„Sardinen im Untergrund“

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 23.06.2010 (36/2010)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Eine Münchner Tageszeitung (Süddeutsche) beschreibt den Zustand in der Münchner U-Bahn mit dem Titel ‚Sardinen im Untergrund‘. Völlig zu Recht wird auf die immer stärkere Inanspruchnahme der U-Bahnzüge in der Münchner Innenstadt hingewiesen. Vorschläge, was zu tun wäre, finden sich schon in einem ÖV-Gutachten (Öffentlicher Verkehr) vom November 1985. Damals wurde erkannt, daß dem Linienverkehr in München die Tangentialverbindungen fehlen. Damals wurde schon die Trambahn-Westtangente und eine Trambahnverbindung von Neuhausen über Schwabing bis nach Englschalking vorgeschlagen. Obwohl nun doch schon einige Jahre vergangen sind, müssen die Fahrgäste immer noch auf diese Verbindungen warten.

Interessant wird es werden, wenn in wenigen Tagen der Münchner Stadtrat über das MVG-Leistungsprogramm 2011 entscheidet. Wird die wichtige Nord-Süd-Verbindung durch die Tram 27 endlich auf einen dichteren Takt umgestellt und mit größeren Fahrzeugen bedient? Bleibt der Metrobus 50 auch bis zum Anschluß an die S-Bahn in Moosach erhalten? Hier könnten schon einmal Signale in die richtige Richtung gestellt werden.

‚Bei dem Gedanken an eine neue U-Bahnlinie muß auch an die bereits beschlossenen Milliardenprojekte gedacht werden. Die Fahrgäste sind es leid, daß ihnen Projekte versprochen werden, deren Finanzierung nicht einmal angedacht sind‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste.

Größere Fahrzeuge und eine rasche Verwirklichung der seit Jahrzehnten geplanten Trambahntangenten können relativ kurzfristig zu einer Verbesserung der Situation führen. Auch ein Regionalzugkonzept, das vorhandene Gleise im Süden und Norden der Landeshauptstadt nutzt darf nicht mehr tabu sein.

Ausführliche Informationen über die Westtangente zeigen Wirkung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 20.06.2010 (35/2010)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die ausführlichen Informationen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und des städtischen Planungsreferates über die geplante Trambahn-Westtangente zeigen Wirkung. Die Bürger und Fahrgäste sind spürbar besser über dieses Projekt informiert und die Zustimmung wächst. Während das Projekt aus parteitaktischen Überlegungen von einzelnen Politikern mißbraucht wird, finden die sachlichen Argumente immer mehr Gehör.

‚Ich freue mich über den offenen Dialog, den die Verantwortlichen in diesem Projekt pflegen‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Alle haben den Eindruck, daß wirklich zugehört wird – und Bedenken wirklich auch Berücksichtigung finden.‘

Die Stadtratsmehrheit hat den Auftrag zur Planung der Strecke auch mit dem Wunsch nach guten Informationen für die Fahrgäste und Bürger verbunden. Dieser Weg wird dem Projekt sehr nützlich sein. Denn manche Befürchtungen lassen sich durch die Darstellung der tatsächlichen Planungen ganz leicht zerstreuen. In vielen Gesprächen mit den Fahrgästen läßt sich mittlerweile schon eine gewisse Vorfreude feststellen. So wird bald nicht mehr die Frage im Mittelpunkt stehen, ob gebaut wird, sondern wann die neue Tram 22 endlich fertig ist.

Die Trambahn-Westtangente ist schon seit Jahrzehnten Bestandteil des Nahverkehrsplanes der Landeshauptstadt München. Grundlage war die integrierte Verkehrsplanung, ein einstimmiger Stadtratsbeschluß zum Ausbau der Trambahn in München. Sie wird Fürstenried mit Neuhausen verbinden und die derzeitige Metrobuslinie ersetzen.

Der Fahrgastverband begrüßt den eingeschlagenen Weg der Verwaltung zur Beteiligung der Fahrgäste und Bürger und wünscht sich eine weitere Versachlichung der Diskussion.

Das Flugblatt der MVG ist im Internet auch im Internet zu finden:

http://www.mvg-mobil.de/projekte/westtangente/images/folder-westtangente.pdf

Bombardier liefert Straßenbahnen für Toronto

Bombardier Transportation hat am 14. Juni 2010 eine Vereinbarung mit dem kanadischen Nahverkehrsbetreiber Metrolinx zur Lieferung von 182 Straßenbahn- Fahrzeugen unterzeichnet. Metrolinx übt damit eine Option aus einem im Juni 2009 unterzeichneten Vertrag aus. Der Wert dieses Vertrags wird auf ca. 770 Millionen kanadische Dollar (745 Millionen US-Dollar, 617 Millionen Euro) beziffert. Die Auslieferung der Fahrzeuge ist für den Zeitraum von 2013 bis 2020 vorgesehen. Laut Vertrag können zu einem späteren Zeitpunkt bis zu 118 weitere Fahrzeuge bestellt werden.

Continue reading „Bombardier liefert Straßenbahnen für Toronto“ →

Herzlich willkommen VDV

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 06.06.2010 (34/2010)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) führt am 8. und 9. Juni 2010 seine Jahrestagung in München durch. Daher versammeln sich in der Bayerischen Landeshauptstadt alle Führungskräfte der deutschen Verkehrsunternehmen und -verbünde. Die Experten finden in München sicher viele gute Beispiele für einen attraktiven Linienverkehr. Dazu haben in München aber auch die Fahrgastverbände und Bürger beigetragen. So verfügt München nicht nur über ein gut ausgebautes Netz von Schnellbahnen, sondern auch über ein Trambahnnetz, das nicht nur nicht stillgelegt wurde, sondern sich zur Zeit auch im Ausbau befindet.

Der VDV vertritt nicht nur die Interessen seiner Mitglieder, sondern damit auch die Interessen der Fahrgäste. ‚Ich freue mich über die jahrelange gute Zusammenarbeit mit allen Ebenen des Verbandes‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Dem VDV ist es gelungen, die Themen einer stadtverträglichen und umweltgerechten Mobilität auch in das Bewußtsein der verantwortlichen Politiker zu bringen.‘

28 Millionen Fahrgäste zählen zu den Kunden der VDV-Unternehmen. Diese können sich nun gemeinsam mit VDV-Präsident Jürgen Fenske freuen, daß die Sparbeschlüsse der Bundesregierung nicht die Investitionen der Verkehrsunternehmen betreffen. Allerdings muß jetzt und künftig auch genügend Geld für den Erhalt und die Sanierung der bestehenden Infrastruktur bereitgestellt werden.

Allen Beteiligten an der VDV-Jahrestagung 2010 in München ist ein intensiver Erfahrungsaustausch zu wünschen, damit der Linienverkehr seine bisherigen Stärken behalten und vorhandene Schwächen ausgleichen kann. Die Fahrgastverbände werden ihren Beitrag dazu leisten.