Trauer um Karl-Heinz Dix

Am 30. Dezember 2015 ist Karl-Heinz Dix nach langer schwerer Krankheit im Krankenhaus in Fürstenfeldbruck verstorben. Er war seit 1980 bei der Münchner Tageszeitung tz in verschiedenen Bereichen tätig. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war aber immer der Verkehr und die Eisenbahn. Mit viel Hintergrundwissen und großer Sorgfalt ging er den Themen nach und hinterfragte die Sachverhalte auch kritisch. Aus seiner Feder stammt ein Buch über die Münchner S-Bahn, das er zusammen mit Horst Staimer verfaßte. Mit unzähligen Artikeln griff er Sachverhalte mit Verbesserungspotential bei der Bahn auf. Auch für die weiß-blaue Farbgebung der Münchner Trambahn hatte er sich eingesetzt und sich über das ‚Lila-Kuh-Design‘ erregt. Dix engagierte sich vielfältig sowohl kommunalpolitisch, wie auch beim Münchner Presseclub und dem Bayerischen Journalisten-Verband (BJV).

‚Mit dem Tod von Karl-Heinz Dix ist eine wichtige Stimme für die Bahn und den Linienverkehr verstummt‘, sagt Andreas Nagel von der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Es war immer sehr angenehm mit ihm zu fachsimpeln oder ihn als Schaffner bei der Museumsbahn im Chiemgau zu treffen. Wir werden uns immer gerne an ihn erinnern.‘

Die Trauerfeier für Karl-Heinz Dix findet am Freitag, 29. Januar 2016, um 10 Uhr in der Aussegnungshalle des Waldfriedhofs in Fürstenfeldbruck statt. Seine Urne wird später in Salzburg beigesetzt.

Streik bei BOB und Meridian ist frech und unverschämt

Nur mit Bestürzung kann die Aktion Münchner Fahrgäste die Ankündigung des Warnstreiks bei BOB und Meridian zur Kenntnis nehmen. Erst gegen 17 Uhr hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) einen Warnstreik, der am Dienstag, 19. Januar 2016 beginnen soll, angekündigt. Der Deutsche Wetterdienst hat von Montag 19 bis Dienstag 10 Uhr eine amtliche Wetterwarnung vor strengem Frost herausgegeben.

‚Ein so kurzfristig angekündigter Warnstreik ist bei diesen Witterungsbedingungen frech und unverschämt!‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die Tarifautonomie und die Grundrechte der Beschäftigten sind ein hohes Gut. Sie verlangen aber auch einen verantwortungsvollen Umgang damit.‘

Der Fahrgastverband stand bei anderen Arbeitskampfmaßnahmen schon mehrfach in gutem Kontakt beiden Seiten der Tarifparteien. In vielen Gesprächen konnte Verständnis für die Belange der Fahrgäste, die ja mit dem Kauf ihrer Fahrkarte nur einen sehr indirekten Einfluß auf die Entlohnung haben, geweckt werden. Die Streikankündigungen hatten dann auch einen wesentlich längeren Vorlauf.

Nachdem ’nur‘ noch die Anrechnung von Fahrten zum Dienstort strittig sind, solte die Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) und der Verhandlungsführer der EVG sich an den Verhandlungstisch begeben – und den Warnstreik noch kurzfristig abwenden.

‚Frierende Schulkinder dürfen nicht Opfer von Tarifauseinandersetzungen werden‘, sagt Nagel abschließend.