Stammstreckensperrungen sind besondere Herausforderungen für die Fahrgäste

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 21.07.2013 (20/2013)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Stammstreckensperrungen zwischen Pasing und Ostbahnhof in diesem Jahr sind besondere Herausforderungen für die Fahrgäste. Es gibt nämlich verschiedene Bauphasen. In der Nacht vom 22. Juli 2013 auf den 23. Juli beginnen die ‚Nachtsperrungen‘. Ab 22:15 Uhr fahren die Züge nicht mehr wie gewohnt. Zwischen Pasing und Ostbahnhof pendeln S-Bahnzüge im 20-Minuten-Takt, die zwischen Hackerbrücke und Ostbahnhof auf einen 10-Minuten-Takt verstärkt werden. Die S1 und S2 enden am Hauptbahnhof und am Ostbahnhof. Die S3 und die S4 enden in Pasing und am Ostbahnhof. Die S6 fährt von Pasing direkt zum Hauptbahnhof. Die S7 endet am Hauptbahnhof und am Ostbahnhof. Die Die S8 fährt zwischen Pasing und Ostbahnhof ohne Halt und hält auch nicht am Leuchtenbergring. Manche Unterwegsbahnhöfe werden nicht bedient.

Die Verantwortlichen der S-Bahn München haben die Stammstreckensperrungen minutiös vorbereitet und sich in mehreren Besprechungen mit den Fahrgastverbänden abgestimmt. Trotzdem wird es für manchen Fahrgast eine Überraschung sein, obwohl auch alle Medien intensiv über die Baumaßnahmen berichtet haben.

‚Wir können die Verkehrsmittel im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) trotz aller Baumaßnahmen weiterhin empfehlen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Unser Rat ist, daß sich die Fahrgäste beim Personal oder im Internet über ihre spezielle Fahrt informieren. Auch die für jede S-Bahnlinie gedruckten Broschüren vermitteln eine gute Information.‘

Erfahrungsgemäß kennen die Verbundfahrgäste ihre Verkehrsmittel sehr gut und stellen sich sehr schnell auf die unterschiedlichen Gegebenheiten ein. Trotzdem wird für manchen die Fahrt länger dauern als im Normalfall. Allerdings rechtfertigen die Verbesserungen am S-Bahnhof Donnersbergerbrücke die Einschränkungen.

MVV-Tariferhöhung 2014 in erträglichem Rahmen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 12.07.2013 (19/2013)

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Die Gesellschafter des Münchner Tarif- und Verkehrsverbundes (MVV) haben eine Fahrpreiserhöhung zum 15. Dezember 2013 beschlossen. Die Fahrpreise erhöhen sich um durchschnittlich 2,9 Prozent, die Fahrpreise für Einzelkarten und die Streifenkarte bleiben unverändert. Eine wesentliche Verbesserung ist die Einführung von gleitenden Zeitkarten. Künftig kann eine Wochenkarte gekauft werden, die ab Donnerstag bis zum nächsten Donnerstag um 12:00 Uhr gilt. Damit wird eine langjährige Forderung der Aktion Münchner Fahrgäste erfüllt.

Da zum Fahrplanwechsel auch wesentliche Verbesserungen wirksam werden, ist auch die Erhöhung in diesem Jahr in dieser Höhe vertretbar. Unter dem Motto ‚Takt 10 bis Zehn‘ werden alle Münchner Trambahnlinien in einem dichteren Takt bis 22:00 Uhr betrieben. Die stabilen Preise bei den Streifenkarten werden Fahrgäste unter 21 Jahren und häufige MVV-Benutzer erfreuen.

Zum großen Bedauern des Fahrgastverbandes hat der MVV noch nicht die Kraft gehabt, die Ungerechtigkeiten an den Zonengrenzen abzumildern. Fährt man mehr als zwei Haltestellen über eine Zonengrenze, so vervierfacht sich der Preis. Da bleiben also noch Hausaufgaben.

‚Für Tariferhöhungen haben die MVV-Fahrgäste abe nur dann Verständnis, wenn sich endlich auch die Zuverlässigkeit der Verkehrsmittel erhöht‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir bezahlen auch für vernünftige Ersatzverkehre und für Busse und Bahnen, die als Reserve zur Verfügung stehen.‘

Trambahn-Westtangente unverzichtbar

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 03.07.2013 (18/2013)

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Die Trambahn-Westtangente ist für München unverzichtbar. Vor beinahe 23 Jahren (9. Juli 1986) ist der Ausbau des Münchner Trambahnnetzes vom Münchner Stadtrat einstimmig beschlossen worden. Vorausgegangen war eine jahrelange Diskussion über die Stillegung des gesamten Trambahnnetzes. Die Stadtwerke wollten den Linienverkehr in München nur noch mit der U-Bahn und Bussen betreiben. Die Münchner Bürger haben sich aber für den Erhalt und den Ausbau des Trambahnnetzes eingesetzt. Dazu wurden über 100.000 Unterschriften gesammelt.

Wesentliche Bausteine für den wirtschaftlichen Betrieb des Trambahnsystems waren die drei Tangenten: Nord-, Ost- und Westtangente. Leider wurde seither lediglich die Osttangente vom Max-Weber-Platz bis zum Ostfriedhof verwirklicht. Die Nordtangente scheiterte bisher am Widerspruch der Verwaltung des Englischen Gartens, die Westtangente wurde erst in den letzten Jahren ernsthaft in Angriff genommen.

‚Die Trambahn-Westtangente ist ein ganz wesentlicher und unverzichtbarer Baustein beim dringend erforderlichen Ausbau der MVV-Verkehrsmittel‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir fordern den schnellen Ausbau des Verbundbahnhofs Laim mit der Umweltverbundröhre!‘

Bisher mußte man in München immer auf Beispiele in anderen Städten verweisen, wenn es um gelungene Trambahnneubaustrecken ging. Jetzt gibt es aber auch in München mit der Trambahn nach St. Emmeram ein leuchtendes Beispiel einer gelungenen Verkehrsplanung. Die Fahrgastzahlen übertreffen die Prognosen in erfreulichem Maße, der Stadtbezirk Bogenhausen hat mit der grünen Trambahntrasse und den bepflanzten Haltestellen deutlich an Lebensqualität gewonnen.

‚Bei allem Respekt vor dem bürgerschaftlichen Engagement ist es wirklich mutig, sich mit 670 Unterschriften gegen ein Projekt zu stemmen, das einen Nutzen für Zehntausende von Fahrgästen bringen wird‘, sagt Nagel abschließend.

Häufung der Unfälle im Gleisbett macht zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 24.06.2013 (17/2013)

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Am Sonntag, 23. Juni 2013, gegen 02:45 Uhr, betrat ein 37jähriger Mann den Bahnsteig des U-Bahnhofes Trudering. Er ging in Richtung des Gleisbetts der U2. Ohne an der Bahnsteigkante anzuhalten lief der Mann weiter, fiel in das Gleisbett und blieb dort zwischen den Gleisen liegen.
Um 04:54 Uhr fuhr ein U-Bahnzug von der U-Bahnhaltestelle Kreillerstraße kommend in den U-Bahnhof Trudering ein. Beim Einfahren erkannte der 47jährige U-Bahnfahrer den zwischen den Gleisen auf dem Bauch liegenden Mann und leitete eine sofortige Schnellbremsung ein. Er konnte jedoch ein Überrollen des im Gleisbett Liegenden nicht mehr verhindern. Der vermutlich alkoholisierte Pole wurde schwer am Rücken verletzt. Er wurde von der Feuerwehr unter der U-Bahn heraus gerettet und durch den hinzugerufenen Notarzt an der Unfallstelle erstbehandelt und in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde er sofort notoperiert. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird er den Unfall überleben.

Bereits am Sonntag, 16. Juni 2013, befand sich ein 20jähriger Schüler gegen 08:00 Uhr im U-Bahnhof Basler Straße. Aufgrund seiner erheblichen Alkoholisierung fiel er vom Bahnsteig in den Gleisbereich. Glücklicherweise kam er im dortigen Notschacht zum Liegen. Als die U3, die in Richtung Moosach unterwegs war, in den Bahnhof einfuhr, versuchte der Fahrer noch ein Überfahren zu vermeiden, indem er eine Notbremsung durchführte. Die U-Bahn kam jedoch nicht mehr rechtzeitig zum Stehen. Da der 20jährige in den Notschacht gelangt war, überlebte er schwer verletzt. Es wurden ihm zwei Finger von der linken Hand abgetrennt und er erlitt einen offenen Oberschenkelbruch. Er wurde vom Notarzt erstversorgt und zur Weiterbehandlung in ein Klinikum gebracht, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde.

Diese beiden Fälle, über die die Polizei berichtet hat, sind für die Aktion Münchner Fahrgäste der Anlaß zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu fordern. Gerade die Unfälle bei den ersten Fahrten nach Betriebsaufnahme lassen sich relativ leicht durch organisatorische Maßnahmen verhindern. Denkbar ist eine Sichtkontrolle durch örtliches Personal, durch Kameraüberwachung oder durch ein Einfahren in die Bahnhöfe auf Sicht. Der Fahrgastverband hat die Erprobung einer Gleisbettüberwachung gefordert, was nach erheblichem Widerstand durch das Verkehrsunternehmen nun endlich durchgeführt wird. Solange aber noch keine Erkenntnisse vorliegen und nicht alle unterirdischen Bahnhöfe entsprechend ausgerüstet sind, müssen andere Maßnahmen zur Sicherheit der Fahrgäste ergriffen werden.

‚Es geht uns nicht nur um die Verunglückten, sondern auch um das Personal und die Rettungskräfte‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir bedauern die Zunahme dieser Fälle außerordentlich und wissen natürlich auch, daß es keine absolute Sicherheit gibt. Trotzdem sind zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich.‘

Sollten Fahrgäste bemerken, daß jemand ins Gleisbett gefallen ist, so muß bei der U-Bahn sofort der Nothalt, der an jedem Bahnsteig vorhanden ist, unverzüglich betätigt werden. Bei der S-Bahn kann man sich an die Aufsicht wenden. Alle weiteren Handlungen richten sich nach der jeweiligen Situation. Die eigene Sicherheit muß dabei natürlich berücksichtigt werden.

Gemeinsam mit dem Polizeipräsidium München und der Bundespolizeiinspektion München führt der Fahrgastverband ein Verhaltenstraining für Fahrgäste unter dem Motto ‚Mit Herz und Verstand handeln. Notfall? Du hilfst – ich auch!‘ durch. Dabei werden die Notfalleinrichtungen bei S- und U-Bahn ausführlich besprochen. Die nächste kostenlose Veranstaltung findet am Dienstag, 2. Juli 2013 statt. Anmeldungen sind unter www.fahrgaeste.de möglich.

Sperrungen auf der S-Bahnstammstrecke sind eine große Herausforderung für die Münchner Fahrgäste

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 05.06.2013 (16/2013)

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An vielen Stellen der S-Bahnstammstrecke von Pasing bis zum Ostbahnhof wird in diesem Jahr wieder gebaut. Daher kommt es zu massiven Einschränkungen des S-Bahnverkehrs. Ab dem 22. Juli 2013 bis Mitte Dezember müssen sich die Fahrgäste auf unterschiedliche Situationen einstellen. Dies wird eine besondere Herausforderung, da jeweils unterschiedliche Betriebskonzepte gefahren werden.

Die Totalsperrung im letzten Jahr hast sich relativ einfach vermitteln lassen. In diesem Jahr sind die Herausforderungen wesentlich größer. Die Verantwortlichen der Bahn haben sich mit allen Fahrgastverbänden im Vorfeld über die Baustellenkommunikation abgestimmt. Dies wird sich sicherlich positiv bemerkbar machen, da so die unterschiedlichen Betrachtungsweisen berücksichtigt werden konnten.

‚Eine gute Zusammenarbeit aller Verantwortlichen bei den Verkehrs- und Infrastrukturunternehmen, bei den öffentlichen Dienststellen und den Fahrgastverbänden sind eine Grundvoraussetzung für eine Verminderung der Einschränkungen für die Fahrgäste‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Auch diese Baumaßnahme zeigt, wie notwendig eine bessere Verknüpfung der verschiedenen MVV-Verkehrsmittel ist.‘

Aus Sicht des Fahrgastverbandes könnte zum Beispiel ein Regionalzughalt Poccistraße das Umsteigen zwischen U-Bahn und Regionalzügen einschließlich der umgeleiteten S-Bahnlinie wesentlich verbessern. Auch eine Trambahnverbindung über die Friedenheimer Brücke wäre nicht nur im Störfall eine wertvolle Verbesserung.