Mahnende Worte des scheidenden Oberbürgermeisters sind mehr als berechtigt

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 08.01.2014 (02/2014)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, dessen Amtszeit in wenigen Monaten zu Ende geht, bringt die mehr als berechtigte Sorge über Kostenexplosionen beim Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) zum Ausdruck. Derzeit hat sogar eigentlich ökologisch orientierte Parteien das U-Bahnbaufieber erfaßt. Man träumt von Verlängerungen eines unterirdischen Schnellbahnsystemes in Randgebiete der Stadt.

‚Der U-Bahnbau in München ist abgeschlossen. Man wird sich sogar sehr anstrengen müssen, daß eine sinnvolle Erweiterung nach Martinsried noch gebaut werden kann‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Das Münchner U-Bahnsystem muß zweifellos dringend ausgebaut werden, aber wir benötigen ein qualitatives Wachstum für dichtere Takte und mehr Zuverlässigkeit.‘

Der Fahrbetrieb der Münchner U-Bahn muß mittelfristig automatisch durchgeführt werden. Das Ziel dabei ist ein 80-Sekunden-Takt. Dann wird sich auch der neue Münchner Oberbürgermeister daran erinnern müssen, daß vor Jahrzehnten ein Ausbau der Tangenten beschlossen wurde. Von den drei geplanten Tangenten ist bisher allerdings nur die Osttangente der Trambahn realisiert. Dies ist kein Ruhmesblatt der Münchner Verkehrspolitik, genauso wenig wie man den ständigen Wagenmangel bei U-Bahn und Trambahn loben kann.

Als Fahrgastverband freut es uns natürlich, wenn die Notwendigkeit von einem zuverlässigen und bezahlbaren Linienverkehr von allen Seiten erkannt wird. Nach der Wahl gilt es aber, daß Lösungen in überschaubaren Zeiträumen realisiert werden.

‚Die Finanzminister von Bund und Land werden sicher die Grenzen der realistischen Vorhaben abstecken. Sinnlos wäre es allerdings, wenn viel Geld für die Planung von Hirngespinsten, wie zum Beispiel der U9 zum Fenster hinausgeworfen würde‘, sagt Nagel abschließend.

Vorsicht Eisenbahn!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 01.01.2014 (01/2014)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Gleisanlagen sind kein Spielplatz, Eisenbahnfahrzeuge im Maßstab 1:1 sind kein Spielzeug. Zu unserem großen Bedauern kam es in den letzten Tagen zu mehr als bedauerlichen Zwischenfällen im Bereich von Bahnanlagen, die schwere Folgen und sogar den Tod zur Folge hatten. So wurden sogar Kinder in einem Bahntunnel aufgegriffen.

‚Wir bitten insbesondere die Eltern, die ruhige Zeit zwischen den Jahren zu einem ernsthaften Gespräch mit Kindern und Jugendlichen zu nutzen, um auf die Gefahren des Eisenbahnverkehrs hinzuweisen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die Hochspannung ist gefährlich und ein Zusammenstoß mit einem Schienenfahrzeug kann schwerwiegende Folgen haben.‘

Die Spannung am Fahrdraht der üblicherweise in Deutschland verkehrenden Bahnen beträgt 15.000 Volt. Daher besteht schon bei einer Annäherung ab 1,5 Meter absolute Lebensgefahr. Das Überqueren von Gleisanlagen an nicht dafür vorgesehenen Stellen ist gefährlich und kann auch finanzielle Folgen haben.

Schienengebunde Verkehrsmittel sind grundsätzlich sehr sicher und ihr Weg ist überwiegend vorhersehbar. Allerdings sollte man an Bahnsteigen, Bahnübergängen und auch beim Ein- und Aussteigen ein großes Maß an Vorsicht walten lassen.

Kinder im Bahntunnel aufgegriffen

Am letzten Tag des Jahres 2013 musste die Bundespolizei drei Kinder im Alter von 13 und 14 Jahren aus einem Bahntunnel in der Nähe des Haltepunktes Heimeranplatzes holen. Die beiden Buben (13 und 14 Jahre alt) sowie ein Mädchen (13 Jahre), alle wohnhaft in Sendling, wurden von Lokführern im Bereich des Bahntunnels in der Hans-Fischer-Straße, Nahe des S-Bahn-Haltepunktes Heimeranplatz, gesehen.

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Betrunkener gerät unter einen U-Bahnzug, den ein offensichtlich betrunkener Fahrer führt

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 31.12.2013 (43/2013)

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Oliver Bendixen vom Bayerischen Rundfunk berichtet über einen bisher unbekannten Vorfall am U-Bahnhof Candidplatz. Nach den Informationen des Bayerischen Rundfunks hat sich der Vorfall am Sonntag, 29. Dezember 2013, gegen 06:00 Uhr ereignet. Fahrgäste mußten beobachten, wie ein Mann über den Bahnsteig torkelte und direkt vor einen einfahrenden U-Bahnzug stürzte. Er wurde vom U-Bahnzug überrollt und tödlich verletzt. Nach Hinweisen von Fahrgästen wurde der U-Bahnfahrer überprüft und es wird über einen Wert von 1,0 Promille Alkohol im Blut berichtet.

Seit langem bereiten derartige Unglücksfälle dem Fahrgastverband große Sorgen. Eine neue Qualität ist, daß auch der U-Bahnfahrer nicht mehr nüchtern gewesen sein soll. Zwar ist es unwahrscheinlich, daß ein nüchterner Fahrer den Unfall hätte vermeiden können, aber die volle Fahrtüchtigkeit des Betriebspersonals wird von allen Fahrgästen erwartet.

‚Wir sind sehr bestürzt über diese erneute Meldung eines tödlichen Unfalls im Gleisbett‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Auch beim Fahrpersonal scheint Alkohol ein Problem darzustellen. Dem muß ganz entschieden entgegengewirkt werden.‘

Entsprechend den Forderungen des Münchner Stadtrates und des Fahrgastverbandes haben die Stadtwerke einen Probebetrieb mit verschiedenen Systemen zur Gleisbettüberwachung aufgenommen. Dabei ist es befremdlich, daß dieses Projekt höchster Geheimhaltung unterliegt – und nicht in einem offenen Dialog über die Lösung der offensichtlichen Probleme mit der Sicherheit des U-Bahnbetriebes gesprochen wird.