Dank an die eingesetzten Personale

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 03.10.2011 (55/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Alle Mitarbeiter der verschiedenen Verkehrsunternehmen, der beiden Polizeibehörden, der Feuerwehr, der Sicherheitsfirmen und der Sanitätsdienste haben während der vergangenen Wiesntage sehr viel geleistet und die gestellten Aufgaben gut gelöst. Dafür gebührt ihnen der Dank des Fahrgastverbandes. Ohne den Linienverkehr wäre der Besucheransturm auf das Oktoberfest nicht zu bewältigen.

‚Wir danken jedem einzelnen Mitarbeiter, der sich für einen reibungslosen Wiesnverkehr eingesetzt hat!‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Mit Sachverstand, Witz aber auch der notwendigen Konsequenz wurde der großen Zahl von Wiesnfahrgästen begegnet. Das war wieder eine sehr gute Leistung.‘

Die Gleise der Wiesnlinie ‚W‘, die auch noch in diesem Jahr abgebaut wurden, sollten allerdings schnellstens wieder neu verlegt werden. Damit könnten die Besucher aus Moosach zum Beispiel wieder direkt auf die Wiesn fahren und wären nicht zum Umsteigen in die oft völlig überfüllte U-Bahn gezwungen. Die Möglichkeit zum Anschluß der Linien 18 und 19 an den U-Bahnhof Theresienwiese wäre aber auch an den restlichen Tagen des Jahres sinnvoll. Denn wenn für 100 Prozent Fahrpreis auch 100 Prozent Leistung erwartet werden dürfen, so muß es einfach auch Reserven geben.

Die ‚Blockabfertigung‘ auf der Hackerbrücke durch die Bundespolizei hat sich in unseren Augen bewährt. Die dabei gezeigten Qualitäten zur Lenkung der Fahrgäste waren vorbildlich.

Betrunkener U-Bahnfahrgast wird tödlich verletzt

Am Samstag, 24. September 2011, kam es gegen 23:55 Uhr zu einem Unfall mit tödlichem Ausgang im Münchner U-Bahnhof Westpark. Ein 23 Jahre alter Mann stürzte offensichtlich betrunken vom menschenleeren Bahnsteig in den Gleisbereich. Er geriet zwischen Bahnsteigkante und U-Bahnzug. Dabei wurde er schwer verletzt und verstarb in einer Münchner Klinik trotz intensiver ärztlicher Bemühungen. Der U-Bahnfahrer erlitt einen Schock.

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War der Tod eines U-Bahnfahrgastes unvermeidbar?

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 25.09.2011 (54/2011)

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Am Samstag, 24. September 2011, kam es gegen 23:55 Uhr zu einem Unfall mit tödlichem Ausgang im Münchner U-Bahnhof Westpark. Ein 23 Jahre alter Mann stürzte offensichtlich betrunken vom menschenleeren Bahnsteig in den Gleisbereich. Er geriet zwischen Bahnsteigkante und U-Bahnzug. Dabei wurde er schwer verletzt und verstarb in einer Münchner Klinik trotz intensiver ärztlicher Bemühungen. Der U-Bahnfahrer erlitt einen Schock.

‚Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des verstorbenen U-Bahnfahrgastes und dem betroffenen U-Bahnfahrer!‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Dieser tödliche Unfall muß aber jetzt der Anlaß sein, die Münchner U-Bahn sicherer zu machen und eine Gleisbettüberwachung einzubauen. Es gibt technische Möglichkeiten, die spätestens jetzt genutzt werden müssen!‘

Der Münchner Stadtrat Georg Kronawitter hat sich schon mehrfach für eine Verbesserung der Sicherheit an den Bahnsteigen eingesetzt. Leider stieß er immer bei den Verantwortlichen der Stadtwerke München auf taube Ohren. Jetzt muß der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude wieder einmal ein Machtwort sprechen und den Einbau von Sicherheitseinrichtungen anordnen! Es dürfen nicht noch mehr Menschen durch eine fehlende Gleisbettüberwachung sterben.

Grundsätzlich können wir nur allen Fahrgästen raten, die notwendige Vorsicht auf den Bahnsteigen walten zu lassen. Ganz wichtig ist aber auch der Hinweis, daß es unter den Bahnsteigen der Münchner U-Bahn und in den Tunnelbahnhöfen der S-Bahn einen Fluchtraum gibt. Dort kann man sich in Sicherheit bringen, sollte man in den Gleisbereich geraten. Es droht an dieser Stelle auch keine Gefahr durch die Stromversorgung der U-Bahn. Es ist genügend Platz, nur nicht sehr sauber. Sollte ein anderer Fahrgast einen derartigen Fall beobachten, so kann der nächste U-Bahnzug mit einer Betätigung des ‚Nothalt‘ am Bahnsteig an der Einfahrt gehindert werden. Diese Möglichkeit besteht nicht bei der S-Bahn. Wichtig ist, daß man stets an die eigene Sicherheit denkt. Das Betrieb- und Aufsichtspersonal muß informiert werden. Couragierte Fahrgäste konnten in der Vergangenheit schon Menschen retten, die in den Gleisbereich geraten waren. Das richtige Handeln hängt natürlich von jedem Einzelfall ab.

Wir hoffen, daß in absehbarer Zeit die Frage ‚War der Tod eines U-Bahnfahrgastes unvermeidbar?‘ eindeutig beantwortet werden kann und nicht finanzielle Erwägungen eine wichtige Rolle spielen.

Pünktlich und zuverlässig: Die MVV-Tariferhöhung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 23.09.2011 (53/2011)

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Heute, am 23. September 2011, treffen sich wieder einmal zwei geheime Zirkel des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV): Hinter streng verschlossenen Türen werden sie beratschlagen, was den Fahrgästen noch zuzumuten ist. Nicht nur fehlende Fahrzeuge, Busse und Bahnen, die verspätet fahren, ganz ausfallen oder einfach gestrichen wurden und marode Strecken, die wochenlang nicht befahren werden können sind in München Hemmnisse für einen funktionierenden Linienverkehr. Auch Ungerechtigkeiten im Tarif und mangelnde Flexibilität bei Wochen- und Monatskarten tragen zum Verdruß der Fahrgäste bei. Die Aufgabe der Politik wird es sein, Preis und Leistung wieder in ein angemessenes Verhältnis zueinander zu bringen und den gestiegenen Fahrgastzahlen gerecht zu werden. Kritisch müßten sich die Verantwortlichen fragen, ob die Prioritäten richtig gesetzt sind und ob die Rahmenbedingungen stimmen.

‚Klar und deutlich lehnen wir als Fahrgastverband eine MVV-Tariferhöhung ab, wenn es nicht im kommenden Fahrplanjahr zu weiteren Verbesserungen kommt‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die Zuverlässigkeit aller Betriebszweige und das fahrplanmäßige Angebot an Plätzen und Verbindungen müssen gesteigert werden.‘

Erste Schritte in die richtige Richtung gibt es sowohl bei der S-Bahn als auch beim Bus. Das kann aber noch nicht alles sein. So muß das Netz der Metrobusse in Moosach wieder geschlossen werden, der 10-Minuten-Takt bis Zehn (22 Uhr) für die Trambahn- und wichtige Buslinien bleibt auf der Tagesordnung und die Fahrgastinformation im Störfall bleibt verbesserungswürdig.

Auch die Preise einzelner Tarifangebote, wie zum Beispiel der Streifenkarte, haben die Schmerzgrenze erreicht. Junge Leute und Menschen, die nicht mehr berufstätig sind, können keine Mehrbelastung mehr ertragen.

‚Wir werden das Verhalten derjenigen, die bei kommenden Wahlen nach Macht und Ämtern streben genau beobachten‘, sagt Andreas Nagel abschließend.

MVG verspricht zusätzliche Verbessrungen beim Bus

Der Busverkehr der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) boomt nicht weniger als bei der Trambahn und der U-Bahn. MVG-Chef Herbert König: ‚Seit Einführung des neuen Busnetzes Ende 2004 ist die Zahl der Kunden beim Bus um 12 Prozent gestiegen; allein im letzten Jahr betrug der Zuwachs knapp 2 Prozent. Die zusätzlichen Einnahmen durch zusätzliche Fahrgäste verwenden wir, um auch das Busangebot im Rahmen der ‚MVG-Angebotsoffensive 2010-2020’ weiter auszubauen. Bereits zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 wird die MVG mehr Verbesserungen umsetzen als ursprünglich geplant. Die Kunden erhalten also erneut mehr Leistung für ihr Geld‘. Und auch für den Jahresfahrplan 2013 (Umsetzung zum Fahrplanwechsel Ende 2012) steht schon eine erste Maßnahme fest.

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