Heute im Stadtrat: SWM-Leistungsprogramm 2001/2002

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 05.02.2001 (01/2001)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Nach dem Frontalangriff des letzten Jahres auf den Linienverkehr in München sind die Angebotsänderungen des jetzigen Vorschlages angemessen. Allerdings werden den Münchnern drei Trambahnzüge fehlen.

Bei allen Beschleunigungsmaßnahmen war Konsens, daß die eingesparten Fahrzeuge nicht ersatzlos wegfallen, sondern an anderer Stelle eingesetzt werden. So entstand zum Beispiel die Tram 16 als Verstärkung für die 17er.

Bei der am 5. November 2000 in Betrieb genommenen Beschleunigung der Tram 18/19 wurden nach Angaben der SWM-Verkehrsbetriebe drei Züge eingespart.

Gerade im Zusammenhang mit der drastischen, bis zu 10-prozentigen MVV-Tariferhöhung kann der Wegfall der 3 Trambahnzüge nicht hingenommen werden.

Wir fordern eine Verstärkung der Tram 27 zwischen Sendlinger Tor und Scheidplatz. Die Tram 27 ist sehr gut besetzt, eigentlich mehr überfüllt. Eine zweite Trambahnlinie nach Schwabing ist eine langjährige Forderung, die jetzt ohne zu großen finanziellen Aufwand erfüllt werden kann.

Wohin mit den Weihnachtseinkäufen?

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 02.12.2000 (28/2000)

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Wer als MVV-Fahrgast schwer beladen an den Marienplatz kommt – erlebt eine bittere Enttäuschung: Die Schließfächer fürs Gepäck sind wieder mal – oder eigentlich immer noch defekt. Die Schließfachanlage, von den SWM-Verkehrsbetrieben errichtet, dann an einen anderen Betreiber weitergereicht hat noch nie richtig funktioniert. Wir haben dieses Jahr bereits darauf hingewiesen und es bleibt uns unverständlich, warum am kleinsten Landbahnhof ein Gepäckschließfach vorhanden ist, nicht aber am zentralen Umsteigepunkt Marienplatz.

Es ist endlich Zeit, daß für die MVV-Fahrgäste eine funktionierende Anlage errichtet wird. Dies kann nicht unlösbar schwer sein.

Gerade in der Weihnachtszeit kann ein Gepäckschließfach gute Dienste leisten. Solange die Anlage nicht funktioniert, sollte wenigstens eine manuelle Gepäckaufbewahrung vorhanden sein. Und am besten wäre es, wenn es für MVV-Kunden nichts kosten würde.

Auf unserer Internetseite www.Fahrgaeste.de kann man sich ein Bild von der Defekten Anlage machen. (Themen der letzten Wochen)

Pressegespräch zum MVV-Tarif 2001

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 26.11.2000 (27/2000)

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Die Aktion Münchner Fahrgäste ist seit 1989 aktiv. Wir haben uns erfolgreich für den Erhalt der weiß-blauen Trambahn als System neben Bus und U-Bahn eingesetzt. Wir vertreten Fahrgastbelange und beschäftigen uns daher mit Tarif und Betriebsdurchführung.

Die für 2001 geplante Fahrpreiserhöhung lehnen wir ab. Bisher haben wir Erhöhungen mitgetragen, einfach aus der Überlegung heraus, daß ein ‚Zehnerl‘ mehr allemal besser ist, als eine Angebotsreduktion. Eine zusätzliche Taxifahrt belastet den Geldbeutel ja ganz erheblich.

Die Erhöhung für den Einzelfahrkarten- und Streifenkartenkunden im Jahr 2000 und jetzt wieder im Jahr 2001 übersteigt jedoch das Verantwortbare. Die Kundengruppe der Gelegenheitsfahrer darf nicht einfach ‚abgezockt‘ werden. Zumal da auch der Zeitkartenkunde bei Verlassen seiner Ringe auf die Einzelfahrkarten und die Streifenkarte angewiesen ist.

Grundsätzlich müssen wir das Verfahren zur Preisbestimmung kritisieren: Bisher mußte wenigstens in öffentlicher Sitzung ein Beschluß des Münchner Stadtrates herbeigeführt werden. Da waren wenigstens noch Änderungen möglich. Beispiel ist die freie Fahrt für die Zamperl. Jetzt entscheiden ausschließlich Beamte der Verwaltung über den Tarif. Das wäre noch hinzunehmen, wenn die Verkehrsangebote über einen Wettbewerb der Unternehmen zustandegekommen wären. Noch gibt es hier aber Monopole, die durch Konzessionen geschützt sind.

Wir fordern einen transparenten Entscheidungsprozeß: Die begründeten Vorstellungen der Verkehrsunternehmen werden vorgetragen – und die Gesellschafterversammlung entscheidet nach Anhörung der Fahrgastverbände. Besser wäre allerdings, wenn die Beschlüsse wieder im Stadtrat gefällt würden. Denn dort wird auch über den Zuschuß für den Linienverkehr entschieden.

Wir kritisieren die absolute Höhe dieser Tariferhöhung! Ein Sprung von 10 Prozent für die Streifenkarte ist nicht tragbar. Wir können uns dies nur damit erklären, daß diese bei den Münchnern beliebte Fahrkarte, die aber von den Verkehrsunternehmen nicht gerne gesehen wird (man braucht ein spezielles Automatenfach), künstlich ins Abseits gestellt werden soll. Die Erhöhung der grünen Karte um 6,2 Prozent zeugt nicht von einer umweltfreundlichen Verkehrspolitik.

Viele bereits in der Vergangenheit vorgetragenen Punkt bleiben weiter unerledigt:

  • Zeitkarten mit Beginn der Gültigkeit an jedem Tag
  • 24-Stundenkarte statt Tageskarte
  • Ungerechtigkeit beim Überfahren von Zonengrenzen (2 Bahnhöfe sind eine Kurzstrecke, ab dem dritten Bahnhof ist es eine 2-Zonenfahrt)

Und das Theater mit der Rückgabe nicht aufgebrauchter Streifenkarten: Wir fordern einfach ein Mindesthaltbarkeitsdatum von 5 Jahren, das auf jede Fahrkarte aufgedruckt wird. Der Rückgabezirkus und die Gebühr von 3 Mark sind für den Fahrgast unerträglich.

Wir fordern einen Nachbesserungsbeschluß der Gesellschafterversammlung.

Wir werden uns mit Flugblättern und Unterschriftenlisten wieder an die Haltestellen und Bahnhöfe begeben. Ab sofort kann unter der Internetadresse www.Fahrgaeste.de ein Dokument für die Unterschriftenliste heruntergeladen werden.

4 Prozent, 5 Prozent … darf “s ein bißchen mehr sein???

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 22.11.2000 (26/2000)

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Der MVV will seine Tarife erhöhen. Am Freitag, 24. November 2000 soll die Gesellschafterversammlung (Freistaat, Landeshauptstadt und Landkreise) den entsprechenden Beschluß fassen. Bisher waren sich die Verkehrsunternehmen noch nicht einig, diese Einigkeit soll in einer vorgeschalteten Verbundratssitzung hergestellt werden. Die Öffentlichkeit und die demokratischen Gremien bleiben außen vor. Lediglich der Aufsichtsrat der Stadtwerke muß dann noch zustimmen – wohl eine reine Formsache. Mit der privatrechtlichen Organisation der Stadtwerke hat der Stadtrat hier sein Mitspracherecht aufgegeben.

Wir meinen: Ein MVV-Tarif, der lediglich in den nichtöffentlichen Sitzungsälen zustandegekommen ist, kann so einfach nicht genehmigt werden. Es muß der kritischen Öffentlichkeit und den Fahrgastvertretungen möglich sein, gegenteilige Ansichten vorzubringen.

Hinter vorgehaltener Hand konnte man zwar im Rathaus ein paar Dinge in Erfahrung bringen – recht überzeugend waren sie nicht.

Wir sind der Ansicht, daß nach der kräftigen Tariferhöhung in diesem Jahr (6,6 Prozent) nicht schon wieder 5 Prozent fällig sein können. Bei drei Prozent könnte man es mit einem ’naja‘ durchgehen lassen. Wir, die Aktion Münchner Fahrgäste, haben bisher die Tariferhöhungen im Grundsatz mitgetragen, da eine Leistungseinschränkung das größere Übel gewesen wäre. Aber in einem Jahr, in dem bei der Stadt sogar mit Leistungseinschränkungen hingenommen werden mußten sind 5 Prozent wirklich zuviel.

Das Angebot XXL (Tageskarte für die erste Außenzone) mildert wohl den Groll der Landkreise, allerdings bleibt das Unding mit der 10-streifigen Mehrfachkarte. Hier waren es früher 12 Streifen, also eine Zahl, die auch durch 4 und 6 teilbar ist. Daß wir Monatskarten und Wochenkarten haben wollen, deren Geltung an einem beliebigen Tag beginnt und nicht nur am Montag und am Monatsersten ist hinlänglich bekannt.

Das ‚Mindesthaltbarkeitsdatum‘ für die Streifenkarte würde des ewige Gezänk um die Rückgabe von Karten und die freche Bearbeitungsgebühr von drei Mark überflüssig machen.

Wir fordern, daß der neue MVV-Tarifwunsch der Verkehrsunternehmen erst öffentlich diskutiert wird, bevor die MVV-Gesellschafterversammlung darüber beschließt.

Wir sagen zu 3 Prozent ’naja‘, aber zu 5 Prozent NEIN!

Streit um Christkindl-Trambahn

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 19.11.2000 (25/2000)

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Seit 1994 gibt es in München eine Christkindl-Trambahn. Nach mehrjährigen Versuchen, ein solches Vorhaben zu realisieren, sprach der Oberbürgermeister, Christian Ude, damals ein Machtwort. Mit einer Woche Vorbereitungszeit wurde von den SWM-Verkehrsbetrieben und der Aktion Münchner Fahrgäste gemeinsam die Christkindl-Trambahn auf ihrer Ringlinie von der Theatinerstraße über Wiener Platz, Isartor, Sendlinger Tor zum Stachus eingesetzt. Wobei die SWM-Verkehrsbetriebe das Fahrzeug stellten, der Fahrer, das Personal und die Organisation kam von uns. Die ganze Sache war ein großer Erfolg und die Medien haben ausführlich und stets positiv darüber berichtet.

Leider erhielten wir auf Nachfrage in diesem Jahr am 29. September von einem Sachbearbeiter ein Schreiben mit den lapidaren Sätzen ‚Dank unserer ausgebauten Marketingkapazitäten werden wir ab diesem Jahr selbst eine Weihnachtstram zu Werbezwecken für die SWM-Verkehrsbetriebe organisieren. Wir gehen davon aus, daß Sie Verständnis dafür haben, daß wir unsere Fahrzeuge zu unseren Zwecken einsetzen wollen.‘

Wenig Verständnis hatten wir. Und auf abermalige Intervention des OB-Büros wurde uns eine Ecke im ‚Rollenden Christkindlmarkt‘ der SWM-Verkehrsbetriebe angeboten.

Beim ‚Rollenden Christkindlmarkt‘ handelt es sich um einen P-Zug, der von einer Agentur betrieben wird. Er verkehrt täglich auf derselben Strecke jeweils von 16:00 bis 20:00 Uhr und am Wochenende von 11:00 bis 20:00 Uhr.

Ohne Einfluß auf die Organisation konnten wir uns nicht für eine direkte Mitwirkung entscheiden. Wir setzen uns dafür ein, daß das bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement weitergeführt werden kann. Der Überschuß unserer Veranstaltung kam übrigens einem gemeinnützigen Zweck zugute. Wir wollen wie bisher eine historische Christkindl-Trambahn (M/m-Zug), die zur angenehmen Pause im Weihnachtstrubel einlädt. Wir haben viel Zeit und Geld in das langfristig angelegte Projekt investiert. Es wäre traurig, wenn dies vergeblich gewesen wäre.