Polizist rettet U-Bahnfahrgast aus Gleisbett

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 02.05.2012 (16/2012)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am Freitag, 27. April 2012, konnte ein 21jähriger Polizeibeamter einen U-Bahnfahrgast, der im U-Bahnhof Silberhornstraße ins Gleisbett gestürzt war retten. Geistesgegenwärtig wies er zwei Passanten an, den Nothalt zu betätigen sowie den Rettungsdienst zu verständigen und stieg danach ohne zu Zögern ins Gleisbett. Der Mann hatte eine stark blutende Kopfplatzwunde und war ansprechbar. Er konnte sich jedoch nicht mehr aus eigener Kraft helfen. Der Polizeibeamte bat zwei weitere Männer am Bahnsteig um Unterstützung. Gemeinsam gelang es ihnen, den Verletzten aus der Gefahrenstelle zu retten.

‚Wir freuen uns, daß ein tragischer Unfall durch das schnelle und beherzte Eingreifen eines Polizeibeamten gerettet werden konnte‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wenn es für den Beamten sicher auch eine selbstverständliche Pflichterfüllung war, so verdient das umsichtige Handeln ein besonderes Lob und war vorbildlich.‘

Der Vorfall ist die traurige Fortsetzung einer ganzen Reihe von ähnlichen Unfällen, die teilweise leider auch tödlich ausgegangen waren. Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert die Installation einer Gleisbettüberwachung. Nach einer anfänglichen Ablehnung durch die Verkehrsunternehmen will die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ein derartiges System versuchsweise einführen. Dies muß nun mit allem Nachdruck voran getrieben werden. Zusätzlich wünscht sich der Fahrgastverband eine Aufklärungsaktion für das richtige Verhalten.

Nachdem nicht nur Alkohol sondern auch gesundheitliche Schwierigkeiten zu einem Sturz ins Gleisbett führen können, sollte sich jeder Fahrgast nach Möglichkeit solange in einem Abstand von mindestens zwei Metern von der Bahnsteigkante entfernt aufhalten, bis der Zug eingefahren ist und steht. Dies würde zudem auch das Aussteigen der anderen Fahrgäste erleichtern und beschleunigen.

Falls eine Gefahr im Gleis besteht muß unverzüglich der Nothalt bei der U-Bahn betätigt werden. Dies ist in jedem Bahnhof für jedes einzelne Gleis auf dem Bahnsteig möglich. Bei der S-Bahn sind die Aufsichten oder der Lokführer aufmerksam zu machen. Das weitere Vorgehen ist von den gegebenen Umständen abhängig. Die eigene Sicherheit muß immer im Auge behalten werden. Unter den Bahnsteigen befindet sich ein Fluchtraum auf ganzer Bahnsteiglänge, der im Notfall einen sicheren Aufenthalt gewährleistet.

VDV-Präsidium fordert Rettungsgesetz für ÖPNV-Infrastruktur

Das VDV-Präsidium hat im Rahmen seiner Sitzung in Köln die Verkehrs- und Finanzpolitiker auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene zu einem Paradigmenwechsel zugunsten einer angemessenen Mitfinanzierung des ÖPNV aufgefordert. Dabei fordert der Verband von der Politik unter anderem die Einführung eines Rettungsgesetzes für die ÖPNV-Infrastruktur: Ein entsprechendes Gesetz könnte auf fünf Jahre angelegt sein und dafür Sorge tragen, dass zunächst der immense Investitionsstau von inzwischen rund drei Milliarden Euro bei der kommunalen ÖPNV-Infrastruktur abgebaut würde.

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Automatische U-Bahn mit Gleisbettüberwachung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 27.04.2012 (15/2012)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am Donnerstag, 26. April 2012 kam es gegen 10:55 schon wieder zu einem tragischen Unfall in der Münchner U-Bahn. Eine 29 Jahre alte Studentin stürzte so unglücklich auf das Gleisbett der U-Bahn, daß sie überrollt wurde. Dabei wurden ihr beide Unterschenkel abgetrennt.

Unabhängig von diesem Fall fordert die Aktion Münchner Fahrgäste eine Gleisbettüberwachung bei den Schnellbahnen in München. Diese kann natürlich nicht in jedem Fall helfen, aber einige Unfälle, auch mit tödlichem Ausgang, hätten vermieden werden können.

Um sich genau über die Technik der Gleisbettüberwachung zu informieren, folgen die Mitglieder der Aktion Münchner Fahrgäste gerne einer Einladung der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft in Nürnberg. Am Montag, 30. April 2012, stellt der Betriebsleiter der VAG ab 11:00 Uhr die technischen Einrichtungen vor. Die Systeme der Nürnberger und Münchner U-Bahn haben die gleichen technischen Wurzeln. Allerdings hat die VAG den automatischen Fahrbetrieb ohne Fahrer eingeführt. Dies bietet natürlich auch für München interessante Perspektiven. Interessenten können sich noch mit einer E-Mail an nagel@fahrgaeste.de anmelden. Der Termin eignet sich zur Berichterstattung. Die Teilnahme ist kostenlos.