Fertigstellung der S-Bahnstation Freiham bis 2013 erfreulich

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 18.08.2011 (48/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Mit Freude nimmt die Aktion Münchner Fahrgäste zur Kenntnis, daß der Bau der neuen S-Bahnstation Freiham nun durch die Aufnahme ins Finanzierungsprogramm des Freistaates Bayern gesichert ist. Für die Inanspruchnahme durch die Fahrgäste ist es immer ganz besonders wichtig, daß eine gute Anbindung an den Linienverkehr hergestellt wird, bevor sich die Leute angewöhnen, jeden Weg mit dem Auto zurückzulegen.

‚Jede Maßnahme bei der Münchner S-Bahn, deren Finanzierung gesichert ist, freut uns besonders‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Auch in die Planungen zur Verlängerung der Trambahnlinie 19 vom Pasinger Bahnhof bis zum künftigen S-Bahnhof Freiham muß nun neuer Schwung hinein kommen.‘

DB zufrieden mit Fortschritt bei Stellwerksinbetriebnahme

Nach rund 60 Stunden Bauzeit zieht die Deutsche Bahn (DB) eine erste positive Bilanz der Inbetriebnahme des neuen elektronischen Stellwerkes in München-Pasing. ‚Das meiste ist geschafft. Wir sind zuversichtlich, dass die restlichen Arbeiten am heutigen Montag und in der Nacht zum Dienstag, wie vorgesehen abgeschlossen werden können und unsere Fahrgäste mit dem gewohnten Zugangebot morgen früh starten können‘, sagte Volker Hentschel, DB Netz Produktionsleiter Bayern.

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Schmerzlicher Einschnitt im S-Bahnverkehr

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 15.08.2011 (47/2011)

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Seit Freitag, 12. August 2011, gegen 22 Uhr wird das neue elektronische Stellwerk in München-Pasing in Betrieb genommen. Dadurch ist zunächst kein Zugverkehr im Bahnhof Pasing möglich gewesen. Die S-Bahnlinien mußten genauso unterbrochen werden wie der Regional- und Fernverkehr. Es gibt ein umfangreiches Umleitungs- und Schienenersatzverkehrskonzept. Im zweiten Bauabschnitt erreichten wieder einzelne Züge Pasing.

Die Bahn hat rechtzeitig und umfangreich die Fahrgäste informiert. Allerdings führte der Begriff ‚Stammstreckensperrung‘ zu Mißverständnissen bei namhaften Vertretern der Medien. Zu sehr sind damit die Tunnelsperrungen gedanklich verknüpft. Der ‚Stammstreckentunnel‘ und die Strecke Hackerbrücke – Laim wurde befahren. Abgesehen von Einzelfällen sorgten die Reisendenlenker der Bahn und die Fahrer der Busse für ein ordentliches Weiterkommen der Fahrgäste. Böse Überraschungen gab es dagegen für Radlfahrer, die in den Bussen nicht befördert wurden. Mancher hatte sich schon eine Fahrkarte gekauft, die er dann nicht nutzen konnte. Auch das Entwerten von Fahrkarten an den Bahnhöfen anstatt an den Haltestellen des Ersatzverkehrs war für etliche Fahrgäste eine unnötige Erschwernis. Da hätte ein menschlicher Entwerter mit einem Zangenabdruck helfen können.

Grundsätzlich stellt sich natürlich die Frage, ob es wirklich richtig ist, einen derartigen Knotenbahnhof komplett zu sperren. Die Signalanlagen wurden ja seit der ersten Streckeneröffnung auch schon mehrmals umgebaut, allerdings unter dem rollenden Rad. Wir hoffen natürlich auch, daß künftige Stellwerksausfälle nicht den gesamten Bahnhof im Störungsfalle lahmlegen. Vielleicht gibt es ja auch Konzepte mit mehr dezentralen Einrichtungen, die die Verfügbarkeit des Gesamtsystems erhöhen.

‚Wir danken all den vielen Mitarbeitern, die die Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks in Pasing vorbereitet und durchgeführt haben‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Es waren viele Herausforderungen, die in der Regel gut gelöst wurden.‘

Erfahrungen, die während der Streckensperrung am Pfingsten gesammelt wurden und Hinweise vom Fahrgastverband wurden berücksichtigt. Gute Dienste leistet auch der ‚Streckenspiegel‘, eine grafische Darstellung der verkehrenden Züge im Internet und auf den dafür geeigneten Mobilfunkgeräten. Mit einem Blick kann man sich einen Überblick über die planmäßig oder mit geringen Verspätungen verkehrenden S-Bahnzüge verschaffen. Natürlich gibt es auch da noch Verbesserungspotential, aber es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Und die Erfüllung einer langjährigen Forderung des Fahrgastverbandes.

Die Aktion Münchner Fahrgäste geht davon aus, daß das neue elektronische Stellwerk in Pasing die höchsten Anforderungen an die Sicherheit erfüllt, gleichzeitig aber eine hohe Verfügbarkeit besitzt. ‚Die Zuverlässigkeit muß höher bewertet werden als ein betriebswirtschaftliches Optimum‘, so Nagel abschließend.

Plan C für die Münchner S-Bahn

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 09.08.2011 (46/2011)

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Wir wollen keinen Streit darüber, was Plan A, was Plan B gewesen sein oder sein mögen. Wir wollen keine Diskussion, wie Plan A, wie Plan B doch noch verwirklicht werden kann. Wir suchen auch keinen Schuldigen für das S-Bahn-Dilemma!

‚Wir wollen eine sofortige und nachhaltige Verbesserung im System der Münchner S-Bahn, deren Finanzierung gesichert ist‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die Geduld der Fahrgäste ist jetzt wirklich zu Ende.‘

Die Aktion Münchner Fahrgäste startet heute das Projekt ‚Plan C‘. ‚C‘ steht dabei in erster Linie für ‚Consens‘. Das lateinische Wort consentire bedeutet übereinstimmen. Wir wollen, daß alle die Verantwortung für den Linienverkehr in München tragen, das umgehend in Angriff nehmen, worüber eine breite Übereinstimmung besteht. Wir fordern ein gemeinsames Vorgehen von Bund, Land und Stadt. Vielleicht ist es nicht so spektakulär, wie eine Großbaustelle, aber es sind jetzt Taten gefordert, die in überschaubaren Zeiträumen Wirkung zeigen – und deren Finanzierung jetzt gesichert werden kann. Geld, das nur für das Füllen von Aktenordnern ausgegeben wird ist verschwendet.

Die Aktion Münchner Fahrgäste sieht es als besonders wichtig an, daß die Fahrgastinformation im Störungsfall funktioniert. Dann muß die Zuverlässigkeit der bestehenden Anlagen erhöht werden. Ein zweiter Rechner, eine zweite Signalleitung, das sind unverzichtbare Elemente. Dann müssen Störquellen beseitigt werden. Dazu gehören sicher auch Störungen, die durch einzelne Fahrgäste, manchmal unabsichtlich, verursacht werden. So müssen Verbesserungen für die Fahrgäste spürbar werden. Auch der Einsatz von Langzügen (3 Einheiten) sollte kein unlösbares Problem sein.

‚Wir fordern eine ‚construktive‘ Zusammenarbeit von allen Beteiligten‘, so Nagel abschließend.