Überlange Wartezeiten beim MVG-Kundencenter

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 01.03.2011 (13/2011)

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Regelmäßig zum Monatswechsel bildet sich eine lange Schlange vor dem Kundencenter der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) am Marienplatz. Am Montag, 28. Februar 2011, gegen 18:30 mußten 58 Fahrgäste auf die Bedienung warten. Fünf fleißige Mitarbeiter der MVG mühten sich zwar redlich, dem Andrang Herr zu werden, aber dennoch kam es zu überlangen Wartezeiten. Mindestens drei Arbeitsplätze waren nicht besetzt. Dabei ist dies ein teilweise selbst verschuldetes Problem. Seit Jahren fordert der Fahrgastverband Aktion Münchner Fahrgäste die Einführung von Zeitkarten mit gleitendem Beginn. Also eine Wochenkarte, die zum Beispiel ab Mittwoch gilt – oder eine Monatskarte, die ab einem beliebigen Tag gilt. Dies ist nicht nur bei der Deutschen Bahn üblich, sondern unter anderem auch in Berlin.

Aber auch das Personal des MVG-Kundencenters muß besser auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abgestimmt werden. Es ist bekannt, daß die Fahrkarten auch am Automaten gekauft werden können. Allerdings ist es mehr als verständlich, daß die Fahrgäste eine persönliche Beratung benötigen. Dies gilt besonders, wenn Sie als neue Kunden das manchmal nicht selbsterklärende Tarifsystem des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes verstehen wollen.

‚Gerade neuen Kunden sollte das besondere Augenmerk der Verkehrsunternehmen gelten‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir erwarten, daß die MVG umgehend diesen Mangel abstellt.‘

Bayerische Eisenbahngesellschaft erhebt 2010 Vertragsstrafen in bisher nicht erreichter Höhe

Pünktlich, sauber, kundenorientiert – so sollte der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Bayern aussehen. Erfüllen Bahnen diese Standards nicht, dann wird es für sie doppelt teuer: Neben Erlösrückgängen durch ausbleibende Kunden müssen sie auch Strafzahlungen leisten. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat für nicht vertragskonforme Leistungen für das Jahr 2010 Strafgelder in Höhe von rund 24 Millionen Euro erhoben – mehr als je zuvor. Grundlage dieser sogenannten Pönale sind Pünktlichkeitsmessungen, offene und verdeckte Tests sowie Fahrgastbefragungen der BEG.

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Verkehrsunternehmen müssen 24 Millionen Euro Strafe zahlen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 28.02.2011 (12/2011)

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Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat für Unpünktlichkeit, Unsauberkeit und andere Unzulänglichkeiten 24 Millionen Euro Strafe von den verschiedenen Verkehrsunternehmen erhoben. Diese unglaubliche Rekordsumme ist ein gutes Maß für die Ärgernisse, die die Fahrgäste in Bayern erdulden mußten.

‚Wir freuen uns, daß die Bayerische Eisenbahngesellschaft so konsequent hinter den Fehlleistungen der Verkehrsunternehmen her ist‘, sagt dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Allerdings ist die Mängelliste erschreckend – und bestätigt leider auch unseren Eindruck. Wir begrüßen, daß diese 24 Millionen wieder in den Nahverkehr investiert werden, denn damit kommt dieses viele Geld den Fahrgästen wieder zugute. Allerdings sehen wir auch die Gefahr, daß sich die Verkehrsunternehmen daran gewöhnen und den Schmerz nicht wirklich spüren. Man mag sich gar nicht ausdenken welche Auswirkung es hätte, wenn diese 24 Millionen an die Fahrgastverbände gehen würden. Dann würde es sicher richtig rumpeln im Karton – und die störanfällige Weiche am Ostbahnhof müßte nie mehr erwähnt werden.‘

Vorwarnzeit beim Lokführerstreik ist zu kurz

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 25.02.2011 (11/2011)

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Der Streik der Lokführer am Freitag, 25. Februar 2011, von 08:30 bis 11:30 hatte für die Fahrgäste gravierende Auswirkungen, war aber wenigstens für die Mehrheit der Pendler, die rechtzeitig ihren Arbeitsplatz erreichen mußten, nicht katastrophal. Allerdings war die Vorwarnzeit viel zu knapp. Daher konnten sich manche Fahrgäste einfach nicht mehr rechtzeitig darauf einstellen. Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert, daß Streikaktionen mindesten 48 Stunden vor Streikbeginn angekündigt werden, da nicht jeder Fahrgast immer und überall Zugang zum Internet hat. Auch bei vielen Redaktionen trifft eine Meldung um 18:00 Uhr bereits nach dem Redaktionsschluß ein.

Der Fahrgastverband nimmt anerkennend zur Kenntnis, daß die Streikleitung mehr Rücksicht auf die Pendler genommen hat. Auch ist die Streikdurchführung von einem großen Maß an Fairneß gekennzeichnet. Dies ist sicherlich auch ein Indiz für ein gutes Betriebsklima. Leider ist der Einfluß der Fahrgäste, die ja der eigentliche Arbeitgeber sind, auf die Verkehrsunternehmen eher beschränkt. Daher müssen die Lokführer das Wohl ihrer Fahrgäste immer besonders im Blick haben.

‚Der Zeitraum des Streiks entspricht jetzt schon eher dem, was man sich unter einem Warnstreik vorstellt‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir freuen uns, daß unserem Wunsch zur Schonung der Pendler entsprochen wurde. Natürlich wünschen wir uns jetzt, daß umgehend Tarifverhandlungen aufgenommen werden und den Fahrgästen weitere Arbeitskampfmaßnahmen erspart bleiben.‘

Lokführer dürfen mit den Fahrgästen nicht Katz und Maus spielen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 22.02.2011 (10/2011)

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Grundsätzlich haben die Fahrgäste viel Verständnis für die Lokführer und ihr Recht, sich für ihre Interessen einzusetzen. Allerdings ist die Informationspolitik der Gewerkschaft nicht hinnehmbar. Am Montag, 21. Februar 2011, wurde kein Streik durchgeführt, obwohl damit gerechnet werden mußte. Allerdings wurde am Abend ein Streik für den nächsten Tag zwischen 6 und 8 Uhr angekündigt. Diese geringe Vorlaufzeit erschwert es den Fahrgästen, sich darauf einzustellen. Auch ist der gewählte Zeitpunkt nicht dazu geeignet, die Pendler, die mit der Bahn fahren müssen, wenigstens etwas zu schonen.

‚Bei allem Verständnis für die Forderungen der Lokführer und meinem Respekt vor dem hohen Gut des Streikrechts, kann ich das Katz-und-Maus-Spiel der Lokführer nicht akzeptieren‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir fordern, daß die Gewerkschaft künftig 48 Stunden vor dem Streik über ihre Absichten informiert, damit sich die Fahrgäste darauf einstellen können.‘

Die Tarifparteien müssen jetzt umgehend an den Verhandlungstisch zurückkehren. Es muß auch bei den Lokführern, so wie in vielen anderen Bereichen möglich sein, daß man sich auf einem vernünftigen Wege einigt.