Gleisbettüberwachung im Test: Voller Erfolg für die Münchner Fahrgäste

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 28.04.2013 (10/2013)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

In der Nacht auf den 26. April 2013 hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) den Testbetrieb für die Gleisbettüberwachung im U-Bahnhof Rotkreuzplatz offiziell aufgenommen. MVG-Chef Herbert König war selbst dabei, als einzelne Pressevertreter das neue System in Augenschein nehmen konnten. Damit hat König den Irrtum seines Unternehmens, das anfänglich die Gleisbettüberwachung schroff ablehnte, revidiert.

Leider gab es eine erschreckende Anzahl von Unfällen, bei denen Fahrgäste in den Gleisbereich der U-Bahn geraten waren. Die Aktion Münchner Fahrgäste forderte daraufhin die Erprobung von Systemen zur Gleisbettüberwachung. Dabei wurde der Fahrgastverband ganz wesentlich vom Münchner Stadtrat Dr.-Ing. Georg Kronawitter und Dr. Stefan Insam vom Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund unterstützt.

‚Ich freue mich, daß die Münchner Verkehrsgesellschaft nun endlich unseren guten Argumenten gefolgt ist und noch mehr für die Sicherheit der Fahrgäste tun will‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir hoffen, daß die Systeme möglichst wenig zum Einsatz kommen – und appellieren auch noch einmal an die Fahrgäste stets an die eigene Sicherheit zu denken!‘

In alles U-Bahnhöfen gibt es direkt unter dem Bahnsteig einen Schutzraum, der im Notfall benutzt werden kann. Sollte jemand beobachten, daß eine Person in den Gleisbereich geraten ist, so sollte zuallererst der Nothalt des jeweiligen Gleises betätigt werden.

Langfristig wird man allerdings auch die Münchner U-Bahn automatisch betreiben müssen – und dann sind Bahnsteigtüren zumindest an stark freyuentierten Bahnhöfen unumgänglich.

Erneuter Sturz zeigt die dringende Notwendigkeit der Gleisbettüberwachung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 07.04.2013 (09/2013)

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Am Sonntag, 07. April 2013 gegen 03:00 Uhr war eine 26jährige Münchnerin, die unter starkem Drogeneinfluß stand, auf dem Bahnsteig im U-Bahnhof Machtlfinger Straße unterwegs. Aufgrund ihres Rauschzustandes stürzte sie ohne Fremdeinwirkung auf das U-Bahngleis in Fahrtrichtung Fürstenried-West.

Sie konnte dann scheinbar schwerverletzt vom Gleis in den Rettungsschacht unterhalb des Bahnsteiges kriechen.

Als gegen 04:50 Uhr planmäßig die nächste U-Bahn einfuhr, konnte sie gerade noch ihren Fuß, der noch auf dem Gleis gelegen war, wegziehen. Durch die U-Bahn wurde sie nach dem jetzigen Stand nicht verletzt. Die 26-Jährige wurde mit Unterstützung durch die Feuerwehr aus dem Gleisbereich geborgen. Ein Notarzt der Rettungswache Großhadern versorgte die Dame und brachte sie mit einem Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes in ein Krankenhaus. Sie hat durch den Sturz schwere Kopfverletzungen erlitten und befindet sich momentan im Koma.

Der U-Bahnfahrer erlitt durch den Vorfall einen Schock und wurde ebenfalls in ein Münchner Klinikum verbracht.

Nach einer knappen Stunde konnte der U-Bahnverkehr wieder aufgenommen werden.

Auch dieser Vorfall zeigt, wie wichtig eine Gleisbettüberwachung für die Münchner U-Bahn ist. Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert dies seit langem und wurde dabei ganz nachhaltig vom Münchner Stadtrat Georg Kronawitter (CSU) unterstützt. Nach anfänglich brüsken Zurückweisungen planen die Stadtwerke München demnächst Versuche mit verschiedenen Systemen zur Gleisbettüberwachung. Dieser Fall zeigt auch, daß nicht nur der betroffene Fahrgast ein Opfer ist, sondern auch der völlig unschuldige Fahrer der U-Bahn.

‚Wir wünschen den beiden Geschädigten eine baldige und vollständige Genesung‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Unser Dank gilt aber auch allen Rettungskräften, für die ein solcher Einsatz immer eine immense Belastung darstellt!‘

MVG-Leistungsprogramm 2014: Weitere Verbesserungen notwendig

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 21.03.2013 (08/2013)

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Mehr als überfällig sind viele Verbesserungen, die das MVG-Leistungsprogramm 2014 bringen soll. So wird die jahrelange Forderung des Fahrgastverbandes nach verbesserten Tangentialverbindungen erfüllt. Allerdings bleiben etliche dringende Forderungen der Fahrgäste und der Bezirksausschüsse noch unerfüllt. Dazu zählen die Verknüpfung und Beschleunigung der Metrobuslinien 50 und 51, der Anschluß des Seniorenheims an der Effnerstraße, die Taktverdichtung am frühen Abend und eine Verstärkung der Trambahnlinie 19.

‚Die Stadträte können nun beweisen, was von Ihren künftigen Versprechungen im Kommunalwahlkampf zu halten ist‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir erwarten weitere wesentliche Verbesserungen, die der Nachfragesteigerung und der hohen Tariferhöhung im letzten Jahr entsprechen.‘

Die Verlängerung der Trambahn zum Pasinger Bahnhof ist ein wichtiger Meilenstein beim Ausbau des Trambahnnetzes. Allerdings wurde dies Verbesserung mit der einjährigen Stillegung teuer erkauft. Auch die Führung der U4 im Spätverkehr ist keine neue Idee. Es war eine dieser unsinnigen Einsparmaßnahmen, die nun Stück um Stück wieder rückgängig gemacht werden.

Zur Entlastung der U-Bahn in der Innenstadt fordert die Aktion Münchner Fahrgäste eine Verlängerung der Trambahnlinie 20 zum Sendlinger Tor und eine Verstärkung der Trambahn zwischen Sendlinger Tor und Giesing auf einen 5-Minuten-Takt.

Störquellen der S-Bahn müssen konsequent beseitigt werden

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 13.03.2013 (07/2013)

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Eine konsequente Beseitigung der Störquellen des Münchner S-Bahnsystems fordert die Aktion Münchner Fahrgäste. Dazu zählen sowohl hoheitliche Eingriffe, wie auch unberechtigte Feueralarme. Natürlich haben die Fahrgäste im Einzelfall viel Verständnis für das Verkehrsunternehmen der Bahn. Aber die Summe der Störfälle ist einfach zu hoch. Wenn in diesem Zusammenhang auf vielleicht mögliche künftige große Infrastrukturmaßnahmen hingewiesen wird, so ist dies wenig hilfreich, denn die Geduld der Fahrgäste wird sich nicht noch beinahe ein Jahrzehnt strapazieren lassen.

‚Viele Probleme kommen von der Infrastruktur. Weichen, Signale und Schrankenanlagen funktionieren nicht im notwendigen Umfang. Hier besteht dringender Handlungsbedarf!‘ sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. Die Zuverlässigkeit des Gesamtsystems muß erhöht werden. Hier kann die Bahn beweisen, welche Vorteile es hat, daß Netz und Verkehrsbetrieb noch zu einem Unternehmen gehören.

Herbert König bleibt MVG-Chef

Als SWM-Geschäftsführer wurde Herbert König (60) am 7. Februar 2013 erneut bestellt, und zwar auf eigenen Wunsch zunächst für 30 Monate (bis 29. Februar 2016). Er erhält darüber hinaus die Option, das Vertragsverhältnis über diesen Termin hinaus bis zum Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze zu verlängern. Im Jahr 2012 erhielt König Bezüge in Höhe von 356.000 Euro.

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