee kann nur jemand haben, der über einen Schlüssel zur ‚Stadtratstoilette‘ im Rathaus verfügt.

In anderen Städten kann man sich heute schon anschauen, wozu es führt, wenn in den unterirdischen Anlagen keine kostenlosen Toiletten verfügbar sind. Es findet sich dann immer eine dunkle Ecke, die das Wohlbefinden der anderen Fahrgäste nicht gerade steigert. Natürlich gibt es auch Beispiele von öffentlichen Toiletten, die mit warmem Wasser, Seifenspender und Papierhandtüchern ausgestattet sind. Ihre Benutzung ist zum Beispiel in Sydney kostenlos.

Genauso wie den Benutzern der Autobahnen kostenlose Toiletten zur Verfügung gestellt werden, muß dies auch für die MVV-Fahrgäste gelten. Dabei muß die Ausstattung auch den hygienischen Ansprüchen anderer Kulturen, die sogar höher wie die mitteleuropäischen sind, genügen.

‚Es ist ein wirkliches Armutszeugnis für die Münchner Stadtverwaltung unter Oberbürgermeister Christian Ude, daß es nicht gelingen will, ordentliche kostenlose Toiletten zur Verfügung zu stellen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Den Lösungsansatz mit einer neuen städtischen GmbH lehnen wir genauso ab, wie die Einführung von Toilettengebühren.‘

Toilettengebühren gab es übrigens schon einmal in München. Diese wurden abgeschafft, da das Einsammeln der Münzen teurer war als der Ertrag.

Bürger überzeugen Josef Schmid vom Metrobus 50 nach Moosach

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 09.05.2013 (12/2013)

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An der aufgelassenen Haltestelle Andernacher Straße trafen sich am 8. Mai 2013 etwa 100 Bürger mit Josef Schmid, dem Oberbürgermeisterkandidat der CSU bei der Kommunalwahl 2014 in München. Sie trugen ihm vor, wie weit und beschwerlich der Weg zur U-Bahn ist und welche Möglichkeit zur Mobilität ihnen genommen wurde. Mit der Inbetriebnahme der U3 nach Moosach wurde die Metrobuslinie 50 zwischen Lassallestraße und Moosach Bahnhof stillgelegt. Besonders schlimm ist, daß das ganze Stadtquartier vom ‚Moosacher Stachus‘, der Kreuzung Dachauer Straße/Pelkovenstraße abgeschnitten ist. Dort befinden sich viele Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, ein Sanitätshaus und auch der Alte Wirt.

Schmid begab sich mit einem Teil der Bürger auf den Weg zur nächstgelegenen U-Bahnhaltestelle und ließ sich dabei das Konzept der Aktion Münchner Fahrgäste zum Weiterbetrieb der Metrobuslinie 50 erklären. Um die Betriebskosten möglichst niedrig zu halten werden dabei die Metrobuslinien 50 und 51 zur Metrobus-Nordtangente verknüpft und die gesamte Linie zwischen Johanneskirchen und Aidenbachstraße ’sanft‘ beschleunigt. Dies bedeutet, daß auf aufwendige Umbaumaßnahmen an den Signalanlagen verzichtet wird und durch geschickte Ausnutzung der vorhandenen Spuren die Busse beschleunigt werden.

Schmid wurde von Alexander Dietrich, Fraktionssprecher im zuständigen Bezirksausschuß, Joachim Unterländer aus dem Bayerischen Landtag, und Johannes Singhammer aus dem Bundestag begleitet. Mit dabei waren auch die Schauspielerin Monika Baumgartner und Martin Marino von der Bürgerinitiative Metrobus 50 Moosach.

Josef Schmid sagte den Bürgern: ‚Wir haben im Stadtrat für die Beibehaltung der damaligen Linienführung der Metrobuslinie 50 und damit der beiden Haltestellen gekämpft und sind an rot-grüner Kaltherzigkeit gescheitert. Die Wiederherstellung der alten Linienführung steht bei mir auf dem Programm. Sie muß wiederkommen, weil die Menschen, gerade die Älteren, dringend auf den Bus angewiesen sind. Die jetzigen Wege zur U-Bahn sind schlicht zu weit.‘

Der kürzlich vom Bezirksausschuß geforderten Quartiersbuslinie erteilte Martin Marino, Sprecher der Bürgerinitiative, ein klare Absage. ‚Ein Kleinbus, der nur zu eingeschränkten Zeiten fährt und keine stadtteilübergreifenden Verbindungen schafft, wird langfristig keinen Erfolg haben. Wir bleiben bei unserer Forderung nach der Wiederinbetriebnahme der Metrobuslinie 50 zum Moosacher Bahnhof!‘

Neue Trambahn- und U-Bahnzüge sind im Herbst 2013(!) unverzichtbar

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 07.05.2013 (11/2013)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Fahrgäste leiden in München schon seit langem unter Kapazitätsproblemen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und warten sehnlichst auf neue Fahrzeuge, die den akuten Wagenmangel lindern. Bereits im Fahrplan versprochene Taktverdichtungen konnten in der Vergangenheit nicht verwirklicht werden.

‚Mit Entsetzen haben wir einen Bericht zur Kenntnis genommen, der sich kritisch mit der Zulassung der neuen Züge bei der Münchner U-Bahn und der Trambahn auseinandersetzt‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir appellieren an die Verantwortlichen beim Verkehrsunternehmen, dem Hersteller und der Aufsichtsbehörde, alles Notwendige zu tun, damit die Fahrzeuge rechtzeitig zum Fahrplanwechsel zur Verfügung stehen!‘

Leider sind die Erfahrungen in der Vergangenheit mehr als schlecht. sowohl bei den U-Bahnzügen vom Typ C, wie auch bei der Vario-Trambahn kam es zu erheblichen Verzögerungen im Zulassungsprozeß.

Wenn die Regierung von Oberbayern zusagt, daß bei Vorlage aller Unterlagen, die Zulassung innerhalb von 5 Monaten erteilt wird, muß die MVG nun eine rechtzeitige Übergabe von vollständigen und richtigen Unterlagen sicherstellen. Das sollte ja auch nach der zumindest bei der U-Bahn langen Vorlaufzeit zu schaffen sein.

‚Wir wollen im Herbst keine Schuldzuweisungen, sondern sichere Fahrzeuge auf den Gleisen fahren sehen‘, sagt Nagel abschließend.