Bund und Freistaat stoppen den Transrapid

Bundesverkehrsminister Tiefensee und der Bayerische Ministerpräsident Beckstein haben da Aus für den Transrapid verkündet. Die Verbindung zwischen dem Münchner Flughafen und dem Hauptbahnhof hätte nach neuen Berechnungen der Industrie 3,4 Milliarden Euro gekostet. Diese Summe wollte niemand mehr finanzieren. Nach dem Abschied vom Prestigeprojekt Magnetbahn fordert die Aktion Münchner Fahrgäste nun schnelle Verbesserungen im S-Bahnsystem. ‚Die S8 muss jetzt im 10-Minuten-Takt fahren,‘ meint Andreas Nagel, Sprecher der Fahrgastinitiative.

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Münchner S-Bahnlinie 8 muß alle 10 Minuten zum Flughafen fahren!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 27.03.2008 (12/2008)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Nachdem die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Bayern die Verbindung des Münchner Flughafens mit dem Hauptbahnhof mit einer Magnetschwebebahn nicht mehr für realisierbar halten, muß nun schnell gehandelt werden. Die Denkverbote für alternative Verbesserungen sind ja jetzt wohl aufgehoben. Als Sofortmaßnahme zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2008 fordern wir einen 10-Minuten-Takt auf der S-Bahnlinie S8. Dazu kann eine der aus dem Münchner Westen kommenden Linien ab dem Ostbahnhof verlängert werden. Die Strecke zwischen Ismaning und Flughafen bietet genügend Kapazität, das Stück zwischen Ostbahnhof und Ismaning kann mit verbesserter Signaltechnik zu mehr Leistungsfähigkeit gebracht werden. Mittelfristig müssen die Güterzüge kreuzungsfrei eingefädelt werden. Aber auch bei der S1 muß es Verbesserungen geben. Das Teilen der Züge in Neufahrn war eine gute Zwischenlösung, führte aber zu viel Verdruß bei den Fahrgästen. Einmal bestand immer die unbegründete Befürchtung, daß man sich im falschen Zugteil befindet – und nicht genügend Zeit zum Umsteigen vorhanden wäre. Zum anderen kostete an An- und Abkoppeln der Flügelzüge unverständlich viel Zeit. Hier fordern wir eine getrennte Linie nach Freising und zum Flughafen.

Das Scheitern des wichtigsten Verkehrsprojektes der Bayerischen Staatsregierung zeigt, daß solch wichtigen Infrastrukturprojekte nur im Konsens verwirklicht werden können. Wir haben schon immer befürchtet, daß es im Jahr 2010 weder einen Transrapid, noch einen zweiten S-Bahntunnel, noch die Trambahnnordtangente geben wird. Und wir werden leider Recht behalten werden.

Daher ist unsere zentrale Forderung, daß es einen runden Tisch mit Bund, Freistaat, den betroffenen Gemeinden und den Verkehrs- und Umweltinitiativen gibt, an dem eine Verständigung auf machbare und finanzierbare Projekte herbeigeführt wird. All die vielen Millionen, die für Untersuchungen, Planungen und das Planfeststellungsverfahren vergeudet wurden, fehlen an den Stellen, an denen oft schon mit vergleichsweise geringen Beträgen wesentliche Verbesserungen erreichbar wären.

Wir sind den Streit der verschiedenen Verantwortlichen aus den unterschiedlichen Gebietskörperschaften wirklich leid. Als Fahrgäste und Steuerzahler haben wir das Recht auf einen sparsamen und vernünftigen Umgang mit unserem Geld!

Busse und Bahnen im Modell

Für Sammler von Nahverkehrsmodellen gibt es wieder interessante Neuigkeiten. So hat Brekina auf der Spielwarenmesse 2008 ein wunderschönes Modell von einem KMO 160 vorgestellt. Das ist ein Bus, der bei Krauss-Maffei in München-Allach gefertigt wurde. Einen guten Überblick gibt es im Internet unter www.nahverkehrsmodelle.de über viele Fahrzeuge im MVV-, MVG- oder RVO-Design. Und beim Infokiosk am Stachus kann man die Modelle auch dreidimensional anschauen.

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XXL-Hybridbus wird in Münchnen getestet

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) testet in den kommenden Tagen einen umweltfreundlichen Hybridbus. Das doppelgelenkige Niederflurfahrzeug stammt von dem Schweizer Hersteller Hess AG. Sein Hybridantrieb wurde von Vossloh Kiepe, Düsseldorf, entwickelt. Der Großraumbus ist 24,7 Meter lang und 2,55 Meter breit. Zwei gelenkte Achsen sorgen dafür, dass der vierachsige Bus trotz seiner Überlänge genauso wendig und sicher fährt wie ein herkömmlicher Gelenkbus. Das Fahrzeug wird ab Donnerstag, 20. März 2008, probeweise auf der MetroBus-Linie 54 eingesetzt. Am Ostersonntag dient der Bus als Zubringer zwischen dem Bahnhof Giesing und dem MVG Museum.

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