Betriebspflicht

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 03.10.2010 (61/2010)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Seit Donnerstag, 30. September 2010, entfallen in München die Nachtlinien. Ausgelöst wurde die Betriebseinstellung nach Ansicht der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) durch einen vorangegangenen Streik. Die führt zu völlig unangemessenen Einschränkungen für die Fahrgäste, insbesondere für die treuen MVV-Kunden, die mit Ihrer Monatskarte schon im Voraus bezahlt haben. Aber auch die Wiesnbesucher sind sich nun selbst überlassen. Dies ist nicht hinnehmbar. Daher müssen wir in diesem Zusammenhang auch einmal auf das Gesetz verweisen:

Paragraph 21 Personenbeförderungsgesetz
(1) Der Unternehmer ist verpflichtet, den ihm genehmigten Betrieb aufzunehmen und während der Geltungsdauer der Genehmigung den öffentlichen Verkehrsinteressen und dem Stand der Technik entsprechend aufrechtzuerhalten.

‚Ich kann nicht erkennen, daß es während der Wiesn kein öffentliches Verkehrsinteresse in der Nacht gibt‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir fordern, daß der Nachtlinienverkehr unverzüglich wieder aufgenommen wird.‘

In diesem Zusammenhang muß auch darauf hingewiesen werden, daß die S-Bahn nicht vom derzeitigen Streik betroffen ist.

Nachtlinien sind unverzichtbar

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 01.10.2010 (60/2010)

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Die seit 1994 betriebenen Nachtlinien sind ein unverzichtbarer Teil der Daseinsvorsorge im Linienverkehr der Landeshauptstadt München. Daher müssen sie auch in schwierigen Zeiten aufrecht erhalten werden. Ein großer Teil der Fahrgäste in den Nachtlinien ist auf Bus und Bahn angewiesen, sie haben vielfach keine andere Wahl. Daher fordert die Aktion Münchner Fahrgäste, daß alles unternommen wird, daß die Nachtlinien befahren werden.

‚Wir würden uns freuen, wenn sich Fahrerinnen und Fahrer freiwillig für den sicher nicht leichten Nachtdienst melden und den sicheren Transport der Fahrgäste übernehmen‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Das wäre ein eindeutiger Beweis, daß sich der Streik nicht gegen die Fahrgäste richtet.‘

Olaf von Hoerschelmann verläßt den MVV

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 29.09.2010 (59/2010)

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Olaf von Hoerschelmann verläßt zum Monatsende nach neun Jahren den Münchner Verkehrs- Und Tarifverbund (MVV). Er war als Prokurist der Verbundgesellschaft verantwortlich für den MVV-Regionalbusverkehr.

‚Wir danken Herrn von Hoerschelmann sehr dafür, daß er immer ein offenes Ohr für die Belange der Fahrgäste hatte‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir haben gespürt, daß ihm der Linienverkehr wirklich eine Herzensangelegenheit war. Er hat dem MVV-Regionalbusverkehr wichtige Impulse gegeben, die heute überall sichtbar sind.‘

Der MVV-Regionalbusverkehr ist neben der S-Bahn und dem Verkehrsnetz in der Landeshauptstadt München eine der drei tragenden Säulen im MVV. Mehr als 40 Verkehrsunternehmen erbringen auf Basis zukunftsweisender Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards die Verkehrsbedienung für die jährlich über 40 Millionen Fahrgäste im MVV-Regionalbusverkehr. Dazu sind Tag für Tag mehr als 530 MVV-Regionalbusse auf über 200 MVV-Regionalbuslinien im Einsatz, die mehr als 3.600 Haltestellen bedienen und jährlich über 26 Millionen Wagenkilometer zurücklegen.

Unter der Leitung von Herrn von Hoerschelmann ist es dem MVV gelungen, die Qualität im MVV-Regionalbusverkehr deutlich zu steigern. So gehören behindertengerechte Niederflurbusse mit Klimaanlage, modernem Ticketverkauf, elektronischen Fahrtzielanzeigern und anspruchsvollen Umweltnormen zum Standard.

Im MVV-Regionalbusverkehr wurden erfolgreich Angebot und Qualität gesteigert und gleichzeitig die Kosten signifikant reduziert. Erreicht hat der MVV dies, indem er die Marktliberalisierung mit Fingerspitzengefühl umgesetzt hat, sowohl durch die Direktvergabe von Leistungen als auch nach europaweiten Ausschreibungen.

Die Aktion Münchner Fahrgäste wünscht Herrn von Hoerschelmann alles erdenklich Gute, vor allem daß er seine Erfolge im MVV auch auf den Augsburger Verkehrsverbund (AVV) – den drittgrößten Verbund in Bayern – übertragen kann.

Tariferhöhung 2010 bleibt unter 3 Prozent

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 28.09.2010 (58/2010)

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‚Wenigstens ist es gelungen, die MVV-Tariferhöhung 2010 unter 3 Prozent zu halten‘, meint Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Damit wurde eine unserer wesentlichen Forderungen erfüllt. Allerdings sind wir wenig erfreut, daß die Kunden des Bartarifes teilweise mit über 4 Prozent zur Kasse gebeten werden. Leider schließen die Leute von der teuren Einzelfahrt auf den Preis des Gesamtsystemes.‘

Die bevorstehende Tariferhöhung war ja Anlaß für den Münchner Oberbürgermeister, sich auch Gedanken um eine Angebotsverbesserung zu machen. Dies ist ein gewisser Trost. Dennoch bleibt das Verfahren zur Anhebung der Tarife völlig intransparent. Der Wunsch nach einer flexiblen Wochen- und Monatskarte muß auch weiterhin bestehen bleiben.

Leider bleibt der Umtauschzirkus bei den Streifenkarten erhalten. Hier wünschen wir uns eine Mindesthaltbarkeit.

Nach der letzten happigen Preiserhöhung von 4,5 Prozent hat die Politik diesmal mehr Augenmaß bewiesen. Dies ist erfreulich. Für die Zukunft wünschen wir uns attraktive Zusatzangebote, die vorhandene Kapazitäten besser auslasten.