Fahrgastverband dankt den Lokführern

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 09.11.2014 (36/2014)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Nach den für die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) sehr erfolgreichen Entscheidungen der Arbeitsgerichte wurde der Lokführerstreik vorzeitig abgebrochen. Zwar gibt es immer noch schwerwiegende Auswirkungen, aber die Betriebsaufnahme für den Berufsverkehr am Montag wird dadurch wesentlich erleichtert.

‚Wir danken den Lokführern, daß sie wieder vorzeitig in ihre Führerhäuser zurückgekehrt sind‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Dies zeigt einmal mehr, daß auch die Führung der Lokführergewerkschaft mit Augenmaß handelt. Schon mit der rechtzeitigen Ankündigung ist die Gewerkschaft einer zentralen Forderung des Fahrgastverbandes nachgekommen.‘

Wenig hilfreich waren die Versuche der Politik, den Fahrgästen zu helfen, wie es auch vom Fahrgastverband gefordert wurde. Es darf nicht vergessen werden, daß durch den politischen Willen der Beamtenstatus für neue Lokführer abgeschafft wurde. Noch funktionieren die Ersatzfahrpläne einigermaßen, da es noch Beamte aus der Zeit der früheren Deutschen Bundesbahn gibt. Deren Anzahl vermindert sich allerdings von Monat zu Monat.

‚Wir freuen uns, daß die Politiker jetzt einmal den Wert des Linienverkehrs für alle Mitbürger begreifen. Daher begrüßen wir auch Initiativen, die den Betrieb der Eisenbahnen als Daseinsvorsorge unterstützen. Allerdings darf dies nicht zu Einschränkungen der vom Grundgesetz geschützten Rechte führen. Der richtige Ort, um diese Fragen zu klären ist der beheizte Sitzungssaal in Karlsruhe und nicht ein kalter Bahnsteig des bundeseigenen Verkehrsunternehmens‘, sagt Nagel.

Der Fahrgastverband fordert, daß sich die Tarifparteien am Verhandlungstisch einigen. Die Deutsche Bahn bleibt aufgefordert, auch unterschiedliche Tarifverträge zuzulassen, bis dies durch den Gesetzgeber und die Rechtsprechung abschließend geklärt ist.

Ganz abwegig waren einige persönliche Angriffe gegen die Vertreter der Gewerkschaft. Die persönliche Unversehrtheit hat über allen Meinungsverschiedenheiten zu stehen. Auch in schwierigen Situationen werden sich die Werte unserer Gesellschaft bewähren und dürfen nicht für kurzfristige Belange aufgegeben werden.

Mann fällt ins U-Bahngleisbett

Am Freitag, 07. November 2014, 13:05 Uhr, befand sich ein 70-jähriger Münchner auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofes Odeonsplatz. Aufgrund von akuten Kreislaufproblemen stürzte der 70-Jährige und fiel in den Gleisbereich der U-Bahn. Ein 39-jähriger Polizeibeamter aus München, der sich privat in den U-Bahnhof aufhielt, sah den Vorfall, eilte zu dem Mann und zog ihn wieder auf den Bahnsteig zurück. Weitere Zeugen des Vorfalls betätigten sofort den Nothalt an der Notrufsäule am Bahnsteig. Der 70-Jährige wurde vom Rettungsdienst Vorort ambulant behandelt.

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Vortrag mit Diskussion: Herausforderung S-Bahn München

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 07.11.2014 (35/2014)

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Der Streik der Lokführer hat wieder einmal den Blick dafür geschärft, wie unverzichtbar die S-Bahn für München ist. Aber das System S-Bahn stößt im Regelbetrieb an seine Grenzen. Unter dem Motto ‚Fahrgäste im Dialog‘ veranstaltet die Aktion Münchner Fahrgäste in Zusammenarbeit mit dem Verkehrszentrum des Deutschen Museums einen Vortrag mit anschließender Diskussion: Herausforderung S-Bahn München – ein System an den Grenzen der Leistungsfähigkeit?‘. Der Referent ist Bernhard Weisser, Geschäftsleiter Produktion der S-Bahn München. Die Veranstaltung findet im Verkehrszentrum auf der Schwanthalerhöhe, Bavariapark 5, am Donnerstag, 13. November 2014 um 18:30 Uhr statt. Der Eintritt kostet 3 Euro, Mitglieder des Deutschen Museums und des Fahrgastverbandes sind frei. Erreichbar ist das Museum mit den MVV-Verkehrsmitteln U4 und U5 U-Bahnhof Schwanthalerhöhe. Im Anschluß an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Streik bei der Deutschen Bahn

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Lokomotivführer, Lokrangierführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten, Ausbilder, Instruktoren und Trainer in den Eisenbahnverkehrsunternehmen der Deutsche Bahn (DB) am

Mittwoch, den 5. November von 15 Uhr im Güterverkehr und von Donnerstag, den 6. November von 2 Uhr im Personenverkehr bis zum gemeinsamem Ende am Montag, den 10. November 2014 um 4 Uhr zu einem Arbeitskampf aufgerufen.

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Jetzt ist Frau Merkel am Zug!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.11.2014 (34/2014)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft zu einem Streik auf, der am Mittwoch um 15 Uhr beginnt und am Montag um 4 Uhr beendet wird. Dies wird zwangsläufig gravierende Folgen für die Fahrgäste haben. Der beste ‚Ersatzfahrplan‘ kann keinen Lokführer ersetzen und nur das elende Los der Fahrgäste dadurch lindern, daß sie schon im Voraus wissen, daß ihr Zug nicht fährt.

‚Die Politik hat diesen Streikschlamassel ausgelöst. Wir fordern nun Frau Merkel auf, endlich zu handeln!‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Ein Telefonanruf genügt, dann macht das bundeseigene Verkehrsunternehmen ganz sicher ein Angebot über das auch die GDL bereit ist, zu verhandeln.‘

Immer wieder muß man daran erinnern, daß auch heute noch Beamte treu ihren Dienst in den Führerständen und den Stellwerken verrichten. Genauso wie die Polizei und die Feuerwehr, neben vielen anderen Funktionsträgern, vom Streikrecht ausgenommen sind, so war es auch bis zur Gründung der Deutschen Bahn Aktiengesellschaft. Und es war nicht so schlecht.

Wenn die Politik an das geplante Gesetz zur Tarifeinheit glaubt, dann ist es doch jetzt ein Irrsinn, diesen Tarifkonflikt so auf die Spitze zu treiben. Man könnte ja auch die Gültigkeit des Gesetzes in Ruhe abwarten und solange eben nach verschiedenen Tarifen entlohnen. Dies funktioniert in München beispielsweise ganz gut, die Münchner Verkehrsgesellschaft hat Mitarbeiter mit verschiedenen Tarifverträgen.

Es stellt sich auch die Frage, warum gerade der Verkehrsbereich so häufig bestreikt wird. Eine mögliche Antwort ist, daß es eben zu Lasten Dritter, nämlich der Fahrgäste geht. Die Besitzer von Monatskarten haben bereits bezahlt und die Dienstwagen der Politiker fahren auch. Also hält sich der Leidensdruck bei den Entscheidern in Grenzen. Würde Frau Merkel frierend auf einem zugigen Bahnsteig stehen, würden ihr ganz schnell Lösungen einfallen. Das ist sicher.

‚Wir danken an dieser Stelle für die rechtzeitige Ankündigung des Streiks. Damit kommen die Lokomotivführer einer unserer zentralen Forderungen nach. Jetzt kommt es dennoch darauf an diesen Streik auf dem Verhandlungswege zu vermeiden‘, sagt Nagel abschließend.