Wie befürchtet: Der MVV erhöht die Preise

Um durchschnittlich 3,8 Prozent werden die MVV-Fahrpreise zum 1. Juli 2008 erhöht. Dies ließ Oberbürgermeister Christian Ude, Vorsitzender der MVV-Gesellschafterversammlung, einen Tag nach Abschluß der Kommunalwahlen in Bayern verkünden.

Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste, vermisst neue Ideen. ‚München braucht attraktivere Tarifangebote, die vorhandene Kapazitäten besser auslasten und die Stadt vom Autoverkehr entlasten,‘ meint Nagel. Auch die überproportionale Erhöhung bei den Kinderfahrscheinen passt nicht in die Zeit.

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Geheime Kommandosache: MVV-Tariferhöhung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 17.03.2008 (11/2008)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Es war jedem klar, daß sich der MVV-Tarif wieder erhöhen wird. Aber, daß genau der Tag nach den kommunalen Stichwahlen zur Veröffentlichung der Fahrpreiserhöhung gewählt wird, befremdet wohl jeden Fahrgast. Wieder wurde der MVV-Fahrgastbeirat nicht um eine Stellungnahme gebeten, noch die Münchner Fahrgastverbände. Dabei geht es uns nicht nur um die absolute Prozentzahl, sondern auch um die vielen ärgerlichen ‚Nebenbestimmungen‘ des MVV-Tarifes. Auch sehen wir einen direkten Zusammenhang mit den angebotenen Leistungen. In der U-Bahn werden uns überfüllte Züge angeboten, die S-Bahnen fahren schon gar nicht mehr im 10-Minuten-Takt.

Wie schon so oft bemängelt, gibt es keinen richtigen Zeitpunkt, um Vorschläge zum Tarif zu machen. Entweder man wird angelogen: ‚Niemand denkt an eine Tariferhöhung!‘ oder es ist zu spät, weil die Gesellschafter schon beschlossen haben.

Die Ungerechtigkeit mit den Zonengrenzen bleibt bestehen, auch der Unfug mit den Zeitkarten, die an die Kalenderwoche und den Kalendermonat gebunden sind.

Was fordert die Aktion Münchner Fahrgäste? Klare Transparenz der Entscheidungen. Eine MVV-Tariferhöhung muß wieder im Münchner Stadtrat beschlossen werden. Denn die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ist in Wirklichkeit für die Tarife verantwortlich. Und daß es sich hierbei um eine kommunale Gesellschaft handelt wird uns ja bei jeder Gelegenheit eingebleut.

Die überproportionale Erhöhung für Kinder paßt zwar nicht in die Zeit. Aber man muß zugeben, daß Kinder im MVV, gerade auch bei Fahrten ins Umland, sehr günstig fahren. Wenn die Erhöhung aber nur ein Fünftel von einem Fünftel der Kinder betrifft, muß man sich fragen warum der MVV diese geringen Einnahmen überhaupt braucht. Sinnvoll wäre doch die Mitnahmeregelung für Kinder bis 14 Jahre auf alle Fahrkarten auszudehnen. Denn die Kurzstrecke kostet sonst für Kinder genausoviel wie für einen Erwachsenen.

Was wir vermissen, ist ein attraktives Zusatzangebot für Zeitkartenkunden, die zum Beispiel am Wochenende den Geltungsbereich ihrer Karte erweitern wollen: München braucht attraktivere Tarifangebote, die vorhandene Kapazitäten besser auslasten und die Stadt vom Autoverkehr entlasten.

Neue Streichungen im Fernverkehr der DB

DB AG macht sich für die Teilprivatisierung fit
Aufgabenträger des SPNV fordern verantwortungsvollere Verkehrspolitik des Bundes

Mit Bestürzung hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAG-SPNV) festgestellt, dass die DB Fernverkehr GmbH zum Fahrplanwechsel im Juni erneut deutschlandweit ihr Angebot reduziert. Betroffen seien hauptsächlich Züge oder Teile ihres Laufweges in Tagesrandlage, zum Beispiel der samstägliche Intercity von Berlin nach Szczecin.

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Adler fährt wieder

Im Mittelpunkt des Museumsjahres 2008 steht der restaurierte Adler. Er wird im Frühjahr zu verschiedenen Fahrten auf die Reise gehen. Bei der Vorstellung des Jahresprogramms zeigte sich der Direktor des DB Museums, Dr. Jürgen Franzke, am Dienstagabend in Nürnberg zufrieden mit der Entwicklung der Besucherzahlen. In diesem Jahr werden in den Museumsräumen selbst erneut zahlreiche Besucher zu drei verschiedenen Ausstellungen erwartet.

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Nächtlicher Automatenaufbruch vereitelt

Polizei stellt flüchtige Täter nach kurzer Verfolgung am Haltepunkt Arnbach
In einer gemeinsamen Polizeiaktion haben Beamte der Münchner Bundespolizei und der Polizeiinspektion Dachau in der Nacht auf den 11. März 2008 den Aufbruch eines Fahrkartenautomaten am Haltepunkt Arnbach vereitelt. Einer Polizeistreife gelang es, die beiden Täter nach kurzer Verfolgung festzunehmen.

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