Münchner Flughafen bekommt eine automatische U-Bahn

Die Flughafen München GmbH und die Deutsche Lufthansa AG, die das Terminal 2 am Münchner Airport gemeinsam betreiben, erweitern aufgrund der gestiegenen Nachfrage die Kapazitäten zur Passagier- und Flugzeugabfertigung durch ein neues Abfertigungsgebäude. Das neue knapp 400 Meter entfernte Satelliten-Terminal für die Lufthansa und die Star Alliance-Partner wird über das unterirdische INNOVIA APM 300-System in weniger als einer Minute vom Terminal 2 erreichbar sein. Nach Abschluß der Ausbaumaßnahme wird der Flughafen München über eine zusätzliche Abfertigungskapazität für elf Millionen Fluggäste verfügen.

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Den Haag modernisiert seinen Trambahnfuhrpark

40 vierteilige 100-Prozent-Niederflur-Straßenbahnen vom Typ Avenio liefert Siemens an den Betreiber HTM Materieel B.V. in Den Haag. Damit hat sich der niederländische Regierungssitz als weltweit erste Stadt für die neue Generation des Avenio entschieden. Der Auftragswert für die 40 Fahrzeuge inklusive Fahrertraining, Dokumentation und Ersatzteile beläuft sich auf über 100 Millionen Euro. Zudem hat Siemens mit dem Kunden eine Option für bis zu 40 weiteren Avenio-Bahnen vereinbart. Gebaut wird der Avenio im Siemens-Werk in Wien, wo das Unternehmen rund 900 Mitarbeiter beschäftigt. Die Auslieferung nach Den Haag soll im Februar 2014 beginnen.

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Alkoholverbot in der Münchner S-Bahn

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 17.11.2011 (60/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 wird der Genuß von Alkohol in der Münchner S-Bahn untersagt. Damit gibt die Deutsche Bahn dem Drängen von verschiedenen Seiten nach und folgt dem Beispiel der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Dort ist der Alkohol bereits verboten, das Verbot wird aber nicht konsequent umgesetzt. In den Regionalzügen, die im MVV verkehren bleibt das ‚Feierabendbier‘ erlaubt.

Die Gewohnheiten der MVV-Fahrgäste haben sich verändert. Während der Griff zur Bierflasche oder das ‚Vorglühen‘ früher nicht üblich waren, so hat es inzwischen Formen angenommen, die nicht mehr angenehm sind. So ist eine Reaktion der Verantwortlichen bei der S-Bahn verständlich. Der Bayerische Innenminister und MVV-Landräte forderten vehement ein Alkoholverbot. Allerdings war schon bisher der übermäßige Alkoholgenuß verboten.

‚Als Fahrgastverband erwarten wir eine konsequente Umsetzung des Alkoholverbotes in der S-Bahn mit Augenmaß‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Grundsätzlich wünschen wir uns ein rücksichtsvolles Benehmen aller Fahrgäste, die erkennen, daß nicht alles erlaubt ist, was nicht verboten ist.‘

Das Alkoholverbot in der Münchner S-Bahn schadet der Mehrheit der Fahrgäste sicher nicht. Aber ob es der richtige Weg für unsere Gesellschaft ist, muß vielleicht an anderer Stelle entschieden werden.

Neue Kalender

Zwei neue Kalender sind für die Freunde der MVV-Verkehrsmittel erschienen. Die Interessengemeinschaft S-Bahn München (IGS) hat moderne und historische Bilder für das kommende Jahr zu einem liebevoll gestalteten Kalender zusammengefaßt. Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) feiert im nächsten Jahr sein 40-jähriges Jubiläum. Das war der Anlaß für künstlerisch gestaltete Motive aller Verkehrsmittel des MVV im Kalenderformat. Beide Kalender sind beim Infokiosk am Stachus erhältlich.

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Museumszug ET 420 soll wieder fahren

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.11.2011 (59/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der erste S-Bahnzug ET 420 001 soll wieder im Streckennetz der S-Bahn München fahren. Das ist in zweifacher Hinsicht eine sehr gute Nachricht. Erstens ist es ein zusätzlicher Zug, der die angespannte Lage im S-Bahnnetz ein bißchen entschärft, zweitens ist es mehr als verdienstvoll, daß dieses Fahrzeug betriebsfähig erhalten wird. Künftige Generationen werden es uns danken. Zunächst gebührt aber der Dank dem S-Bahn-Geschäftsleiter Bernhard Weisser und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die sich mit viel Einsatz und dem Mut zu unkonventionellen Methoden um den Einsatz dieses Fahrzeuges bemüht haben. Grundsätzlich können wir uns als Fahrgastverband auch vorstellen, daß noch ein weiterer Zug in den Museumsdienst gestellt wird, dann aber in der traditionellen Münchner Farbgebung mit blauem Fensterband.

‚Die Baureihe 420 hat über viele Jahrzehnte den Betrieb der S-Bahn München geprägt. Wir begrüßen es sehr, daß dieses moderne Museumsfahrzeug wieder in den Plandienst zurückkehrt‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Es ist sinnvoll, daß der Zug durch den Betriebseinsatz auch quasi selbst das Geld verdient, das zu seinem betriebsfähigen Unterhalt erforderlich ist.‘

Nachtrag: Der ET 420 001 soll nur für Sonderfahrten eingesetzt werden. Für den Plandienst werden andere Möglichkeiten gesucht.