Verbund-Verwirrung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 05.08.2013 (24/2013)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) hat neue Netzpläne entwickelt. Statt einem Plan gibt es nun drei verschiedene Pläne. Dies erfordert bei den Fahrgästen ein hohes Maß an Abstraktionsvermögen, sonst führt es leicht zur Verwirrung. Abgestimmt wurden diese Pläne selbstverständlich mit den Verkehrsunternehmen – nicht aber mit den Fahrgastverbänden. Dies ist bedauerlich. Noch bedauerlicher ist, daß zum Beispiel nicht erkennbar ist, welche Linie im 10-Minuten-Takt und welche Linie nur im Berufsverkehr betrieben wird. Es gibt viele Kleinigkeiten, die bei einer erstmaligen Erstellung kostengünstig hätten berücksichtigt werden können.

‚In erster Linie müssen Netzpläne eine gute Informationsbasis für die Fahrgäste darstellen. Dabei sind natürlich Informationsgehalt und Übersichtlichkeit gegeneinander abzuwägen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Hoffentlich kann an den Plänen noch etwas geändert werden, sonst hätte der MVV eine gute Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit den Fahrgastverbänden verpaßt.‘

Streckensperrungen und Umleitungen sind eine große Herausforderung für die Münchner-Fahrgäste

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.08.2013 (23/2013)

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Stammstreckensperrung bei der S-Bahn, Schienenersatzverkehre und Busumleitungen stellen die Münchner Fahrgäste in diesem Sommer vor große Herausforderungen. Viele Ziele sind nicht auf dem gewohnten Weg und in der gewohnten Zeit erreichbar. Besonders schmerzlich ist dabei die Vollsperrung der S-Bahn zwischen Laim und Ostbahnhof. Aber auch die Baumaßnahmen an den Trambahnlinien 19 und 25 erzwingen eine Umstellung auf neue Gegebenheiten..

Die Verkehrsunternehmen haben die Änderungen gut vorbereitet und sich um eine ausführliche Information der Fahrgäste bemüht. Die Medien haben für eine umfassende Information der Fahrgäste gesorgt.

Der Schienenersatzverkehr für die S-Bahn ist aus Sicht des Fahrgastverbandes an diesem Wochenende gut angelaufen. Es hat uns gefallen, wie der Übergang in den Sperrzustand gelöst wurde. Tatsächlich blieb kein Fahrgast an den Bahnsteigen nach den letzten fahrplanmäßigen Zügen zurück. Dies ist eine Verbesserung gegenüber dem letzten Jahr. Damals waren die ersten Busse des Schienenersatzverkehrs mit überraschten Fahrgästen gefüllt, die noch mit regulären Zügen zum Ostbahnhof oder nach Pasing hätten fahren können.

Das Service-Personal war an allen S-Bahnstationen durchwegs freundlich und gab sich redlich Mühe mit den Auskünften. Selbst für erfahrene Nutzer des Linienverkehrs in München ist es nicht leicht, die jeweils günstigste Alternative zu kennen. Wir sind aber sicher, daß die Fahrgäste schon am kommenden Wochenende ihre persönliche Route optimiert haben werden.

Die Ausschilderung zu den Haltestellen des Schienenersatzverkehrs (SEV) ist gut gemacht. So wurden beispielsweise am Hauptbahnhof sehr auffällige Schilder angebracht.

Die SEV-Busse waren sehr gut gefüllt, hier spürt man den von 3 auf 5 Minuten verlängerten Takt. Durch die von den Busdisponenten eingesetzten Zusatzbusse wurde die Situation entschärft. Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen kam es am Samstagnachmittag zu Verspätungen von bis zu 16 Minuten. Die Linienführung über den Odeonsplatz führte zu geringeren Beeinträchtigungen. Der Marienplatz konnte wegen der Bauarbeiten im Tal nicht direkt angefahren werden. Positiv aufgefallen ist der Einsatz von niederflurigen Stadtbussen, die einen erleichterten Einstieg boten und damit zu kürzeren Fahrgastwechselzeiten führten. Der Schienenersatzverkehr auf der S-Bahnstammstrecke ist eine große Herausforderung für die Mitarbeiter vom Regionalverkehr Oberbayern, der insgesamt gut gelöst wurde.

‚Wir danken allen Mitarbeitern, die sich mit der Vorbereitung und Durchführung der Schienenersatzverkehre und der Umleitungen befaßt haben‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die große Mühe, die auch schon im Vorfeld investiert wurde, wurde durch das Ausbleiben von chaosartigen Zuständen belohnt.‘

Natürlich gibt es an der einen oder anderen Stelle noch Verbesserungsmöglichkeiten. Ein paar zusätzliche Schilder eine noch klarere Kommunikation der einzelnen Phasen sollten im nächsten Jahr angestrebt werden. Wichtig ist die Zusammenarbeit aller Partner des Münchner Tarif- und Verkehrsverbundes (MVV). Eine gute Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsmittel, auch im Regelfall, erleichtert es den Fahrgästen, ihre Ziele gut zu erreichen.

Trambahn-Westtangente steht nicht in Konkurrenz zur U-Bahn

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 02.08.2013 (22/2013)

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Der vor 22 Jahren einstimmig beschlossene Bau der Trambahn-Westtangente steht in keiner Konkurrenz zu einer U-Bahnlinie nach Pasing. Schon auf einem Stadtplan kann man erkennen, daß die beiden Linien im rechten Winkel zueinander verlaufen. Nicht nur die Mehrheit im Münchner Stadtrat, sondern auch die Mehrheit der Fahrgäste und Bürgerinnen und Bürger steht hinter dem Ausbau der Trambahn und auch hinter dem Bau der Westtangente.

‚Dummes Zeug aus der Mottenkiste des letzten Jahrhunderts, als ein mehr als umstrittener Oberbürgermeister die Trambahnen in München gänzlich einstellen wollte, versucht der Landtagsabgeordnete Bernhard derzeit zu verbreiten,‘ sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wer Verantwortung im Freistaat Bayern trägt, tut gut daran, sich um die Verkehrsmittel in seinem Zuständigkeitsbereich zu kümmern.‘

Jeder Euro, der in die Infrastruktur elektrischer Verkehrsmittel in München gesteckt wird, ist gut angelegt. Das ist bewährte Elektromobilität. Ein Bussystem kann einfach nur Fahrgäste bis zu einer gewissen Anzahl aufnehmen. Auch Busse beanspruchen eine Fahrspur, wenn sie an den Haltestellen am Straßenrand halten. Und bei einem größeren Fahrgastaufkommen sind Trambahnzüge einfach wirtschaftlicher.

Der Umbau des Verbundbahnhofs Laim mit der Umweltverbundröhre ist dringend notwendig – und dabei spielt es keine Rolle, welches Oberflächenverkehrsmittel einen verbesserten Zugang zur S-Bahn bekommt. Die Planungen für die Westtangente müssen jetzt mit Nachdruck voran getrieben werden, denn es ist schon viel zu viel wertvolle Zeit verloren gegangen.

Die Kommunalwahl im kommenden Jahr bietet den Münchnern eine gute Gelegenheit, über die Zukunft der Linienverkehrsmittel abzustimmen. Wenn man sich an die Abstimmungsergebnisse entlang der 13 Jahre lang stillgelegten Trambahnlinie 17 erinnert, die jetzt im 5-Minuten-Takt befahren wird, so kann man zuversichtlich in die Zukunft der Trambahn blicken. Die Abneigung einzelner CSU-Stadträte gegen ein Verkehrsmittel, dessen wesentliche Komponenten auch noch in Bayern Arbeitsplätze schaffen, sollte daher nicht überbewertet werden. Zum Glück kann über jeden einzelnen Stadtrat abgestimmt werden.

Regionalzughalt Poccistraße wird von der Staatsregierung unterstützt

Am 23. Juli 2013 hat sich die Bayerische Staatsregierung mit einem wichtigen Projekt zur Verknüpfung von Linienverkehrsmitteln in München befaßt. Ein neues Gutachten betrachtet den Regionalzughalt Poccistraße als sinnvoll. In der Nähe der U-Bahnstation Poccistraße würde ein neuer Haltepunkt die Verknüpfung von Regionalzügen aus Mühldorf und Rosenheim mit den U-Bahnlinien U3 und U6 ermöglichen.

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Bayerische Staatsregierung betrachtet Regionalzughalt Poccistraße als sinnvoll

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 24.07.2013 (21/2013)

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Am 23. Juli 2013 hat sich die Bayerische Staatsregierung mit einem wichtigen Projekt zur Verknüpfung von Linienverkehrsmitteln in München befaßt. Ein neues Gutachten betrachtet den Regionalzughalt Poccistraße als sinnvoll. In der Nähe der U-Bahnstation Poccistraße würde ein neuer Haltepunkt die Verknüpfung von Regionalzügen aus Mühldorf und Rosenheim mit den U-Bahnlinien U3 und U6 ermöglichen. Der Bayerische Verkehrsminister: ‚Auf Basis der Untersuchungen habe ich vorgeschlagen, den Regionalzughalt Poccistraße ebenfalls in das Bahnknoten-Konzept der Bayerischen Staatsregierung aufzunehmen. Es hat sich gezeigt, daß ein Halt östlich der Lindwurmstraße in unmittelbarer Nähe zur U-Bahnstation möglich ist. Von einem solchen Halt könnten vor allem die Fahrgäste aus Richtung Mühldorf und Rosenheim profitieren, die ihr Ziel entlang der U 3 bzw. U 6 haben. Der Nutzen resultiert vor allem daraus, daß sich die Reisezeit für die Passagiere durch die Anbindung an den Ostbahnhof stark reduzieren würde. Der bisher notwendige Umstieg auf die S-Bahn am Ostbahnhof könnte somit entfallen. Nach Einschätzung der Gutachter belaufen sich die Gesamtkosten für den Bau eines Regionalzughalts Poccistraße auf rund 40 Millionen Euro.

‚Wir freuen uns sehr, daß unser Vorschlag nun auch die Zustimmung der Bayerischen Staatsregierung erhalten hat‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Das Projekt kann völlig unabhängig von allen anderen Ausbaumaßnahmen realisiert werden und bewegt sich in einem überschaubaren finanziellen Rahmen.‘