Abriß Bahnhof 3

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 23.06.2000 (14/2000)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Wieder fällt ein Stück Münchner Trambahngeschichte der Spitzhacke zum Opfer: Der Bahnhof 3 an der Westendstraße wird zur Zeit abgerissen. Leider konnte sich der Stadtrat nicht zu einem vollständigen Erhalt durchringen. Es bleibt nur etwa die Hälfte stehen – und die wird zur Zeit sogar für den Inselbetrieb der Tram 18 und 19 benützt. Wenn es auch den Fahrgästen zunächst einmal egal sein kann, wo die Trambahnen gewatet werden, so wird die verkehrspolitische Diskussion selbstverständlich auch von den Kapazitäten der Infrastruktur bestimmt. Auch auf die Kosten haben weite Ein- und Ausrückwege ihren Einfluß.

Zur Zeit ist die Verwaltung der Landeshauptstadt München damit beauftragt, die Frage zu klären ob im restlichen Bahnhof 3 das ‚Münchner Trambahnmuseum‘, der Omnibusclub und die Feuerwehr einen Unterschlupf erhält. Wir können uns nur wünschen, daß die Verantwortlichen den Mut haben, dieses Vorhaben zuzulassen.

Bilder vom Bahnhof 3

Tausendfaches Glück

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 26.05.2000 (13/2000)

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Termin: Sonntag, 28. Mai 2000, Karlsplatz (Stachus), Trambahnhaltestelle Tram 17, 18 Richtung Sendlinger Tor um 11.00 Uhr

Der Termin eignet sich zur Bildberichterstattung!

Die Fahrgäste haben noch einmal Glück gehabt. Was als ‚Leistungsprogramm 2000/2001‘ von den SWM-Verkehrsbetrieben geplant war, nämlich der Einstieg in den 20-Minuten-Takt bei der Trambahn am Wochenende und die Kürzungen bei der U-Bahn, wurde auf Drängen von Bezirksausschüssen und Fahrgastinitiativen vom Stadtrat verhindert.

Wir weisen die Fahrgäste, die in den Genuß dieser ‚Nichtverschlechterung‘ kommen, auf diesen Umstand mit einem ‚Glückspfennig‘ hin. Natürlich werden nicht in den um 11.00 Uhr vorbeikommenden Zügen alle Tausend Fahrgäste sitzen. Linienverkehr ist aber ein Stück Daseinsvorsorge. Die zuständige Gebietskörperschaft, hier die Landeshauptstadt München, muß auch Menschen ohne Auto eine angemessene Mobilität garantieren.

Grundsätzlich muß der Stadtrat wieder über das Leistungsangebot in der Stadt entscheiden. Die Verkehrsunternehmen können nicht für die Verkehrspolitik verantwortlich sein. Ein Unternehmen muß darauf achten, daß die Kasse stimmt – und nicht mehr.

Alte MVV-Fahrkarten kaufen!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 24.05.2000 (12/2000)

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Meistens will niemand etwas Altes – bei Fahrkarten ist dies anders, denn diese sind bis Samstag, 27. Mai 2000, noch billiger. Wer also in nächster Zeit noch Streifenkarten benötigt, kann mit den alten Karten noch bis zum 31. August 2000 fahren. Wer die Fahrkarten zurückgeben will, dem werden dann allerdings 3 Mark abgezogen.

Dieser Hinweis ärgert die Verantwortlichen des MVV. Uns ärgert aber, daß bezahlte Fahrkarten plötzlich nicht mehr gelten sollen. Deshalb haben wir auch schon vorgeschlagen, daß wenigstens ein ‚Mindesthaltbarkeitsdatum‘ aufgedruckt wird. Es wäre sehr kundenfreundlich, wenn alle Fahrscheine unbegrenzt gültig bleiben würden. Denn immerhin ist es ja ein kostenloses Darlehen für die MVV-Verkehrsunternehmen.

Garantie ohne Wert

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.04.2000 (11/2000)

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Wird beim MVV die Zweiklassengesellschaft eingeführt? Einmal Fahrgäste, die bei der S-Bahn ohne zu Murren warten müssen, und einmal U-Bahnfahrgäste, die mit einer vermeintlichen Verspätungsgarantie fahren? Es ist dringend notwendig, daß Maßnahmen für einen pünktlichen und zuverlässigen Betrieb ergriffen werden. Das größte Sorgenkind ist dabei die S-Bahn. Grundsätzlich ist es auch begrüßenswert, wenn sich ein Verkehrsunternehmen, wie hier die SWM-Verkehrsbetriebe, an der eigenen Nase packt und eine Pünktlichkeitsgarantie gibt. Aber eine Garantie, bei der wesentliche Faktoren wie Falschparker und schlechtes Wetter, also alle äußeren Störenfriede, ausgeschlossen sind, ist nicht viel wert. Und an den Verwaltungsaufwand, der für die Fahrgelderstattung notwendig ist, möchten wir lieber gar nicht denken.

Die MVV-Verkehrsmittel eignen sich nicht für parteipolitische Süppchen. Es ist nur von komödiantischem Wert die Vor- und Nachteile einer S(toiber)-Bahn und einer U(de)-Bahn zu erörtern, denn bezahlt wird beides von unserem Steuer- und Fahrgeld. Daß die jeweiligen Aufgabenträger, die Landeshauptstadt München und der Freistaat Bayern, ihre Fahrgäste unterschiedlich behandeln wollen ist kein zukunftsweisender Weg! Richtig ist es jedenfalls nicht, Fahrgäste im MVV einmal mit und einmal ohne Garantie fahren zu lassen.

Erfolg für München

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 16.03.2000 (10/2000)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der Einsatz von Bürgern, Fahrgästen und Bezirksausschüssen hat sich gelohnt: Der Münchner Stadtrat hat den Kahlschlag bei den weiß-blauen U-Bahnen und Trambahnen verhindert. Danke! Wir gehen auch davon aus, daß sich der Oberbürgermeister als Vorsitzender des Aufsichtsrates bei der Umsetzung der Beschlüsse durchzusetzen weiß.

Allerdings müssen auch die Lehren aus dieser Situation gezogen werden: Verkehrspolitik muß im Rathaus gemacht werden. Der MVV muß als Gesellschaft der Aufgabenträger wieder verstärkt in die Verkehrsplanung einbezogen werden und die SWM-Verkehrsbetriebe müssen sich endlich auf ihr Kerngeschäft, die kostengünstige Erbringung von Verkehrsleistungen konzentrieren. Leider ist dann da kein Platz für Farbexperimente und eine aufwendige Selbstdarstellung. Die Werbung der SWM-Verkehrsbetriebe ist wohl gelungen, da kann der MVV mit seinen teilweise sehr planen Sprüchen nicht mithalten.

Die Diskussion über das Leistungsprogramm 2001/2002 muß frühzeitig beginnen. Ein konstruktiver Dialog von Anfang an mit den Fahrgästen und den Bezirksausschüssen ist sicher der bessere Weg. Denn unter Zeitdruck entstehen nun mal keine optimalen Lösungen.

Wir schlagen eine erste Diskussionsrunde nach den Sommerferien vor, denn dann können die berechtigten Wünsche eingehend geprüft und besprochen werden.