Keine Trambahn am Effnerplatz

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 02.08.2010 (46/2010)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Stadtwerke München nutzen die Ferienzeit, um Bauarbeiten am Trambahnnetz durchzuführen. Nachdem die Trambahnlinie 17 schon nicht mehr den Effnerplatz im Nordosten Münchens anfuhr ist nun auch die Linie 18 unterbrochen und wendet vorzeitig am Max-Weber-Platz. Die Gleise in der Ismaninger Straße müssen noch einmal saniert werden und sowohl am Herkomerplatz als auch am Effnerplatz werden die Weichen ausgetauscht. Dabei nützen die Stadtwerke schon die Gelegenheit auch den Anschluß für die neue Trambahn nach St. Emmeram herzustellen.

‚Natürlich ist es für die Fahrgäste mühsam, wenn sie umsteigen müssen und ihr Ziel nur mit dem Schienenersatzverkehr erreichen‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Aber die Vorfreude auf die Verlängerung der Trambahn nach St. Emmeram läßt einen diese Betriebsunterbrechung leichter verschmerzen.‘

Auf der Strecke nach St. Emmeram sind auch schon die ersten Gleise verlegt worden. Die Bauarbeiten schreiten auch planmäßig voran. Auf das erste Gleisstück wurde von den Bauarbeitern und dem Fahrgastverband gemeinsam mit einer Apfelschorle angestoßen. Dies führte zu dem Spruch eines der Beteiligten: ‚ Jetzt mußte ich bis nach Bayern kommen, um auf einer Baustelle Apfelsaft zu trinken.‘

MVG-Leistungsprogramm 2011 kein leuchtendes Beispiel rot-grüner Verkehrspolitik

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 29.07.2010 (45/2010)

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Nur mit Bedauern kann man den gestrigen Beschluß des Münchner Stadtrates zur Kenntnis nehmen, der am Ende einer Marathonsitzung das MVG-Leistungsprogramm durchgewunken hat. Die zusätzliche Maßnahme für die behinderten Fahrgäste der Pfennigparade ist zwar ein Lichtblick für ein Jahr, führt aber trotz eines unwahrscheinlich hohen Mitteleinsatzes zu keiner dauerhaften Lösung. Der Fortbestand der Metrobuslinie 50 in Moosach wird weiter auf der Tagesordnung bleiben.

Schon oft wurde beklagt, daß sich die Politik selbst aller Entscheidungsspielräume für die Gestaltung des Linienverkehrs in München beraubt hat. Auch in der Verkehrspolitik hat man die Gestaltungsfreiheit in die Hand von Geschäftsführern gelegt. Dies hatte ja in der Gesundheitspolitik schon fatale Folgen.

‚Wir haben schon einen sehr guten Vorschlag zur Einsparung von einem Gelenkbus durch die Zusammenlegung der Metrobuslinien 50 und 51 gemacht‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wenn es uns jetzt noch gelingt auf der Gesamtstrecke von Johanneskirchen bis zur Aidenbachstraße eine sanfte Beschleunigung durchzuführen, dann steht einem Weiterbetrieb der Metrobuslinie 50 nichts mehr im Wege.‘

Die Zeit während der langen Vollversammlung konnte genutzt werden, um den Stadträten Gradl und Bickelbacher erste Überlegungen zur Beschleunigung der Buslinie vorzustellen. Mit dabei war Burkhard Hüttl von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). ‚Ich kenne Burkhard Hüttl seit vielen, vielen Jahren. Wir haben gemeinsam für den Erhalt der Straßenbahn in München gekämpft und die erste Christkindl-Trambahn haben wir 1994 gemeinsam aufs Gleis gesetzt. Burkhard Hüttl wird als fairer Partner von uns geschätzt. Wenn sich die Maßnahmen zur Beschleunigung realisieren lassen, so bin ich mir seiner Unterstützung sicher‘, so Nagel.

Die Fahrgäste aus Moosach sind besonders davon betroffen und entsetzt, daß ‚ihr‘ Stadtrat, Alexander Reissl, sogar in der Vollversammlung das Wort ergriff und den weiten Weg zum neuen U-Bahnhof ‚St.-Marins-Platz‘ als zumutbar charakterisierte und sogar von einer Übererschließung sprach.

Die Stadträte Richard Quaas und Dr. Georg Kronawitter haben sich für die Beibehaltung der Metrobuslinie 50 eingesetzt und die CSU hat das Leistungsprogramm konsequenterweise abgelehnt.

Am Montag, 26. Juli 2010, hat der sich der zuständige Bezirksausschuß Moosach einstimmig der Lösung mit einer durchgebundenen Metrobuslinie für eine Probezeit von einem Jahr ausgesprochen.