Betrunkener gerät unter einen U-Bahnzug, den ein offensichtlich betrunkener Fahrer führt

Oliver Bendixen vom Bayerischen Rundfunk berichtet über einen bisher unbekannten Vorfall am U-Bahnhof Candidplatz. Nach den Informationen des Bayerischen Rundfunks hat sich der Vorfall am Sonntag, 29. Dezember 2013, gegen 06:00 Uhr ereignet. Fahrgäste mußten beobachten, wie ein Mann über den Bahnsteig torkelte und direkt vor einen einfahrenden U-Bahnzug stürzte. Er wurde vom U-Bahnzug überrollt und tödlich verletzt. Nach Hinweisen von Fahrgästen wurde der U-Bahnfahrer überprüft und es wird über einen Wert von 1,0 Promille Alkohol im Blut berichtet.

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Vorsicht an der Bahnsteigkante!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 29.12.2013 (42/2013)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am Samstag, 28. Dezember 2013, gegen 08:10 Uhr, befand sich ein 79jähriger Rentner aus München auf einem Bahnsteig an der Donnersbergerbrücke. Aus bislang unbekannten Gründen stieß der Senior mit seinem Körper gegen einen abfahrenden Zug der Oberlandbahn und stürzte zwischen die Zugteile auf das Gleisbett. Ob er aufgrund einer Erkrankung stürzte oder er sich zu nah an der Bahnsteigkante
befand und mitgerissen wurde, ist derzeit nicht bekannt. Der Lokführer setzte die Fahrt fort, da er sich bereits beim Ausfahren
aus der Haltestelle befand und den Zusammenstoß mit dem 79jährigen nicht wahrgenommen hatte.

Dieser bedauerliche Fall zeigt einmal mehr, daß jeder Fahrgast gut beraten ist, einen genügenden Abstand zum Gleis einzuhalten. Man kann aus verschiedenen Gründen zu Fall kommen. An vielen Bahnsteigen gibt es weiße Linien, die nur überschritten werden sollten, wenn der Zug steht. Aber ganz unabhängig davon, sollte man einen persönlichen Sicherheitsabstand einhalten.

‚Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Bekannten des verunglückten Fahrgastes‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Hoffentlich bewirkt dieser tragische Fall, daß andere Fahrgäste an die Gefahren des Eisenbahnverkehrs erinnert werden.‘

Rückblick 2013: Fahrgastverband freut sich über umgesetzte Projekte

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 27.12.2013 (41/2013)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Ganz wesentliche Forderungen der Fahrgäste konnten im Jahr 2013 erfüllt werden: Die Trambahnen fahren bis 22 Uhr im Takt 10 bis Zehn, die Wochen- und Monatskarten des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes werden jetzt mit flexibler Geltungsdauer angeboten, das Semesterticket sowie das ‚Handy‘-Ticket sind eingeführt – und es fährt wieder ein Bus in das Münchner Stadtquartier an der Andernacher Straße. Nach über 100 Jahren ist der Pasinger Bahnhof jetzt direkt an das Trambahnnetz angeschlossen. Allerdings trüben der Wagenmangel bei U-Bahn und Trambahn das positive Bild ganz wesentlich.

Leider gab es auch im Jahr 2013 bedauerliche Fälle, bei denen Fahrgäste ins Gleisbett der U-Bahn gerieten. Aber die jahrelangen Forderungen vom Fahrgastverband und aus dem Münchner Stadtrat hatten Erfolg: Einrichtungen zur Gleisbettüberwachung werden nun auch in München erprobt.

Im Mai wurde die Münchner U-Bahnlinie U6 zwischen den Bahnhöfen Studentenstadt und Kieferngarten gesperrt. Der Schienenersatzverkehr war sehr gut geplant. Die unumgänglichen Behinderungen hielten sich dank der guten Fahrgastinformation in Grenzen.

Auch bei der Münchner S-Bahn wurden umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt. Es gab unterschiedliche Stufen der Sperrung, was für die Fahrgäste eine besondere Herausforderung darstellte.

Im Juli 2013 beschäftigte sich die Bayerische Staatsregierung mit dem Regionalzughalt Poccistraße. Das Projekt wird als sinnvoll erachtet und in das Bahnknoten-Konzept aufgenommen.

Das Zivilcourage-Training des Polizeipräsidiums München, der Bundespolizeiinspektion München und der Aktion Münchner Fahrgäste wurde zum zweiten Mal ausgezeichnet. Der Deutschen Schienenverkehrs-Preis 2012 wurde im September feierlich im Berliner S-Bahn-Museum übergeben.

Am Freitag, 13. September 2013, wurde der S-Bahn-Haltepunkt Freiham eröffnet. Da die Fahrzeiten schon entsprechend berechnet waren, konnte die Station unmittelbar nach Fertigstellung auch von den S-Bahnzügen angefahren werden. Freiham ist nun mit der S-Bahn sehr gut erschlossen.

Nach quälend langen Diskussionen wurde das Semesterticket eingeführt. Und die ersten Zahlen lassen einen großen Erfolg vermuten. Alle Studenten der teilnehmenden Hochschulen und Universitäten müssen einen Basisbeitrag leisten, der zur Fahrt am Abend und am Wochenende berechtigt. Sehr viele Studenten haben aber auch das Zusatzangebot für die volle Flexibilität angenommen. Ganztags, jeden Tag im MVV-Gesamttarifgebiet haben sie nun freie Fahrt.

Einen Tag vor dem Fahrplanwechsel im Dezember wurde eine schmerzliche Lücke im Münchner Trambahnnetz geschlossen. Der Bahnhof Pasing ist nun direkt mit den Trambahnzügen erreichbar. Über 100 Jahre mußte auf diese Verbesserung gewartet werden.

Zum Fahrplanwechsel wurde dann der ‚Takt 10 bis Zehn‘ realisiert. Bis 22 Uhr fahren die Trambahnen im 10-Minuten-Takt. Das Handy-Ticket wurde gleichzeitig freigeschaltet, allerdings noch nicht im vollen Funktionsumfang. Wieder einmal ist die rechtzeitige Beschaffung von Schienenfahrzeugen durch die Stadtwerke München gescheitert. Sowohl bei der U-Bahn, wie auch bei der Trambahn fehlen dringend benötigte Züge. So konnten die Versprechungen zur Taktverdichtung nicht eingehalten werden.

Ein Experiment mit ungewissem Ausgang ist die Einführung der Expreßbuslinie X30. Der grundsätzlich richtige Gedanke, leistungsfähige Tangenten zu schaffen und dadurch die radialen Strecken zu entlasten, muß sich im Betriebsalltag bewähren und für die Fahrgäste zu einer wirklichen Alternative werden. Der Expreßbus räumt auch mit einer alten Doktrin des ‚verbotenen‘ Parallelverkehrs auf. Zwischen Partnachplatz und Max-Weber-Platz werden andere leistungsfähige Linien um dieses Angebot ergänzt und neue Direktverbindungen geschaffen.

Völlig verpatzt war der Start des Meridians. Die Züge der Bayerischen Oberlandbahn verbinden nun unter der Marke Meridian München mit Rosenheim, Kufstein und Salzburg. Verspätungen, Zugausfälle und Überfüllungen waren die Stichworte nach der Betriebsaufnahme. Wie von allen Fachleuten erwartet wurde, waren die modernen Züge nicht in der vollständigen Anzahl zugelassen. Aber auch das Ersatzkonzept konnte nicht im notwendigen Umfang gefahren werden.

Einen ersten Erfolg konnte die Bürgerinitiative Metrobus 50 Moosach verzeichnen. Der Stadtbus 143 erschließt nun das Stadtquartier an der Andernacher Straße. Allerdings müssen die Moosacher am Sonntag zu Hause bleiben. Auch dürfen Sie erst ab 9 Uhr Termine wahrnehmen.

Wenn alle geplanten Verbesserungen umgesetzt sind, der Betrieb zuverlässig läuft und Störquellen konsequent beseitigt werden, so brachte das Jahr 2013 wirklich wesentliche Verbesserungen für die Fahrgäste und der jahrelange Einsatz für die nun erfüllten Forderungen hat sich gelohnt.

‚Wir danken allen Mitarbeitern der Verkehrsunternehmen, der Behörden und Regieeinheiten für die geleistete Arbeit und die Umsetzung zahlreicher Projekte‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Nur durch die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten läßt sich das Angebot der Linienverkehrsmittel erhalten und weiter an die Erfordernisse der Fahrgäste anpassen.‘

Meridian-Probleme müssen schnellstens behoben werden

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 17.12.2013 (40/2013)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Seit Sem Fahrplanwechsel am Sonntag, 15. Dezember 2013, werden die Strecken von München nach Salzburg und Kufstein vom Meridian bedient. Leider ergaben sich am ersten Werktag schon erhebliche Probleme. Grundsätzlich ist der Fahrplanwechsel im Dezember ein völlig ungeeigneter Termin, um neue Eisenbahnfahrzeuge in Betrieb zu nehmen. Die Züge mögen keine Kälte – und die Fahrgäste erst recht nicht.

‚Wir fordern die Verantwortlichen von Veolia auf, umgehend alles zu tun, um wenigstens den Notfahrplan vernünftig zu realisieren‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Lieber eine funktionierende Ersatzgarnitur, als ein moderner Zug, der liegen bleibt.‘

Der Fahrgastverband ist es leid, ständig irgendwelche Ausreden und Entschuldigungen geliefert zu bekommen. Gefordert ist Zuverlässigkeit.

Für künftige Projekte erwarten wir einen Vorlaufbetrieb. Das heißt, daß ein neuer Betreiber schon im September mit seinen neuen Zügen zur Probe fährt. Das zusätzliche Fahrgastaufkommen zum Oktoberfest ist vielleicht ein geeigneter Anlaß. Dann können ‚Kinderkrankheiten‘ noch auskuriert werden und ein Start im Dezember wird problemloser verlaufen.