Hat die MVG jeglichen Respekt vor dem Stadtrat und den Bezirksausschüssen verloren?

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 07.04.2011 (20/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat einen Vorschlag für das Leistungsprogramm 2012 erarbeitet. Darin sind die verschiedenen Maßnahmen zu Änderungen bei U-Bahn, Trambahn und Bus enthalten, die im Dezember 2011 zum Fahrplanwechsel umgesetzt werden sollen. Allerdings liest sich die dazu herausgegebene Information ganz anders. Obwohl alle Münchner Bezirksausschüsse angehört werden müssen und der Stadtrat im Sommer die dazu notwendige Entscheidung trifft, wird der Eindruck erweckt, daß alles in trockenen Tüchern wäre. Dies wäre wieder einmal ein Beispiel für einen respektlosen Umgang mit demokratisch legitimierten Entscheidungsträgern.

Auch das Leistungsprogramm 2012 enthält Konfliktpotential: Die über viele Jahrzehnte bewährte Verbindung der Trambahnlinie 27 wird aufgegeben, was zu massiven Verschlechterungen zwischen Giesing, der Au und der Innenstadt führt. Die äußerst problematische Situation in Moosach, die durch den ersatzlosen Wegfall der Metrobuslinie 50 nach der Inbetriebnahme der U3 entstanden ist, wird nicht bereinigt. Auch die verspätete Inbetriebnahme der Trambahnlinie nach St. Emmeram wird den Fahrgästen noch einmal aufgetischt, obwohl sie bereits im diesjährigen Leistungsprogramm enthalten war. Der zuständige Bezirksausschuß fordert eine wesentlich frühere Inbetriebnahme.

Natürlich freut sich ein Fahrgastverband, wenn eine zentrale Forderung übernommen wird und auch Verbesserungen im Nachtverkehr geplant sind. Die Taktverdichtung auf dem Abschnitt Petuelring – Sendlinger Tor bei der Trambahnlinie 27 ist längst überfällig gewesen. Beim Nachtverkehr darf man nicht vergessen, daß dieser mit Mitteln der Landeshauptstadt München finanziert wird. Also müßte die Politik schon vorher nach den Prioritäten gefragt werden.

Die ‚Verbesserungen‘ auf den Linien 15 und 25 sind nur eine Wiederherstellung des früheren Zustandes, die Fahrgäste wurden jahrelang mit einem unzureichenden Angebot und einem Hinke-Takt in Grünwald gequält.

Wenn das gesamte Leistungsprogramm nur um lediglich 2 Prozent wächst, dann ist damit jedenfalls schon die maximale Obergrenze der diesjährigen Tariferhöhung festgelegt. Das wird die Aktion Münchner Fahrgäste im Auge behalten.

Zeil will Mobilität umweltfreundlich gestalten

‚Nichts ist nachhaltiger als der Schienenverkehr, den es auszubauen gilt‘, sagt der Bayerische Verkehrsminister Martin Zeil. Vordringlich ist für ihn die Anbindung des bayerischen Chemiedreiecks und der Ausbau der europäischen Magistrale Paris-München-Budapest im Abschnitt München – Mühldorf – Freilassing.

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Mit Herz und Verstand handeln. Du hilfst – ich auch!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 24.03.2011 (19/2011)

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Verhaltenstraining für Fahrgäste:
Mit Herz und Verstand handeln
Notfall? Du hilfst – Ich auch!

Pressekonferenz am 24. März 2011 im Verkehrszentrum des Deutschen Museums

Andreas Nagel, Aktion Münchner Fahrgäste:

Der Tod von Dominik Brunner, einem Fahrgast der Münchner S-Bahn hat uns sehr betroffen gemacht. Sofort nach der unfaßlichen Tat haben wir uns als Fahrgastverband Gedanken gemacht, wie so ein Ereignis in der Zukunft vermieden werden kann. Sehr schnell hatten wir den Gedanken, daß wir dazu professionelle Hilfe von der Polizei benötigen, um nicht Aktivitäten zu starten, die zwar gut gemeint, aber schlecht gemacht sind. Der Vizepräsident des Münchner Polizeipräsidiums, Robert Kopp, sagte uns sofort seine Unterstützung zu – und so kam es zu Gesprächen mit Gerhard Stern, dem damals für die Prävention zuständigen Beamten. Er gab uns den guten Rat, daß wir uns nicht um die potentiellen Täter, sondern um die Fahrgäste kümmern sollten, die anderen zu Hilfe eilen könnten – oder sich selbst aus einer gefährlichen Situation befreien müssen. Sein oberstes Ziel war die Vermeidung jeglicher Straftat. Gemeinsam mit dem Polizeipräsidium München und der Bundespolizeiinspektion München entwickelten wir das „Verhaltenstraining für Fahrgäste‘. Dies basierte auf den bei den Polizeibehörden bereits vorhandenen Kursen zur Prävention. Es war eigentlich nichts Neues. Neu war aber die Veranstaltung an einem „Originalschauplatz‘. Das Verkehrszentrum des Deutschen Museums stellte dafür kostenlos seine Exponate einer U-Bahn und einer S-Bahn zur Verfügung. Wir danken dafür der Leiterin des Verkehrszentrums, Sylvia Hladky, und der zuständigen Mitarbeiterin Birgit Breitkopf.

Da wir selbst an der erfolgreichen Reanimation eines Fahrgastes an unserem „Heimatbahnhof‘ Stachus beteiligt waren, wollten wir auch allen Kursteilnehmern den Defibrillator vorstellen. Stadtrat Josef Assal war uns dabei behilflich – und die Berufsfeuerwehr München führt das Training mit einem Demonstrationsgerät und einer Übungspuppe durch.

Der Dominik-Brunner-Stiftung danken wir für die sehr gute Öffentlichkeitsarbeit und die finanzielle Unterstützung unseres Projektes.

Unser besonderer Dank gilt dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV). Alfred Habeck hat fast jede Veranstaltung begeleitet und einen unverzichtbaren Beitrag zum organisatorischen Ablauf geleistet.

Für einen Fahrgastverband ist es nicht immer so, daß ein Anliegen auf so offene Ohren und eine so breite Unterstützung auch durch die obersten Repräsentanten stößt. Manchmal sprechen wir ja auch von Tarifänderungen oder Stillegungen von Metrobuslinien. Daher freuen wir uns, daß wir mit allen Partnern gemeinsam an einem Strang und in eine Richtung ziehen und gezogen haben. Der Münchner Oberbürgermeister und Vorsitzende der MVV-Gesellschafterversammlung, Christian Ude, hat ohne eine Sekunde zu zögern die Schirmherrschaft übernommen.

Bisher haben wir 24 Veranstaltungen mit 452 Teilnehmern durchgeführt. Davon fanden zwei Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Oberlandbahn in Holzkirchen statt.
Wir glauben, daß auch die hervorragende Aufnahme durch die Medien und die vielfältige Berichterstattung in München und darüber hinaus ein Klima geschaffen haben, das dem Fahrgast und Bürger Mut macht, Zivilcourage zu zeigen. Die Verkehrsbetriebe von Paris interessieren sich für unsere Kurse und vielleicht werden auch bald Fahrgäste in Frankreich an einem Verhaltenstraining teilnehmen können.

Die Aktion Münchner Fahrgäste dankt allen, die in irgendeiner Weise das Projekt unterstützt haben, auch wenn sie jetzt hier nicht namentlich genannt wurden.

Wir freuen uns auf die angenehme weitere Zusammenarbeit mit allen unseren Partnern.

Fehlerquellen im S-Bahnsystem müssen schnell und gründlich beseitigt werden

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 14.03.2011 (18/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am Montag, 14. März 2011, kam es bei der S-Bahn München zu massiven Störungen. Zwei Brände und mehrere Stellwerksstörungen beeinträchtigten den Betrieb. Auch die Störfälle der vergangenen Wochen müssen für die Verantwortlichen nun zum Anlaß genommen werden, die bekannten Störquellen schnell und gründlich zu beseitigen.

‚Unabhängig von geplanten Infrastrukturausbau müssen alle Weichen, Signale und die Stellwerkstechnik schnell und gründlich in einen Zustand versetzt werden, die einen zuverlässigen Zugbetrieb ermöglicht‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir erwarten noch in diesem Jahr eine nachhaltige Verbesserung, schließlich können die Eisenbahner auf über 175 Jahre betriebstechnischer Erfahrungen zurückgreifen.‘

Auch Mängel, die in der Fahrgastinformation aufgetreten sind, müssen unabhängig von der zuständigen Stelle abgestellt werden.

VDV und bdo halten PBefG-Entwurf für weitgehend gelungen

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) haben heute gegenüber dem Bundesverkehrsministerium eine gemeinsame Stellungnahme zum Referentenentwurf zur Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) abgegeben. Beide Verbände bewerten den Entwurf grundsätzlich positiv, auch wenn sie in wichtigen Einzelfragen noch Änderungs- und Klarstellungsbedarf sehen.

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