Tarifparteien müssen an den Verhandlungstisch zurück!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 10.03.2011 (17/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der Streik der Lokführer am Donnerstag, 10. März 2011, hatte gravierende Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Etwa zwei Drittel aller S-Bahnen sind ganz ausgefallen, beim Rest kam es zu Verspätungen. Die Vorwarnzeit für die Fahrgäste war wieder viel zu kurz. Nur wenigen Pendlern dürfte es möglich sein, am frühen Abend den Chef um Urlaub oder Gleitzeit zu bitten. Ein Streik, der bereits vor dem Berufsverkehr beginnt, trifft natürlich alle besonders hart, die auf die bahn angewiesen sind.

‚Die Tarifparteien müssen nun sofort und ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zurückkehren‘, fordert Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wenn den Lokführern am Wohl ihrer Fahrgäste wirklich gelegen ist, dann müssen die Streiks auch rechtzeitig, das heißt 48 Stunden vor Beginn angekündigt werden. Nur dann können sich die Reisenden einigermaßen darauf einstellen.‘

Das Verständnis der Fahrgäste darf nun nicht mehr weiter überstrapaziert werden. Schon jetzt ist es nicht leicht einzusehen, daß die S-Bahnen bestreikt werden, um der privaten Konkurrenz der Bahn Zugeständnissen abzuringen.

Die Information der Fahrgäste hat durch die Fahrpläne im Internet, durch das aktualisierte ‚Reisendeninformationssystem‘ aber besonders durch die Mitarbeiter vor Ort wesentlich besser als in der Vergangenheit geklappt. Die nächsten Züge wurden angesagt und den Fahrgästen wurde auch individuell geholfen.

Trambahn und Bus verhindern Stau

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 09.03.2011 (16/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Trambahnen und Busse verhindern in München nicht den freien Verkehrsfluß der Automobile – nein, sie ermöglichen erst, daß eine so hohe Zahl von Autos in der Stadt einigermaßen zügig verkehren kann. Immer wieder wird der falsche Verdacht geäußert, daß die Beschleunigung der Oberflächenverkehrsmittel das schnelle Fortkommen der motorisierten Verkehrsteilnehmer behindert. Dies ist grundfalsch. Trambahnen und Busse verkehren im Vergleich zu einem Ampelzyklus sehr selten. Daher ist es sinnvoll, dem Gefährt, das viele Menschen transportiert genau zu dem Zeitpunkt freie Fahrt zu geben, zu dem es die Grünphase benötigt. Durch das schnellere Fortkommen von Bus und Bahn steigen mehr Fahrgäste ein, die sonst womöglich mit dem eigenen Auto unterwegs wären. Dies schafft Platz für diejenigen, die wirklich vernünftige Gründe haben, mit dem eigenen Wagen zu fahren.

Die Beschleunigung der Verkehrsmittel erfolgt eher viel zu zögerlich. Lediglich eine Buslinie wird jedes Jahr bearbeitet. Hier muß ganz dringend mehr getan werden. Handlungsbedarf besteht auch bei den Anlagen aus der Anfangszeit. Hier gibt es Schaltungen, die weder der Trambahn noch den Autos nützen. Zwischenzeitliche Erkenntnisse könnten zu Verbesserungen für alle führen.

Eine Großstadt ist nur mit einem gut funktionierenden Linienverkehr lebensfähig. Der U-Bahnbau ist in München abgeschlossen, daher müssen Trambahn und Metrobus ausgebaut werden. Diese müssen schnell voran kommen, um möglichst viele Fahrgäste umweltschonend ans Ziel zu bringen.

Geduld der Fahrgäste darf nicht überstrapaziert werden

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.03.2011 (15/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Nein, es war wieder einmal keine gute Woche für die Fahrgäste der Münchner S-Bahn. Am Montag, 28. Februar 2011, gab es eine schwere Signalstörung am Ostbahnhof, am Mittwoch legte ein Baukran die S-Bahn für Stunden lahm – und am Freitag streikten wieder einmal die Lokführer, die ihren Streik auch nur sehr kurzfristig angekündigt hatten. So wurde die Geduld der schon leidgewohnten Fahrgäste auf eine harte Probe gestellt. Und so langsam nähern wir uns dem Punkt, an dem die Geduld überstrapaziert wird.

Die Münchner Fahrgäste freuen sich, daß Berlin und Stuttgart geschont werden. Die Berliner Fahrgäste leiden ja noch mehr als die Münchner. Und Stuttgart stehen sowieso sehr schwere Zeiten bevor. Klar ist auch, daß der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) daran gelegen ist, daß der Streik wahrgenommen wird.

Es gehört nicht viel übersinnliche Kraft dazu, das Ergebnis der Urabstimmung, das am kommenden Montag bekannt gegeben wird, vorherzusagen. Der Leidensdruck für die Tarifparteien, sich zu einigen, ist auch nicht übermäßig groß. Daher appellieren wir noch einmal an das Verantwortungsbewußtsein der handelnden Personen: Lösen Sie die Probleme am Verhandlungstisch, bevor das ganze System Eisenbahn schaden nimmt!

‚Bald wird sich auch die Politik fragen lassen müssen, ob die Rahmenbedingungen richtig sind‘, sagt dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Es kann nicht richtig sein, daß ein Lokführer arbeitslos wird und als ‚Greenhorn‘ wieder anfangen muß, wenn der Betreiber einer Strecke wechselt. Menschen, die tagtäglich eine schwere und verantwortungsvolle Aufgabe erfüllen, haben auch Anspruch auf eine persönliche Sicherheit.‘

Schwerpunkt: Fahrgastinformation

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 02.03.2011 (14/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Ein Baukran verursachte am Mittwoch, 2. März 2011, einen Kurzschluß im nördlichen Teil des Pasinger Bahnhofs. Dadurch war beinahe 3 Stunden lang kein elektrischer Zugbetrieb in Pasing möglich. Der Fern- und Nahverkehr war unterbrochen. Dies führte unausweichlich zu schweren Beeinträchtigungen für die Fahrgäste. Ein zusätzlicher Oberleitungsschaden auf der Flughafenlinie S8 kam erschwerend dazu.

Die Deutsche Bahn versuchte einen Schienenersatzverkehr zu betreiben, was unter den gegebenen Umständen natürlich nur eingeschränkt erfolgreich war. Viel Personal wurde von den Schreibtischen auf die Bahnsteige beordert, um Informationen an die Fahrgäste weiterzugeben. Allerdings war dieses Personal oft selbst von den Informationen abgeschnitten. Besonders bedauerlich ist, daß die elektronischen Anzeigesystem im Störungsfall nur sehr globale Informationen liefern.

Den Mitarbeitern, die es auch mit sehr erbosten Fahrgästen zu tun hatten, gilt unser Dank. Sehr viele haben sich mit großem Engagement für die Fahrgäste eingesetzt. Die Verantwortlichen der verschiedenen Sparten der Bahn müssen aber neben der Verbesserung der Zuverlässigkeit der eigenen Anlagen auch einen Schwerpunkt in der Fahrgastinformation sehen. Durch verbesserte technische und organisatorische Maßnahmen können die Mitarbeiter am Bahnsteig noch mehr Nutzen für die Fahrgäste stiften. Sicher wird man auch prüfen müssen, wie Beeinträchtigungen der Bahn durch Dritte zuverlässiger verhindert werden können.