Wolnzach-Express fährt am 12. und 13. August 2006

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 10.07.2006 (03/2006)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

  • Wolnzacher Volksfest im Stundentakt per Bahn erreichbar
  • Bahnstrecke Rohrbach-Wolnzach Markt soll für Personenverkehr reaktiviert werden
  • Aktion Münchner Fahrgäste organisiert modernen Sonderzug als Beispiel für einen möglichen künftigen Personenverkehr
  • Sponsoren für die Sonderfahrt gesucht

Auf der derzeit lediglich für den Güterverkehr genutzten Bahnstrecke zwischen Rohrbach und Wolnzach Markt könnte schon bald wieder ein regelmäßiger Zugverkehr für die vielen Pendler nach München und Ingolstadt stattfinden. Die Haltepunkte wären: Jebertshausen (möglicher Park & Ride Bahnhof direkt an der Autobahn) – Wolnzach Markt – Gosseltshausen – Burgstall – Rohrbach (Umsteigen in Regionalzüge nach München und Ingolstadt). Die Fahrgastinitiative Aktion Münchner Fahrgäste setzt sich dafür ein, dass der so genannte ‚Wolnzach-Express‘ bei der geplanten Vergrößerung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) als neue Regionalbahnlinie ähnlich wie die bisher sehr erfolgreiche Stichstrecke Dachau-Altomünster betrieben wird. ‚In Zeiten ständig steigender Spritpreise steigen immer mehr Menschen wieder auf die Bahn um‘, so Stefan Hofmeir von der Aktion Münchner Fahrgäste. Auch eine aktuelle ADAC-Studie beweist: Wer sein Auto stehen lässt und mit der Bahn zur Arbeit fährt, spart im Schnitt 45 Prozent an Fahrkosten.

Um die Wolnzacher Bevölkerung auf den Geschmack zu bringen, wird die Aktion Münchner Fahrgäste am ersten Volksfestwochenende (12. und 13. August) einen modernen und bequemen Leichttriebwagen im Stundentakt zwischen Rohrbach und Wolnzach Markt verkehren lassen. Die erste und letzte Fahrt wird sogar bis nach München führen. Für Bahnfans werden auch Fahrten zum aktuellen Streckenende hinter Jebertshausen angeboten. Zum Einsatz kommt an den beiden Tagen ein Talent-Triebzug der Bayerischen Oberlandbahn. Talent steht für ‚Talbot Leichtbau Niederflur Triebzug‘. Die genauen Fahrzeiten werden noch bekannt gegeben (Samstag: Betrieb von ca. 12 bis ca. 21.45 Uhr (10 Fahrten), Sonntag: Betrieb von ca. 11 bis ca. 18.45 Uhr (8 Fahrten)).

Neben den Sonderfahrten soll es auch ein interessantes Rahmenprogramm nicht nur für Bahnfans geben. Firmen und Vereine, die sich an dem Aktionstag in Rohrbach oder Wolnzach beteiligen wollen, wenden sich an die Aktion Münchner Fahrgäste (Stefan Hofmeir, Tel: 089/48951048 oder Email: aktion@wolnzach-express.de). Insbesondere werden auch noch Sponsoren gesucht, die die Bereitstellung des Sonderzuges mitfinanzieren.

Ein Ausbau der Strecke für einen Linienbetrieb hätte auch viele Vorteile für die Anwohner. Dann gäbe es wieder einen gesicherten Zugbetrieb per Lichtsignale und moderner Steuerungstechnik, die derzeit beim Güterverkehr störenden Pfeifsignale wären dann Vergangenheit.

Endlich ist die neue Münchner Tram 23 planfestgestellt

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 02.07.2006 (02/2006)

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Im Jahre 1997 wurde der erste Beschluß zur neuen Tram 23 in die Parkstadt Schwabing gefaßt – und schon nach 10 Jahren, im Frühjahr 2007, sollen die Bauarbeiten ernsthaft beginnen, vorausgesetzt es fehlt jetzt nicht an den notwendigen Finanzen. Dies ist eine unerträglich lange Zeit. In anderen Städten wurden komplett neue Straßenbahnnetze errichtet oder Netzergänzungen realisiert, die wesentlich länger als die 3 Kilometer von München sind. Aber wir freuen uns, daß ein wesentliches Schrittchen zur Realisierung getan worden ist. Die Regierung von Oberbayern hat ja nicht den Ruf dem Schienenverkehr an der Oberfläche besonders zugetan zu sein. Jetzt kommt es darauf an, wenigstens die Folgeschritte in einer angemessen kurzen Frist zu erledigen.

Mit der Tram 23 käme es zur ersten wirklichen Neubaustrecke, denn die erfolgreichen Linien 17 und 25 wurden auf Strecken neu errichtet, auf denen schon früher weiß-blaue Trambahnen verkehrten.

Wir begrüßen die Investitionen in die neue Tram 23 sehr, denn es wird ein leistungsfähiges und attraktives Verkehrsmittel mit einem überschaubaren Aufwand an finanziellen Mittel geschaffen.

Mit der Inbetriebnahme der Tram 23 werden auch wieder alle Pessimisten erkennen müssen, daß weder der Individualverkehr unzumutbar behindert wird noch daß die Fahrgäste ausbleiben. Wie groß war das Geschrei beim Wiederaufbau der Trambahnstrecke vom Ostfriedhof zum Max-Weber-Platz. Der Stau auf der Straße ist sowohl am Max-Weber-Platz, wie auch auf der ganzen Strecke ausgeblieben. Und wollte jemand heute die Tram 25 auch nur teilweise einstellen, so wäre ein Bürgerbegehren zu ihrer Rettung ein leichtes.

Wir fordern von der Regierung nun eine schnelle und positive Bearbeitung des Förderantrages und von den Stadtwerken München einen zügigen Bau der neuen Strecke. Auch die Verlängerung der neuen Trambahnlinie sollte sofort in Angriff genommen werden … denn es könnte ja wieder 10 Jahre dauern …

Schneefall – Betriebschaos – Informationschaos

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 05.03.2006 (01/2006)

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In München ist Schnee gefallen, 50 Zentimeter: Deshalb wurde der Betrieb von S-Bahn, Trambahn und Bus eingestellt. Unglaublich. Die Anstrengungen, den Betrieb wieder aufzunehmen, sind unbemerkbar. Das Ausrückgleis der Trambahn vom Betriebshof ist mittags um 12 immer noch nicht frei, es arbeitet aber auch niemand daran. Die Straßen sind relativ frei, Autos fahren – Busse natürlich nicht. Die S-Bahnen fahren wenigstens teilweise, insbesondere die Flughafenlinie S8 – aber mit der besonders fahrgastfreundlichen Verspätung von 18 Minuten. Wer pünktlich zum Zug geht kann so wenigstens sehen, daß gefahren wird.

100 Prozent Betriebsausfall lassen sich zu 20 Prozent auf den Schnee, aber zu 80 Prozent auf organisatorisches Unvermögen zurückführen.

Dazu ein paar Beispiele:

– Als die Verkehrsbetriebe noch nicht privatrechtlich organisiert waren, gab es genügend schienengebundene Schneepflüge, die sogar die ganze Nacht im Einsatz waren, damit die Gleise und Weichen frei blieben. Jeder, der für einen schneefreien Gehweg zu sorgen hat, weiß, daß sich frisch gefallener Schnee sehr leicht räumen läßt, Eis dagegen nicht.

– Die gute alte Bundesbahn warb mit dem Slogan: Alle reden vom Wetter – wir nicht. Dies ist leider lange vorbei. Es ist ja auch ganz klar, daß eine Eisenbahn nicht mehr funktionieren kann, wenn alle Weichen zentral von München aus gestellt werden. Dies ist das neue ‚Schönwetterkonzept‘.

– Für viel Geld wurde, mit finanzieller Unterstützung durch den Freistaat Bayern, das Fahrgastinformationssystem verbessert. Der Fahrgast merkt dies, da nach einem Klingklang-Gong die Ansage ertönt: ‚Auf Grund der Witterungsverhältnisse verspäten sich alle S-Bahnzüge oder fallen aus.‘ – Wer hätt’s gedacht? Dann kommt wieder eine automatische Ansage: ‚Die S-Bahn … hat 20 Minuten Verspätung. Aber nach drei Minuten fährt der entsprechende Zug ein. Prima. Früher wurde wenigstens nichts falsches gesagt, weil gar nichts gesagt wurde.

– Stunden nach Ende des Schneefalls waren die Bahnsteigkanten am Ostbahnhof, dem Sitz der S-Bahn, immer noch nicht geräumt.

– Aktuelle Informationen sollte es doch heutzutage im Internet geben. Die MVV-Homepage weiß gar nichts. Bei der elektronischen Fahrplanauskunft verkehren alle Verkehrsmittel, also auch Trambahn und Bus, so wie es im Fahrplan steht. Die MVG- Homepage hat einen Ticker: +++ Alle Buslinien +++ alle Straßenbahnlinien +++ wer’s weiß kann ergänzen +++fahren nicht +++. Die S-Bahn-Hompage kennt 3 Linien, die wieder befahren werden und gibt den Hinweis: ‚Alle anderen Strecken werden, wie auch der innerstädtische Tram- und Busverkehr, sind unterbrochen.‘ ??? Alles klar!. Aber es gibt ja noch eine kostenpflichtige Hotline. (Wir sparen uns den Anruf.)

Eigentlich sollte ein Betriebsleiter, der den Betrieb einstellen muß, weil er alle erforderlichen Hilfsmittel wegrationalisiert hat, sein Amt zur Verfügung stellen. Wahrscheinlich kassiert er aber dafür eine Prämie. Wir empfehlen den verantwortlichen Damen und Herren ein Betriebspraktikum in Norwegen oder Schweden. Dort funktioniert ein schienengebundenes Verkehrsmittel auch im Winter. Auch in München waren Schnee und die Maßnahmen zu seiner Beseitigung früher nicht unbekannt.

Tariferhöhung 2006

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 09.12.2005 (08/2005)

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Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund will schon wieder die Fahrpreise erhöhen. Leider finden diese Erhöhungen nun im Jahresrhythmus statt. Die heute von der MVV-Gesellschafterversammlung beschlossene Tariferhöhung ist besonders für die große Zahl der Streifenkartenkunden ärgerlich. Der Preis von 10,50 Euro ist nicht sehr automatenfreundlich. Entweder ist die Geldrückgabe wieder gänzlich gesperrt, der Münzbehälter des Automaten leer – oder man bekommt sehr viel Rückgeld. Auch will der MVV seine Kunden weiter umerziehen, denn der Preis für eine Fahrt mit einem Einzelfahrschein und Geldkartenrabatt bleibt gleich. Die Streifenkarte war aber die beliebteste Fahrscheinart und brachte das meiste Geld in die Kasse. Natürlich bleibt auch der ärgerliche Umtauschzirkus von alten Fahrkarten erhalten. Wir fordern hier, wie bisher, endlich den Aufdruck einer Mindesthaltbarkeit, wenn nicht eine ‚ewige‘ Gültigkeit möglich ist.

Die Verbesserungen durch die IsarCard 9:00 Uhr sind zu begrüßen, wenn es auch um den symbolträchtigen Namen schade ist. (Verkauf im Abo: 12 mal fahren – 10 mal zahlen.)

Leider fehlen neue innovative Tarifangebote, die den ständig ansteigenden Freizeitverkehr in die Linienverkehrsmittel locken. Auch die Kapazitäten außerhalb der Hauptverkehrszeiten werden nicht durch ein neues Tarifangebot besser ausgenutzt.

Ärgerlich ist auch der Tarifwechsel im April: Alle Tarifinformationen müssen neu angebracht werden. Eine Haltestelle die zum Fahrplanwechsel sowieso neue Informationen erhält, muß ein zweites Mal angefahren werden. Keine richtige Kostenersparnis.

Es hätte dem MVV gut angestanden, im nächsten Frühjahr auf eine Tariferhöhung zu verzichten, insbesondere im Bartarif. Leider entzieht sich das Verfahren der Tariferhöhungen völlig der demokratischen Kontrolle. Die beiden großen Gesellschafter, vertreten durch Oberbürgermeister Ude und Verkehrsminister Huber einigen sich – und die anderen Gesellschafter dürfen zustimmend nicken. Daß sich der MVV im Vorfeld mit den Fahrgastinitiativen oder gar seinem eigenen Gremium, dem MVV-Fahrgastbeirat, ins Benehmen setzt bleibt ein Wunsch – aber ein berechtigter.

Der Wolnzach-Express fährt am 10. Dezember

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 12.11.2005 (07/2005)

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  • Bahnstrecke Rohrbach-Wolnzach Markt soll für Personenverkehr reaktiviert werden
  • Aktion Münchner Fahrgäste will am 10. Dezember modernen Sonderzug als Beispiel für einen künftigen Personenverkehr fahren lassen
  • Sponsoren für die Sonderfahrt gesucht
  • Bahnstrecke feiert 111-jähriges Jubiläum

Wolnzach/München, 12. November 2005 – Auf der derzeit lediglich für den Güterverkehr genutzten Bahnstrecke zwischen Rohrbach und Wolnzach Markt könnte schon bald wieder ein regelmäßiger Zugverkehr für die vielen Pendler nach München und Ingolstadt stattfinden. Die Haltepunkte wären: Wolnzach Markt – Gosseltshausen – Burgstall – Rohrbach. Die Fahrgastinitiative Aktion Münchner Fahrgäste setzt sich dafür ein, dass der so genannte ‚Wolnzach-Express‘ bei der geplanten Vergrößerung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) als neue Regionalbahnlinie ähnlich wie die bisher sehr erfolgreiche Stichstrecke Dachau-Altomünster betrieben wird. ‚In Zeiten immer höher steigender Spritpreise steigen immer mehr Menschen wieder auf die Bahn um‘, so Stefan Hofmeir von der Aktion Münchner Fahrgäste. Auch eine brandaktuelle ADAC-Studie beweist: Wer sein Auto stehen lässt und mit der Bahn zur Arbeit fährt, spart im Schnitt 45 Prozent an Fahrkosten.

Um die Wolnzacher Bevölkerung auf den Geschmack zu bringen, will die Aktion Münchner Fahrgäste am Samstag, den 10. Dezember, einen modernen und bequemen Leichttriebwagen mehrmals zwischen Rohrbach und Wolnzach Markt verkehren lassen. Die erste und letzte Fahrt soll sogar bis nach München führen. Es wurde bereits ein privates Bahnunternehmen gefunden, das den Betrieb an diesem Tag durchführen kann. Die genauen Fahrzeiten werden noch bekannt gegeben. Neben den Sonderfahrten soll es auch ein interessantes Rahmenprogramm nicht nur für Bahnfans geben. Firmen und Vereine, die sich an dem Aktionstag in Rohrbach oder Wolnzach beteiligen wollen, wenden sich an die Aktion Münchner Fahrgäste (Stefan Hofmeir, Tel: 089/48951048 oder Email: aktion@wolnzach-express.de). Insbesondere werden auch noch Sponsoren gesucht, die die Bereitstellung des Sonderzuges mitfinanzieren.

Fast genau auf den Tag feiert die Strecke auch ihr 111-jähriges Jubiläum. Am 6. Dezember 1894 verkehrten auf der Bahnlinie erstmals Züge. Ein Ausbau der Strecke für einen Linienbetrieb hätte auch viele Vorteile für die Anwohner. Dann gäbe es wieder einen gesicherten Zugbetrieb per Lichtsignale und moderner Steuerungstechnik, die derzeit beim Güterverkehr störenden Pfeifsignale wären dann Vergangenheit.

Nachtrag:

Die Fahrt musste auf Frühjahr verschoben werden, da die DB Netz AG Süd in München keine Sondergenehmigung beim Eisenbahn Bundesamt (EBA) eingereicht hat. Wir versuchen die Sonderfahrt spätestens im Frühjahr 2006 nachzuholen.