Fernbuslinienverkehr ist ein verkehrspolitischer Irrweg

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 03.08.2011 (45/2011)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die heute vom Bundeskabinett beschlossene Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs ist ein verkehrspolitischer Irrweg. Statt mit dem bundeseigenen Unternehmen Deutsche Bahn für einen qualitativ hochwertigen und dabei preiswerten Fernreiseverkehr zu sorgen, schwächt die Bundesregierung das umweltfreundliche Verkehrsmittel Bahn. Vielleicht steigen nur 10 Prozent der Fahrgäste um, da sie preissensibel sind. Aber die Kosten für die Züge werden nicht um 10 Prozent fallen. so wird das Bahnfahren für alle anderen Fahrgäste teurer. Oder die Fernverbindungen werden noch weiter ausgedünnt. Die Sicherheit ist bei vielen Bussen schon jetzt nicht auf einem erforderlichen Niveau. Unfälle mit den Fernbussen sind zu erwarten. Es gibt viele schlechte Beispiele für die Einführung von Fernbuslinien. So verkehren in Australien die Fernzüge in Queensland nur an 3 Tagen in der Woche. Es ist also unmöglich, eine Hin- und Rückfahrt an einem Tag durchzuführen. Davon sind wir sicher weit entfernt, aber auch vielen Nebenstrecken tut das Fehlen von einem Teil der Fahrgäste weh.

‚Statt sich um ordentliche Gleisanlagen und eine funktionierende Signaltechnik zu kümmern (zum Beispiel in Pasing), flüchtet sich der Bundesverkehrsminister auf Nebenkriegsschauplätze‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Der Umwelt ist mit einer durch die Bundesfernstraßen subventionierten Billig-Mobilität auch nicht geholfen. Wir fordern zumindest eine vergleichbare Sicherheit wie bei der Eisenbahn – und eine Maut für Fernbusse. Die Bahnfahrgäste werden ja mit 500 Millionen aus dem ‚Gewinn‘ der Bahn für den Bundeshaushalt zur Kasse gebeten.‘

Kompetent helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 02.08.2011 (44/2011)

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Es gibt ein paar ganz einfache Tricks, wie man anderen oder sich selbst helfen kann, wenn man in eine ungewohnte Situation gerät. Unter dem Motto ‚Mit Herz und Verstand handeln – Notfall? Du hilfst – ich auch!‘ veranstaltet das Polizeipräsidium München, die Bundespolizeiinspektion München und die Aktion Münchner Fahrgäste ein Verhaltentraining für Fahrgäste. Erfahrene Beamte zeigen, wie man schwierigen Situationen ausweicht oder sie unbeschadet übersteht. Die Berufsfeuerwehr München zeigt den Umgang mit den Defibrillatoren, die an vielen U-Bahnhöfen verfügbar sind. Der nächste Kurs findet am Montag, 8. August 2011 im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthalerhöhe um 12:30 statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung erfolgt am besten über das Internet unter www.fahrgaeste.de. Aber auch die Deutsche Bahn unterstützt das Projekt: Unter der Rufnummer (01805) 661010 erreicht man Montag bis Freitag von 07:00 bis 20:00 Uhr und samstags von 08:00 bis 20:00 Uhr den Service-Dialog der S-Bahn München und kann sich telefonisch anmelden. Der Anruf kostet 14 ct/Min. aus dem deutschen Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 42 ct/Min. Die Schirmherrschaft der Veranstaltungen hat der Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude, übernommen.

Rabenschwarzer Tag für den Linienverkehr

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 28.07.2011 (43/2011)

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Der 28. Juli 2011 wird als rabenschwarzer Tag in die Geschichte des Linienverkehrs eingehen. Der Mehrheit des Münchner Stadtrates ist jeder Gestaltungsspielraum genommen worden. Nur im stillen Kämmerlein wird Verkehrspolitik ohne die Beteiligung der Bürger gemacht. Eine Stadt, die Millionen für eine aussichtslose Olympiabewerbung verschwendet, glaubt, daß sie sich keine kostenlosen öffentlichen Toiletten mehr leisten kann.

Für die Bürger im Moosacher Stadtquartier, das bis zu Eröffnung der U-Bahn vom Metrobus 50 erschlossen wurde, gab es nur ein Almosen: Die Betriebszeit der Stadtbuslinie 175 wird im Spätverkehr verlängert.

‚Die Bürger und Fahrgäste haben einen Anspruch auf umfassende Informationen, besonders wenn es um den Linienverkehr in München geht‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Nur wenn man Fahrgastzahlen kennt, kann man diese auch korrekt bewerten. Schade, daß man den Eindruck gewinnt der Stadtrat und die Bezirksausschüsse lassen sich von der Münchner Vekehrsgesellschaft auf der Nase herumtanzen. Schade, daß der Stadtrat in seiner Mehrheit nicht die Kraft zu notwendigen Korrekturen hatte.‘

Geschäftsleute fordern Metrobus 50 für Moosach

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 25.07.2011 (42/2011)

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Der Moosacher Stachus, das Gebiet um die Kreuzung von Dachauer Straße und Pelkovenstraße, ist ein gewachsenes Zentrum für Handel, Gewerbe und Dienstleister. Auch viele Ärzte haben dort ihre Praxis. Seit die Metrobuslinie 50 zwischen der Lasallestraße und dem Moosacher Bahnhof im Zuge der U-Bahneröffnung eingestellt wurde, klagen viele über spürbare Umsatzrückgänge. Daher gibt es eine große Unterstützung für die Wiedereinführung der Metrobuslinie 50.

‚Wir wollen, daß unsere Kunden wieder zu uns kommen können‘, sagt man im Sanitätshaus. Ohne zu Zögern sicherte auch der Optiker seine Unterstützung zu. Und vom Textilreiniger kam das erste Fax.

Die Stadträte haben in dieser Woche die Gelegenheit, Moosach wieder mit den angrenzenden Stadtbezirken attraktiv zu verbinden und die Erschließung des ganzen Stadtteiles nachhaltig zu verbessern. Dies erfordert nicht unüberschaubare finanzielle Mittel, sondern ’nur‘ den Willen, die Metrobuslinien 50 und 51 miteinander zu verknüpfen und auf der dann entstandenen Linie von Johanneskirchen bis Fürstenried zu beschleunigen.

‚Eine schmerzliche Lücke im Netz der Metrobusse muß nun wieder geschlossen werden‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Es geht nicht nur um die Erschließung von zwei Haltestellen, sonder um ein gesamtstädtisches Netz. Wir sind nun für die nochmals dokumentierte Unterstützung der Geschäftsleute sehr dankbar.‘

Die Bürgerinitiative Metrobus 50 Moosach und der Fahrgastverband werden die Entscheidung im Stadtrat aufmerksam verfolgen und entweder freudig die Wiedereröffnung der Metrobuslinie 50 feiern oder weitere Aktivitäten starten. Pläne liegen für beide Fälle bereits vor.

Trauriger Jahrestag

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 19.07.2011 (41/2011)

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Vor einem Jahr, am 19. Juli 2010, wurden die neuesten Münchner Trambahnzüge ‚vorübergehend‘ abgestellt. Es fehlt ihnen die Zulassung durch die Aufsichtsbehörde. Während ähnliche Fahrzeuge in Nürnberg wenigstens mit einer Ausnahmegenehmigung fahren, die Verkehrsbetriebe in Augsburg und Berlin eine neue Generation in Betrieb genommen haben, ist in München kein Ende des Trambahnstillstandes absehbar. Das ist für die Fahrgäste mehr als traurig.

Die Inbetriebnahme der Trambahn nach St. Emmeram war ursprünglich für das Frühjahr 2011 angekündigt, dann bestand Hoffnung für eine Fahrt der ersten Züge im September. Jetzt wäre man schon froh, wenn es wenigstens zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 gelingen würde, den Betrieb aufzunehmen.

Traurig ist auch die Informationspolitik von Dieter Reiter, dem zuständigen städtischen Referenten. Anstatt klipp und klar über die Probleme zu informieren wird eine Anfrage von Stadtrat Dr.-Ing. Georg Kronawitter sehr knapp und ausweichend beantwortet. Wenigstens hofft Reiter, daß die Züge im Sommer (2011) eine Zulassung bekommen.

Das Münchner Trambahnsystem ist in einem derart schlechten Zustand wie schon lange nicht mehr. Marode Strecken müssen wochenlang gesperrt werden, Gleise werden wiederholt und mit wenig Erfolg saniert. Es fehlen Wendemöglichkeiten und Umleitungsstrecken. Ein Teil des Scherbenhaufens der Münchner Verkehrspolitik.

‚Wir fordern eine strategische Trambahnzugreserve, damit auch künftig ein zusätzlicher Bedarf gedeckt werden kann‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die Fahrgäste bezahlen einen ordentlichen Preis für ihre Fahrkarten, da muß auch eine entsprechende Leistung geboten werden.‘