Halbe Sache mit Verspätung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 03.11.2000 (24/2000)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Mit einem Jahr Verspätung, da gab ’s leider keine ‚Pünktlichkeitsgarantie‘, wird die Beschleunigung der Trambahn vom Hauptbahnhof Richtung Pasing eingeweiht. Allerdings fehlt das Stück von der Lautensackstraße bis zum Pasinger Bahnhof. Damit wird das Versprechen von Oberbürgermeister Christian Ude konterkariert, das den Erhalt der Trambahn nach Pasing auch nach U-Bahneröffnung beinhaltete. Wir kennen das ja schon. In eine Strecke wird solange nichts investiert, bis die Schäden eine Stillegung einfach erforderlich machen – die Sachzwänge also. Genauso geht es der Tram 12, die bisher nicht beschleunigt wurde und im letzten Leistungsprogrammvorschlag sogar radikal reduziert werden sollte.

Wir vermissen den richtigen Elan bei den Beschleunigungsmaßnahmen. Auch beim Bus ist nach der Linie 58 nichts mehr geschehen. Aber anstatt sich um Verbesserungen im Fahrbetrieb zu kümmern ruft man einfach nach Tariferhöhung. So einfach ist das.

Wir fordern die sofortige Planung von Beschleunigungsmaßnahmen auf der Tram 19 für die gesamte Tram 19 und die konsequente Fortsetzung des Programms. Im übrigen wurde ja versprochen, daß die eingesparten Züge an anderer Stelle fahren sollen. Da können wir uns eine Verstärkung der Tram 20 nach Moosach oder die Ergänzung der Tram 27 nach Schwabing vorstellen.

Straßenfest „70 Jahre Trambahn Moosach“

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 27.10.2000 (23/2000)

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Sonntag, 29. Oktober 2000, 11:00 bis 16:00 Uhr
Moosacher Bahnhofsvorplatz:

Zum Abschluß der Feierlichkeiten zum Jubiläum der Trambahn nach Moosach findet als gemeinsame Veranstaltung des Bezirksausschuß 10 (Moosach) und der Aktion Münchner Fahrgäste ein Straßenfest statt.
Vorgesehen sind Sonderfahrten mit historischen Fahrzeugen zwischen Moosach und Westfriedhof.

Die Aktion Münchner Fahrgäste baut ihre Gartentrambahnanlage auf und ist mit einem Infostand präsent. Der Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr zeigt aktuelle Schaubilder zur Münchner Verkehrspolitik. Boomerang veranstaltet lustige Spiele für Kinder. Der Bund Naturschutz kritisiert den U-Bahnbau. Die Eisenbahnerphilatelisten haben extra einen Sonderstempel bei der Deutschen Post beantragt, der nur an diesem Tag verwendet wird. Der Faschingsclub Moosach zeigt seine Kostüme. Die Freiwillige Feuerwehr zeigt ihre Löschfahrzeuge. Die Freunde des Münchner Trambahnmuseums zeigen die Geschichte des beliebten weiß-blauen Münchner Verkehrsmittels. Der Jiu-Jitsu-Verein München zeigt in zwei Vorstellungen sein Können. Der Kulturverein ‚Linie 1‘ trägt zur musikalischen Gestaltung bei. Der MVV beantwortet alle Fragen zu Tarif und Fahrplan. Der Omnibusclub München ist vertreten. Pro Bahn informiert über die Münchner Umlandbahn. Die Straßenbahnfreunde München zeigen Bilder einer guten alten Zeit. Der Sozialverband VdK informiert über seine Arbeit. Die Spatenbrauerei sorgt fürs Bier zum günstigen Preis.

Aktuelle Verkehrspolitik in Moosach

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 19.10.2000 (22/2000)

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In Rahmen der Feierlichkeiten ’70 Jahre Trambahn Moosach‘, die der Bezirksausschuß 10 (Moosach) gemeinsam mit uns veranstaltet, bitten wir um Beachtung folgender Termine:

1. Verkehrspolitische Diskussion:
Montag, 23. Oktober 2000, 19:00 Uhr im ‚Alten Wirt Moosach‘ (Tram 20, Bus 41, 36 ‚Pelkovenstraße‘)
Nach einem historischen Rückblick von Volker Laturell mit Dias aus der Zeit des Trambahnbaus wenden wir uns aktuellen Problemen der Verkehrspolitik zu: Die Vorsitzende des Bezirksausschuß 10, Johanna Salzhuber, berichtet von den laufenden Anliegen der Moosacher Bürger, Dipl.-Ing. Dieter Kubisch vom BN trägt seine Kritik am U-Bahnbau vor und Andreas Barth von Pro Bahn stellt die Münchner Umlandbahn vor.

2. Fest auf dem Moosacher Bahnhofsvorplatz:
Sonntag, 29. Oktober 2000, 11:00 bis 16:00 Uhr
Vorgesehen sind Sonderfahrten mit historischen Fahrzeugen zwischen Moosach und Westfriedhof, Infostände der Verkehrsinitiativen und vom MVV. Die Moosacher Vereine und die Freiwillige Feuerwehr beteiligen sich natürlich auch aktiv. Die Spatenbrauerei sorgt fürs Bier.

Ude ist kein Preistreiber beim MVV

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 18.10.2000 (21/2000)

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Steigende Preise beim MVV mißfallen uns natürlich. Vor der Wahl, entweder weniger Busse und Bahnen oder ein Preisaufschlag – da zahlen wir dann doch lieber mehr. Der große Ärger sind aber die ungerechten Preissprünge an den Zonengrenzen. Darauf haben wir schon zu oft hinweisen müssen.

Alleine ist der Oberbürgermeister aber nicht verantwortlich, denn die Aufgabenträger, also die Landeshauptstadt München, der Freistaat Bayern und die MVV-Landkreise müssen die Entscheidungen treffen. Dies geschah eigentlich immer recht einmütig.

Das richtige Rezept für stabile Preise ist wie immer ein attraktives Angebot und niedrige Herstellungskosten. Da sind natürlich die Verkehrsunternehmen gefragt. Und dort wird längst nicht alles getan. Da gibt es die vielfach beklagte Parallelwerbung und ein überzogener Verwaltungsaufwand, der immer mehr Personal erfordert.

Wir wünschen uns endlich mehr beschleunigte Linien auch im Busbereich und eine Konzentration auf die vielbeschworenen Kernkompetenzen. Und ganz nebenbei – Konkurrenz schadet auch in diesem Gewerbe nicht.

MVV-Fahrgastbeirat soll Handyverbot abschaffen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 15.10.2000 (20/2000)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Bei der öffentlichen Sitzung des MVV-Fahrgastbeirates am 16. Oktober 2000 um 17:30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Münchner Rathauses werden wir die Abschaffung des Handyverbotes in Trambahn und Bus und eine Ertüchtigung der U-Bahn für Mobilfunk fordern. Es bleibt einfach widersinnig, daß es vom jeweiligen Betreiber abhängt, ob mobile Telefone erlaubt sind oder nicht. Was in der S-Bahn funktioniert, muß auch in der U-Bahn klappen. Gerade die verwinkelten unterirdischen Gänge rufen bei vielen ein ungutes Gefühl hervor. Da wäre es natürlich sehr hilfreich, wenn mit dem eigenen Handy schnell und unauffällig Hilfe geholt werden könnte. Die alte Mär von den technischen Störungen ist in vielen anderen Städten längst widerlegt.

Wir verkennen nicht, daß sich am Anfang viele Fahrgäste durch das Telefonieren gestört fühlten. Aber entweder hat man sich zwischenzeitlich daran gewöhnt oder die Handybesitzer sind disziplinierter geworden. Langfristig läßt sich das Verbot sowieso nicht durchsetzen – und ein paar üble Situationen wären den Fahrgästen und dem Personal ohne dieses Verbot erspart geblieben.

Wir wissen nicht, wie sich die Mitglieder des Fahrgastbeirates entscheiden werden, aber wir freuen uns auf eine interessante Diskussion.