Streik muß beendet werden

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 27.09.2010 (57/2010)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Auswirkungen des Streiks bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) sind erheblich. Sogar für die Fahrgäste ist spürbar, daß sich das Betriebsklima einem Tiefpunkt nähert. Unabhängig von einem ausbleibenden ‚Chaos‘ oder hohen Prozentzahlen der Verfügbarkeitbelastet der Streik die Fahrgäste über ein vertretbares Maß. Die zusätzliche Inanspruchnahme der Verbund-Verkehrsmittel durch die Besucher der Wiesn und anderer Veranstaltungen tragen natürlich zu einer Verschärfung der Lage bei.

‚Der Verzicht der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer auf weitere Streikmaßnahmen ab Dienstag, 28. September 2010, ist ein positives Signal der Vernunft‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir fordern, daß auf alle Streikmaßnahmen bis auf weiteres, mindestens bis zum Ende des Oktoberfestes, verzichtet wird.‘

Vielleicht können sich alle, die Verantwortung in diesem Tarikkonflikt tragen, dann noch einmal in Ruhe ihre Forderungen und Angebote überlegen. Vielleicht gibt es ja auch in der Politik einen Sinn für Gerechtigkeit. Tragisch ist an den Tarifauseinandersetzungen im Linienverkehr, daß immer die Fahrgäste die Leidtragenden sind. Fällt ein Zug aus, so ist der Fahrgast an der Haltestelle zu 100 Prozent betroffen. Führt ein Streik zu zusätzlichen Kosten, so wird nicht der ‚Gewinn‘ eines Unternehmers geschmälert, sondern die Fahrgäste dürfen diese Kosten tragen.

‚Wenn es Ungerechtigkeiten für einen Teil des Personals gibt, so muß dafür eine Lösung am Verhandlungstisch gefunden werden. Auch die Fahrerinnen und Fahrer können sehen, daß die Fahrpreise schon jetzt in grenzwertiger Weise steigen‘, so Nagel.

MVV-Tariferhöhung nur mit Augenmaß möglich

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 23.09.2010 (56/2010)

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Voraussichtlich wird in der nächsten Woche über eine MVV-Tariferhöhung entschieden. Dabei müssen die Verantwortlichen ein besonderes Augenmaß beweisen. Sie müssen sich an den kräftigen Schluck aus der Pulle im letzen Jahr erinnern. Die Preise wurden durchschnittlich um 4,5 Prozent erhöht, die Inflation lag bei 0,4 Prozent. Gleichzeitig wurde das Leistungsangebot bei der U-Bahn verringert.

‚Die Fahrpreiserhöhung muß unter 3 Prozent liegen‘, sagt dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Beim Bartarif, also den Streifen- und Tageskarten ist die Schmerzgrenze bereits erreicht, hier müssen die Preise auch einmal stabil bleiben.‘

Nur wenn der Kahlschlag im Moosacher Metrobusnetz ausbleibt wird der Fahrgastverband eine Fahrpreiserhöhung mittragen. Erste positive Ansätze dazu sind schon aus dem Rathaus zu vernehmen. Selbstverständlich wird die Verlängerung der U-Bahn nach Moosach eine Verbesserung für viele Fahrgäste mit sich bringen. Aber dieses Ereignis kann auch nicht mehrfach für die Begründung einer Tariferhöhung benutzt werden.

In intensiven Gesprächen wurde die Tarifproblematik zwischen dem Fahrgastverband und den Experten des MVV erörtert. Es können ja auch schon Fortschritte bei der Erfüllung unserer Forderungen festegestellt werden. Dennoch bleibt der Wunsch nach mehr Transparenz bestehen. Verkehrsunternehmen, die sonst jede Gelegenheit nutzen, um an die Öffentlichkeit zu gehen, schwiegen beim Thema Tarif bis zum Schluß.

Wenn sich die Gesellschafter für eine Tariferhöhung entschließen, so müssen sie auch eine Untersuchung in Auftrag geben, die die Möglichkeiten eines ‚Abo-Plus‘ ausleuchtet. Damit sollen die Kapazitäten zu einem attraktiven Preis in Tagesrandlagen und am Wochenende besser ausgelastet werden.

Ausstellung 100 Jahre Trambahn nach Grünwald

Am 15. September 2010 wurde vom 1. Bürgermeister, Jan Neusiedl, die Ausstellung zum 100jährigen Jubiläum der Trambahn nach Grünwald eröffnet. Viele sehenswerte Exponate und Bilder wurden von den Freunden des Münchner Trambahnmuseums zusammengetragen. Die Ausstellung ist bis zum 27. Oktober 2010 im Kunstforum Römerschenz (Dr.-Max-Straße 1; MVV: Tram 25 Grünwald, Derbolfinger Platz) zu sehen.

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Stadtrat Kronawitter fragt nach Verbesserungen im Spätverkehr

‚Es ist ein Anliegen aller Münchner Fahrgastverbände und der CSU-Stadtratsfraktion, den 10-Minuten-Takt bei den Trambahnen bis 22 Uhr aufrecht zu halten, um insbesondere die ÖV-Nutzung im abendlichen Freizeit- und Kulturverkehr attraktiver zu gestalten.‘ Mit dieser Einleitung stellt Stadtrat Dr. Georg Kronawitter von der CSU Fragen nach den Möglichkeiten zur Verbesserung des Spätverkehrs.

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