Alle bisherigen „Angebote‘ der Deutschen Bahn dienten nach Ansicht der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nur einem einzigen Ziel: Sie sollten die Grundrechte von Mitgliedern einschränken. GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky: „Mit Kooperationsverträgen, Federführung für irgendeine Berufsgruppe und Absprachen „wer für wen zuständig ist, will die DB die Spaltung unserer Mitglieder im DB-Konzern aufrechterhalten. Unsere Arbeitskämpfe und die Beeinträchtigung der Kunden lassen sie dabei völlig kalt. Die DB setzt Millionen Euro in den Sand und schiebt über eine Medienkampagne die Schuld den Lokomotivführern und Zugbegleitern in die Schuhe. Das Ganze hat zum Ziel, die Grundrechte unserer Mitglieder zu beschneiden – und der Eigentümer Bund schaut zu.‘
Streik bei der Deutschen Bahn: Endlich verhandeln
Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 20.10.2014 (33/2014)
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de
Der Streik bei der Deutschen Bahn ist beendet – und nun sollten die Kräfteverhältnisse klar sein. Für die Fahrgäste ist es kein ‚Erfolg‘, wenn 85 Prozent der Züge stehen bleiben. Es ist auch keine Leistung, wenn ein Notbetrieb einigermaßen aufrechterhalten wird. Ein Erfolg ist es erst, wenn ein Tarifvertrag abgeschlossen ist.
‚Diese Woche muß nun endlich für Verhandlungen über alles strittigen Themen genutzt werden‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir erwarten ein zielgerichtetes und professionelles Verhalten der Verantwortlichen. Bei dieser Auseinandersetzung geht es nicht um ein Schäufelchen im Sandkasten. Es geht um das Wohl unserer Gesellschaft.‘
Natürlich ist kein besonderes Chaos an den Bahnhöfen eingetreten. Die Fahrgäste sind natürlich intelligent genug, auf Reisen zu verzichten – oder sich alternativen zu suchen. Die größte Werbeaktion für den Fernbusverkehr hat nun stattgefunden. Und sie wird langfristig nachwirken. Dies ist besonders bedauerlich.
Öffentliches Kolloquium von TUM und MVG „Der öffentliche Verkehr – Katalysator für die Stadtentwickl
Nächster Termin an der TU München (TUM):
Mo, 17.11.2014:
Schwabinger Tor – ein neues Stadtquartier mit Tram-Anschluss
Referent: Lars Johannsen
Jost Hurler GmbH, Geschäftsführer
Erzwingungstreik bei der Bahn: Sofort verhandeln!
Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 17.10.2014 (32/2014)
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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat einen Erzwingungstreik angekündigt, der im Güterverkehr am Freitag, 17. Oktober 2014 um 15:00 Uhr beginnt, am Samstag, 18. Oktober 2014, um 02:00 Uhr im Personenverkehr. Der Streik endet am Montag, 20. Oktober 2014 um 04:00 Uhr. Damit steht den Fahrgästen ein Wochenende ohne planbaren Eisenbahnverkehr bevor. Nur indirekt betroffen sind die Fahrgäste der privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen.
‚Es reicht! Der Tarifkonflikt bei der Eisenbahn hat eine unerträgliche Zuspitzung erfahren. Die Tarifparteien müssen unverzüglich, also noch vor Streikbeginn, an den Verhandlungstisch zurückkehren und diesen Streik abwenden!‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Jetzt ist ein Zeitpunkt erreicht, wo sich auch die Politik kümmern muß. Der Bundesverkehrsminister kann sich nun nicht mehr aus der Verantwortung davonstehlen.‘
Noch gibt es aus der Zeit der Deutschen Bundesbahn zahlreiche Beamte, die ihren Dienst in den Führerständen der Lokomotiven verrichten. Die Politik hat eine Privatisierung gewollt. Aber der Betrieb eines öffentlichen Verkehrsmittels ist ein Stück staatlicher Daseinsvorsorge. Daher trägt insbesondere der Bundesverkehrsminister die Verantwortung für einen zuverlässigen Eisenbahnbetrieb.
Gerade in München gibt es mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ein leuchtendes Beispiel, daß es sehr gut möglich ist, in einem Unternehmen Personal aus unterschiedlichen Tarifverträgen einzusetzen. Also gibt es keinen Grund, ‚übergeordnete‘ Ziele beim Tarifkonflikt bei der Eisenbahn auszufechten. Das Management der Bahn kann doch ganz entspannt auf entsprechende gesetzliche Regelungen warten, wenn sie denn überhaupt kommen sollten.
Der Schaden, den das System Eisenbahn durch diesen Streik erleidet ist unermeßlich groß. Dieser Schaden muß abgewendet werden.
‚Ich habe die Verantwortlichen der GDL als vernünftige und sachlich handelnde Personen kennen gelernt. Die Manager der Deutschen Bahn müssen jetzt ein Angebot auf den Tisch legen und verhandeln, damit eine Einigung möglich wird!‘, sagt Nagel abschließend.
Erzwingungsstreiks bei der Deutschen Bahn
Der Erzwingungsstreik bei der Deutschen Bahn beginnt am 17. Oktober 2014 um 15:00 Uhr im Güterverkehr und am 18. Oktober 2014 um 02:00 Uhr im Fern- und Regionalverkehr. Der Streik endet am 20. Oktober 2014 um 04:00 Uhr.
Die Deutsche Bahn präsentiert sich in den Medien als offener Gesprächspartner, der mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ‚am liebsten sofort‘ sprechen möchte. Das Problem ist aber, dass sie selbst nach vier harten Streiks immer noch lediglich nur darüber reden will, ‚wie die GDL für andere Berufsgruppen verhandeln könnte‘. GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky: ‚Diese Aussage ist zwar schick verpackt, jedoch ohne Substanz.‘ Denn der GDL geht es nicht um das Wie, sondern um das Was. Sie fordert inhaltliche Verhandlungen für ihre Mitglieder. Und das verweigert die DB, obwohl ihr die Tarifvertragsentwürfe für das Zugpersonal dazu seit Monaten vorliegen. Es geht um Überstundenbegrenzung, bessere Schichtpläne, fünf Prozent mehr Tabellenentgelt, überhaupt um verbesserte Arbeitszeitregelungen. Weselsky: ‚Es wird Zeit, dass die DB die Fakten akzeptiert.‘ Sie hat der GDL selbst bescheinigt, dass sie mit 51 Prozent die Mehrheit der 37.000 Beschäftigten in den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) der DB organisiert.
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