Mehr MVV für München: Rettet den Metrobus 50!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 23.07.2010 (44/2010)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Terminhinweis:

Montag, 26. Juli 2010, 13:00, München, Marienplatz

Kundgebung der Aktion Münchner Fahrgäste

Die Forderung der Fahrgäste ist eindeutig: München braucht mehr MVV! Die Abkürzung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes steht dabei für mehr umweltfreundlichen Verkehr mit Bus und Bahn. Unabhängig vom jeweiligen Betreiber muß das erfolgreiche System des Linienverkehrs erhalten und ausgebaut werden. Die Aktion Münchner Fahrgäste und die Bürgerinitiative aus Moosach stellen dabei den Weiterbetrieb der Metrobuslinie 50 in den Mittelpunkt der Veranstaltung. Dieses Thema steht aber stellvertretend für viele andere Forderungen zum MVG-Leistungsprogramm 2011 und darüber hinaus. Zu dieser Veranstaltung sind alle Bürger und die Vertreter in den jeweiligen Entscheidungsgremien eingeladen. Der Stadtrat der Landeshauptstadt München wird am Mittwoch, 28. Juli 2010, in seiner Vollversammlung über das Leistungsprogramm entscheiden. Der Fahrgastverband und die Bürgerinitiative unterstützen alle vier Vorschläge, die der zuständige Ausschuß zur weiteren Prüfung an die Verwaltung gegeben hat. Das sind der Anschluß der Behinderten an die Münchner Freiheit, längere Betriebszeiten beim Bus und eine bessere Verbindung für die Studenten der Hochschule München.

‚Die Fahrgastzahlen steigen und steigen, das Angebot hält nicht mehr Schritt. Wir wollen auch eine Verbesserung für die Bürgerinnen und Bürger in Schwabing und Giesing, sowie den Takt Zehn bis 10 bei Trambahn und Metrobus‘, meint Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Gerade von einer rot-grünen Stadtratsmehrheit erwarten wir wesentliche Verbesserungen, die noch vor dem Jahr 2014 spürbar werden.‘

Fortsetzung von Pleiten, Pech und Pannen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 15.07.2010 (43/2010)

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Jetzt müssen die neuesten Trambahnfahrzeuge von München aus dem Fahrgastbetrieb genommen werden, weil wichtige technische Unterlagen fehlen, die für die Zulassung notwendig sind. Damit wird ein weiteres Kapitel der Serie von Pleiten, Pech und Pannen von der Münchner Verkehrsgesellschaft geschrieben. Die Fahrzeuge vom Typ ‚S‘ wurden am 19. März 2009 in München vorgestellt. Seither konnte man sehen, daß sie abgeschleppt wurden oder wenigstens noch aus eigener Kraft den Betriebshof erreichen konnten wenn sie vorzeitig aus dem Einsatz genommen werden mußten. Dabei wird man natürlich auch an das Drama mit den neuen U-Bahnzügen erinnert, die auch mit wesentlicher Verspätung geliefert wurden und trotzdem noch schwere technische Mängel aufwiesen.

Die Zulassung von Schienenfahrzeugen ist kein Hexenwerk und man ist auch nicht böswilligen Gutachtern oder verständnislosen Beamten der Aufsichtsbehörden ausgeliefert. Ganz im Gegenteil. Die Mitarbeiter der technischen Aufsichtsbehörde tun ihre Pflicht im Interesse der Fahrgäste. Zum Glück gibt es dort noch eigenen Sachverstand, der die komplizierte Technik bewerten kann.

Vielleicht muß man den Blick einfach einmal über die Stadtgrenze von der Landeshauptstadt München heben. So fahren beispielsweise in Augsburg neue Trambahnzüge, die nach unserer Kenntnis über eine endgültige Zulassung verfügen. Auch von den neuen Berliner Straßenbahnen hat man nichts negatives gehört.

‚Wir erwarten, daß die Herstellerfirma jetzt alles tut, um schnell die Zulassung für die Trambahnzüge zu erreichen und die Fahrzeuge in einen Zustand versetzt, der einen zuverlässigen Betrieb ermöglicht‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Vielleicht sollte man sich nicht so viele Gedanken um die Farbgebung machen und mehr auf die inneren Werte des Materials achten.‘

Die Zahl der Trambahnzüge ist in München zu knapp bemessen. Wichtige Verbesserungen, wie der dichtere Takt auf der Linie 27 sind nicht möglich. Wären nicht auch noch Bauarbeiten im Gleisnetz erforderlich, so müßten Fahrten ausfallen oder durch Busse ersetzt werden. Dabei muß wieder einmal daran erinnert werden, daß die Fahrgäste mit ihrem nicht zu knappen Fahrgeld auch für die Zuverlässigkeit des Systems bezahlen.

Kühlen Kopf bewahren

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 12.07.2010 (42/2010)

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Die Vorfälle in den Zügen mit den defekten Klimaanlagen sind äußerst bedauerlich und hätten niemals vorkommen dürfen. Aber dennoch sollten jetzt die Fahrgäste der Bahn und die Verantwortlichen einen kühlen Kopf bewahren. In der Regel kümmern sich die Zugführer um ihre Fahrgäste und bewahren sie vor Schaden. Der Vorschlag, die Notbremse zu ziehen, ist allerdings wenig hilfreich. So ist es Hilfskräften auf freier Strecke nur sehr schwer möglich, die Fahrgäste zu versorgen und die Gefahren beim Verlassen eines Zuges außerhalb von Haltepunkten sind nicht zu unterschätzen.

‚Leider mußte auch ich schon auf vielen Probefahrten die Tücken der Klimaanlagen erleben‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Nach diesen Ereignissen ist aber sicher das Bewußtsein des Zugpersonales noch einmal geschärft worden. Die Eisenbahn bleibt auch im Sommer ein sicheres Verkehrsmittel.‘

Kostenlose öffentliche Toiletten sind kein Geschäft

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.07.2010 (41/2010)

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Es gibt Aufgaben, die keiner gerne macht. Dazu gehört auch die Bereitstellung von kostenlosen öffentlichen Toiletten. Aber damit wird ein Grundbedürfnis der Bürger befriedigt, die auch für diese Infrastruktur ihre Steuern bezahlen. Zum großen Teil sind die WC-Anlagen in den U-Bahnhöfen untergebracht. Wenn jetzt einzelne Stadträte wieder über eine Schließung nachdenken, so trifft es wieder einmal die Fahrgäste, die trotz happiger Tariferhöhungen schon Kürzungen beim U-Bahnbetrieb hinnehmen mußten.

Die Kosten für eine Grundhygiene für Jedermann mögen auf den ersten Blick als hoch erscheinen. Aber sie sind gerechtfertigt, da ältere Menschen oft auf Toiletten angewiesen sind und der Nutzer der Linienverkehrsmittel eben nicht an der nächsten Ecke anhalten kann.

Die Lösung des Problems liegt eigentlich sehr nahe: Die Stadtwerke München, die bei der Übernahme der U-Bahninfrastruktur schlau genug waren, diese Aufgabe der Stadtverwaltung zu überlassen kümmern sich um alle Einrichtungen in ihren Bahnhöfen und in den anderen Anlagen. Die Stadtwerke wissen, wie man mit Wasser umgeht, sie haben auch das handwerkliche Know-how dazu. Dann gibt es schon einmal Spareffekte, weil sich nicht verschiedene Organisationen um die Bahnhöfe kümmern müssen und auch die Mehrwertsteuer sollte damit gespart werden können. Bei 19 Prozent, eine nicht zu vernachlässigende Größe.

Vielleicht macht es mehr Freude, Schleifchen an neuen Fahrzeugen durchzuschneiden, aber man hat eben auch eine Verpflichtung für das Gemeinwohl und eine Verantwortung für Menschen, die nicht zu den Geschäftsführern und Dienstwagenbesitzern gehören. Daran sollten die Damen und Herren im Stadtrat denken.