Bayernkursbuch und MVV-Fahrpläne beim Infokiosk am Stachus erhältlich

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 02.12.2011 (62/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die gedruckten Fahrplanmedien der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) sind ab sofort beim Infokiosk am Stachus erhältlich. Seit bald 15 Jahren betreibt der Fahrgastverband den Infokiosk mit ehrenamtlichen Mitarbeitern. Das Bayern-Kursbuch kostet unverändert 5 Euro, der Preis des großen MVV-Fahrplanbuches wurde in diesem Jahr auf 3, 50 Euro angehoben, der Schnellbahnfahrplan kostet weiterhin 1,50 Euro. Im Jahr 2012 veröffentlicht die BEG außerdem erstmals ein Ergänzungsheft zum Kursbuch, das im Mai 2012 erscheinen wird. Wer das Kursbuch bereits erworben hat, kann das Ergänzungsheft mit einer Postkarte, die dem Kursbuch beiliegt, bestellen und sich nach Veröffentlichung kostenfrei zuschicken lassen. Es informiert dann über die bis dahin eingetretenen Fahrplanänderungen sowie über alle Neuerungen im Bahnland Bayern, die ab 1. Juni 2012 gültig sind. Selbstverständlich sind die MVV-Fahrpläne auch an den bisher bekannten Stellen erhältlich.

Die Fahrplanmacher des MVV haben in diesem Jahr ein besonderes Schmankerl für die Freunde des Linienverkehrs herausgebracht, das allererste MVV-Fahrplanbuch von 1972 gibt es im Pack mit einem neuen Fahrplan zum Preis von 9,50 Euro.

‚Wir freuen uns, daß die gemeinsamen Fahrpläne aller Verkehrsunternehmen schon immer so gut von den Fahrgästen angenommen wurden und auch heute noch werden, obwohl es inzwischen elektronische Medien gibt. Die Entwicklung von 40 Jahren Verbundverkehr läßt sich mit den beiden Fahrplanbüchern sehr gut dokumentieren‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die Fahrplanbücher sind ein Stück MVV, das zuhause immer schnell alle Informationen bereithält. Insbesondere der Informationsteil vor den Fahrplantabellen.‘

Auch die Bayerische Eisenbahngesellschaft bekommt vom Fahrgastverband ein dickes Lob, denn sehr viele Fahrgäste lassen sich vom Bayernkursbuch begleiten.

U-Bahnfahrgast ist betrunken ins Gleis gefallen und wurde getötet

Am Sonntag, 27. November 2011, gegen 06:30 Uhr, befand sich ein 24jähriger Münchner auf dem Bahnsteig des Gleises 2 im U-Bahnhof ‚Am Hart‘. Da er offensichtlich stark alkoholisiert war, stürzte er ohne Fremdeinwirkung in den Gleisbereich. Er blieb dann dort bewußtlos etwa drei bis vier Minuten liegen. Dann fuhr ein Zug der U2 stadteinwärts in den Bahnhof. Der 58jährige U-Bahnfahrer konnte allerdings trotz einer Vollbremsung nicht mehr verhindern, dass er den 24-Jährigen erfaßte. Durch den Zusammenprall wurde der 24-Jährige tödlich verletzt und verstarb noch an der Unfallstelle. Der U-Bahnfahrer erlitt einen Schock. Die U-Bahnstrecke wurde für 1 ¾ Stunden in beiden Fahrtrichtungen ab dem U-Bahnhof ‚Am Hart‘ gesperrt.

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Fahrgastverband fordert Gleisbettüberwachung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 27.11.2011 (61/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am Sonntag, 27. November 2011, gegen 06:30 Uhr, befand sich ein 24-jähriger Münchner auf dem Bahnsteig des Gleises 2 im U-Bahnhof ‚Am Hart‘. Da er offensichtlich stark alkoholisiert war, stürzte er ohne Fremdeinwirkung in den Gleisbereich. Er blieb dann dort bewußtlos etwa drei bis vier Minuten liegen. Dann fuhr ein Zug der U2 stadteinwärts in den Bahnhof. Der 58-jährige U-Bahnfahrer konnte allerdings trotz einer Vollbremsung nicht mehr verhindern, dass er den 24-Jährigen erfaßte. Durch den Zusammenprall wurde der 24-Jährige tödlich verletzt und verstarb noch an der Unfallstelle. Der U-Bahnfahrer erlitt einen Schock. Die U-Bahnstrecke wurde für 1 ¾ Stunden in beiden Fahrtrichtungen ab dem U-Bahnhof ‚Am Hart‘ gesperrt.

Ein ähnlicher Unfall hatte sich bereits am 24. September 2011 am Münchner U-Bahnhof ‚Westpark‘ ereignet. Dort stürzte ein 23 Jahre alter Mann vom menschenleeren Bahnsteig auf das Gleis und wurde ebenfalls tödlich verletzt. Damals schon forderte der Fahrgastverband eine Gleisbettüberwachung für die Münchner U-Bahn. Diese technische Einrichtung sorgt dafür, daß Personen oder Gegenstände, die sich im Gleisbereich befinden, erkannt werden. Die Chance, daß ein herannahender U-Bahnzug rechtzeitig gestoppt werden kann, vergrößert sich erheblich.

‚Auch in diesem Fall gilt unser Mitgefühl den Angehörigen des verstorbenen U-Bahnfahrgastes und dem betroffenen U-Bahnfahrer!‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wieviele Fahrgäste müssen denn noch sterben, bevor die Verantwortlichen handeln? Die Münchner U-Bahn muß jetzt sofort sicherer gemacht werden!‘

Auch der Münchner Stadtrat Georg Kronawitter hat sich schon mehrfach für eine Verbesserung der Sicherheit an den Bahnsteigen eingesetzt. Leider stieß er immer bei den Verantwortlichen der Stadtwerke München auf taube Ohren.

Grundsätzlich können wir nur allen Fahrgästen raten, die notwendige Vorsicht auf den Bahnsteigen walten zu lassen. Ganz wichtig ist aber auch der Hinweis, daß es unter den Bahnsteigen der Münchner U-Bahn und in den Tunnelbahnhöfen der S-Bahn einen Fluchtraum gibt. Dort kann man sich in Sicherheit bringen, sollte man in den Gleisbereich geraten. Es droht an dieser Stelle auch keine Gefahr durch die Stromversorgung der U-Bahn. Es ist genügend Platz vorhanden,der nur nicht sehr sauber ist. Sollte ein anderer Fahrgast einen derartigen Fall beobachten, so kann der nächste U-Bahnzug mit einer Betätigung des ‚Nothalt‘ am Bahnsteig an der Einfahrt gehindert werden. Diese Möglichkeit besteht nicht bei der S-Bahn. Wichtig ist, daß man stets an die eigene Sicherheit denkt. Das Betrieb- und Aufsichtspersonal muß informiert werden. Couragierte Fahrgäste konnten in der Vergangenheit schon Menschen retten, die in den Gleisbereich geraten waren. Das richtige Handeln hängt natürlich von jedem Einzelfall ab.

GDL prüft Klage gegen Stuttgart 21

Der neue Stuttgarter Hauptbahnhof soll mit einer Gleislängsneigung von 15 Promille gebaut werden. Damit besteht auf einer normalen Bahnsteiglänge von 400 Metern ein Höhenunterschied von sechs Metern. Der Stresstest hat zudem ergeben, dass die notwendige Bahnhofskapazität nur dann erreicht werden kann, wenn so genannte Doppeleinfahrten in ein Gleis vorgenommen werden. „Das war für uns völlig neu‘, so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer Claus Weselsky. Damit werden Züge trotz der erheblichen Gleislängsneigung in bereits besetzte Gleise einfahren.

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Das Trinken von Alkohol ist ab Fahrplanwechsel auch in Münchner S-Bahnen verboten

Bereits seit Mitte 2009 gilt in Münchner U-Bahnen, Trambahnen und Bussen ein Alkoholkonsumverbot. Nach den positiven Erfahrungen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) schließt sich zum kommenden Fahrplanwechsel am 11. Dezember die S-Bahn München dieser Regelung an. Das Trinken von Alkohol ist dann auch in allen S-Bahn-Fahrzeugen nicht mehr gestattet.

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