Betrunken ins Gleis gefallen und gerettet

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 31.05.2010 (33/2010)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Für alle Beteiligten ist ein gefährlicher Vorfall relativ glimpflich ausgegangen. Am Montag, 31. Mai 2010, ist um 05:52 Uhr ein 23 Jahre alter Mann aufgrund seiner starken Alkoholisierung am Haltepunkt Karlsplatz (Stachus) der Münchner S-Bahn vom Bahnsteig ins Gleis gefallen, Einem anderen aufmerksamen Fahrgast ist es gelungen, den Mann in den Fluchtraum unter dem Bahnsteig zu ziehen und sich selbst wieder auf den Bahnsteig zu retten. ‚Wir freuen uns über dieses positive Beispiel der Zivilcourage‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Gerade für solche Situationen geben die Polizeibehörden wertvolle Hinweise bei den Verhaltenstrainings für Fahrgäste.‘

Das Polizeipräsidium München, die Bundespolizei und die Aktion Münchner Fahrgäste veranstalten kostenlose Kurse bei denen gezeigt wird, wie man selbst gefährliche Situationen vermeidet und wie man anderen helfen kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Die Termine und das Anmeldeformular findet man im Internet unter www.fahrgaeste.de. Die nächste Veranstaltung unter dem Motto ‚Mit Herz und Verstand handeln – Notfall? Du hilfst – ich auch!‘ findet am Montag, 7. Juni 2010, statt.

Der Fahrgastverband weist darauf hin, daß es neben den strafrechtlichen Folgen einer solchen Tat auch zivilrechtliche Forderungen geben kann. Die Kosten für einen Ausfall von Zügen und anderer Maßnahmen steigen dabei sehr schnell in beachtliche Höhen.

Betrunkene, Grapscher, Abzieher – Wie schütze ich mich?

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 20.05.2010 (32/2010)

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Erstes Verhaltenstraining am Bahnhof Holzkirchen begeistert

[Gemeinsame Pressemitteilung der Bayerischen Oberlandbahn, der Aktion Münchner Fahrgäste und der Bundespolizeiinspektion Rosenheim]

Wie schütze ich mich in Notsituationen? Wie kann ich helfen, wenn andere zum Opfer werden? Wann soll und wann muss man eingreifen? Diese und ähnliche Fragen haben 14 Frauen und Männer aus München, Holzkirchen und dem Umland am Dienstagabend (18. Mai 2010) am Holzkirchner Bahnhof gestellt. Sie bekamen Antwort und zwar von fachkundiger Stelle. In Vorträgen und Übungen schilderten die Bundespolizei und die Berufsfeuerwehr München zusammen mit der Aktion Münchner Fahrgäste, worauf es bei Notfällen ankommt. Ausgerichtet wurde das Verhaltenstraining von der Bayerischen Oberlandbahn.

Unter dem Motto „Mit Herz und Verstand handeln: Notfall? Du hilfst – Ich auch!‘ erhielten die Teilnehmer Ratschläge und praktische Tipps. Andreas Nagel von der Aktion Münchner Fahrgäste appellierte, in Gefahrensituationen nicht wegzusehen, sondern entschlossen und überlegt einzuschreiten.

Wie man konkret handeln sollte, führten die Beamten der Bundespolizeidirektion München, Hans-Werner Faust und Hartmut Brach vor. Sie erläuterten, welche Sitzbereiche in einem Zug sicherer sind als andere. Außerdem zeigten die Bundespolizisten, wo sich die typischen „Rettungsinseln‘, wie etwa Notbremse oder Notruf, befinden und wie man diese bedient. In einem eigens für das Training zur Verfügung gestellten Zug der Bayerischen Oberlandbahn durften die Besucher dann auch selbst trainieren. Sie lernten in Rollenspielen, sich und andere beispielsweise vor Betrunkenen, Grapschern, oder Abziehern zu schützen, ohne sich selbst zu gefährden. Schnell stellte sich heraus, dass Schüchternheit nicht angebracht ist, wenn es darum geht, andere Fahrgäste direkt zur Mithilfe aufzufordern. Deutlich wurde auch, dass man keine Kampfausbildung braucht, um Zivilcourage zu zeigen. Gegen Gewalt kann jeder schon etwas tun, wenn er sein „Gefahrenradar‘ sensibilisiert und im Notfall Hilfe anbietet oder organisiert.

Zum Abschluss des Informationsabends durften die Teilnehmer nach Einweisung von Peter Scheibengraber und Oliver Reinke von der Feuerwache 7 der Münchner Berufsfeuerwehr mit einem Defibrillator üben. Sie lernten, wie einfach sie in Kombination mit Wiederbelebungsmaßnahmen Menschenleben schnell retten können. Das Erste-Hilfe-Gerät dient dazu, ein Herzkammerflimmern, das meist einem plötzlichen Herztod vorausgeht, mit gezielten Stromstößen zu unterbrechen. Die Anwesenden waren erstaunt, wie unkompliziert die Bedienung des Defibrillators ist, der inzwischen auch in vielen Bereichen des öffentlichen Nahverkehrs bereitgehalten wird, beispielsweise am Bahnhof Holzkirchen.

Das nächste kostenlose Verhaltenstraining in Holzkirchen findet am 24. Juni von 15:45 Uhr bis 20:00 Uhr in den Schulungsräumen der Bayerischen Oberlandbahn am Bahnhofsplatz 8 statt. Anmeldungen sind im Internet unter www.fahrgaeste.de möglich.

Stimmen zum Verhaltenstraining:

Manuela Werbinek aus Holzkirchen zeigte sich nach der Veranstaltung begeistert: „Die Kombination aus Theorie und Praxis hat mir sehr gefallen. Das Training war richtig realitätsnah. Ich habe gute Tipps bekommen, wie ich mich in Notsituationen verhalten soll. Die angesprochene Trillerpfeife werde ich mir auf jeden Fall besorgen, um in einem möglichen Notfall auf mich aufmerksam machen zu können. Ganz wichtig fand ich auch die Erklärung der Sicherheitseinrichtungen im Zug oder am Bahnsteig.‘

Die Holzkirchnerin Christa Holub freute sich darüber, beim Verhaltenstraining dabei gewesen zu sein: „Ich glaube, bei mir sind jetzt einige Wissenslücken zum Verhalten in Notsituationen geschlossen. Ich fühle mich sehr viel sicherer und weiß, was ich im Fall der Fälle tun sollte. Richtig gut waren aus meiner Sicht die Übungssituationen im Zug. Wenn es notwendig ist, kann man die konkreten Tipps sicher wieder abrufen.‘

Auch Wolfgang Haunschild, ebenfalls aus Holzkirchen, betont: „Ich habe bei dieser Veranstaltung konkrete Informationen erhalten, wie man tatsächlich helfen kann, wenn es darauf ankommt. An den Defibrillator etwa habe ich mich bislang nicht wirklich getraut. Jetzt weiß ich, wie einfach es ist, mit diesem Gerät Leben zu retten. Das Training ist meiner Meinung nach für jeden ein Gewinn. Eigentlich sollte hier jeder Zugpendler einmal dabei gewesen sein.‘

Rückfragehinweis:

Rainer Scharf (MSc)
Pressesprecher | Öffentlichkeitsarbeit

Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim
Tel.: 08031/8026-2200 | Fax: 08031/8026-2299
E-Mail: rainer.scharf@polizei.bund.de
Internet: www.bundespolizei.de

Geld besser in größere Fahrzeuge investieren

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 17.05.2010 (31/2010)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Stadtwerke München haben nun einen R2-Zug modernisiert. Insgesamt sollen 50 Fahrzeuge einem ‚Redesign‘ unterzogen werden und dabei erneuert und auch optisch neu gestaltet werden. Aus dem Betrieb hört man ständig Klagen, daß nicht genügend Fahrzeuge vorhanden sind. Daher sind auch noch drei alte P-Züge im Einsatz. Leider werden die Entscheidungen über die Beschaffung von Fahrzeugen nicht mehr in öffentlichen Sitzungen des Münchner Stadtrates getroffen, sondern vielleicht in den geheimen Hinterzimmern. Dabei kommt das Geld entweder von den Fahrgästen, den Energiekunden der Stadtwerke oder dem Steuerzahler.

‚Mich schmerzt jeder Euro, der in diese Fahrzeuge investiert wird, solange nicht genügend Züge in einer angemessenen Größe vorhanden sind‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚München braucht dringend mehr große Trambahnzüge, die dann zum Beispiel auf der wichtigen Trambahnlinie 27 eingesetzt werden könnten.‘

Mit der Vorstellung des neu lackierten Zuges wird leider auch das Versprechen des Münchner Oberbürgermeisters, Christian Ude, gebrochen, der den Erhalt der traditionellen weiß-blauen Farbgebung für diese Fahrzeuge zugesagt hatte. ‚Lila Kuh‘ wurde das erste R3-Fahrzeug mit der neumodischen Farbgebung damals von den Bürgern getauft.

Die Fahrzeugtypen der Münchner Trambahn werden mit Buchstaben gekennzeichnet. Allerdings beginnt das Münchner Alphabet mit einem ‚Z‘, da der allererste Typ zunächst vergessen wurde. Das neueste Fahrzeug ist mit einem ‚S‘ gekennzeichnet.

Wann fährt die Trambahn nach St. Emmeram?

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 13.05.2010 (30/2010)

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Am Freitag, 14. Mai 2010, um 11:30 Uhr eröffnen die Münchner Stadtwerke einen Infocontainer am Cosimabad zum Thema Trambahn nach St. Emmeram. Hoffentlich wird dort auch die wichtigste Frage in einer für die Bürger und Fahrgäste zufriedenstellenden Weise beantwortet: Wann fährt der erste Zug. In allen Publikationen war die Inbetriebnahme für das Frühjahr 2011 versprochen worden. Aber im kürzlich verbreiteten Leistungsprogramm findet sich der Begriff ‚Herbst‘ in diesem Zusammenhang.

Natürlich ist der Bau einer Trambahnstrecke ein unvorstellbar kompliziertes Vorhaben. Aber eine Vorgehensweise, die den Anliegern eine Bauzeit über zwei Sommer zumutet, ist nicht hinnehmbar. Die Erfahrungen beim Bau der Tram 23 an der Münchner Freiheit haben gezeigt, daß die Bürger viel eher bereit sind, Einschränkungen hinzunehmen, wenn dann auch ein Ende absehbar ist.

‚Ich hoffe, daß der Münchner Oberbürgermeister den Spatenstich in der nächsten Woche so kraftvoll durchführt, daß das versprochene Datum zur Inbetriebnahme eingehalten werden kann‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste und Mitglied im zuständigen Bezirksausschuß Bogenhausen.