Polizeibeamter wird für sein vorbildliches Handeln ausgezeichnet

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 21.05.2012 (20/2012)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am Freitag, 27. April 2012, um 05:15 Uhr kam es zu einer dramatischen Situation in der U-Bahnstation Silberhornstraße. Ein Mann war ins Gleisbett der U-Bahn gefallen und konnte sich nicht mehr selbst retten. Durch den Beamten des Polizeipräsidiums München, Simon Meir, wurde er gerettet.

Simon Meir wurde vom Vizepräsidenten des Polizeipräsidiums München belobigt und von der Aktion Münchner Fahrgäste ausgezeichnet.

‚Es ist die selbstverständliche Pflicht eines jeden, jemand zu helfen, der in Gefahr geraten ist. Natürlich erwarten wir dies insbesondere von Polizeibeamten, egal ob sie in oder außer Dienst sind. Dennoch ist das Handeln von Simon Meir vorbildlich gewesen und wir sprechen ihm als Fahrgastverband unseren Dank und unsere Anerkennung aus‘, saget dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Es ist uns ein Anliegen, daß auch einmal das richtige Handeln belohnt wird.‘

Simon Meir hat sich von anderen Fahrgästen Unterstützung geholt und hat zuerst den Nothalt betätigt, dann stieg er ins Gleisbett um den Verunfallten zu bergen. Leider ist dieser Fall nur einer von einer ganzen Serie derartiger Unfälle in der letzten Zeit. Aber er ist ein Fall mit einem guten Ausgang.

Einige Anmerkungen sind in diesem Zusammenhang angebracht:
– Jeder sollte sich immer in einem Zustand befinden der noch ein Mindestmaß n Selbstkontrolle zuläßt.
– Unter den Bahnsteigen befindet sich ein Fluchtraum in dem man die Vorbeifahrt einer U-Bahn unbeschadet überstehen kann.
– Bei einer Rettung durch andere, muß immer an die eigene Sicherheit gedacht werden. Die Betätigung der Nothalteinrichtungen sollte schnellstens erfolgen.
– Das weitere Vorgehen ist dann von der jeweiligen Situation abhängig.

Mit dem Dank an Simon Meir verbindet der Fahrgastverband auch den Dank an alle seine Kollegen und an die Spitze des Polizeipräsidiums. Wir können immer wieder feststellen, daß die Sicherheit in der Münchner U-Bahn und in ganz München in hohem Maße gewährleistet ist. Dies ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine freie Gesellschaft.

‚Simon Meir ist für uns ein Vorbild, dem wir wünschen, daß er seinen Dienst unbeschadet noch viele Jahre verrichten kann. Wir wünschen ihm alles Gute für seine weitere Laufbahn bei der Polizei und natürlich auch im privaten Leben‘, meinte Nagel abschließend.

Stromunfall im S-Bahnhof Ebersberg

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 19.05.2012 (19/2012)

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Am Samstag, 19. Mai 2012, bestieg ein 17-Jähriger gegen 05:20 Uhr eine anfahrende S-Bahn in der S-Bahnstation Ebersberg. Es kam zu einem Lichtbogen und der junge Mann erlitt einen Stromschlag. Mit einem Rettungshubschrauber wurde er in ein Münchner Klinikum geflogen. Derzeit ist sein Zustand kritisch. In der S-Bahn befanden sich 15 Fahrgäste. Zwischen Grafing Bahnhof und Ebersberg wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

‚Wir wünschen dem Verunglückten eine möglichst vollständige Genesung und denken auch dankbar an die bei der Bergung beteiligten Kräfte‘, sagt dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Auch dieser Vorfall zeigt deutlich, welche Gefahren bei einem falschen Umgang mit Schienenfahrzeugen und den dabei notwendigen hohen Spannungen bestehen.‘

Die Oberleitung bei der Eisenbahn wird im Bereich der Deutschen Bahn mit einer Spannung von 15.000 Volt (15 kV) betrieben. Allerdings gibt es auch Strecken mit einer Spannung von 25.000 Volt (zum Beispiel die Rübelandbahn und Strecken im europäischen Ausland). Bei diesen hohen Spannungen ist es nicht notwendig, daß die Leitung berührt wird. Unterschreitet man einen Abstand von 1,5 Metern, so kann sich ein Lichtbogen bilden und die Luft wird leitend. Die Folgen eines Stromschlages sind in den meisten Fällen tödlich. Unter und neben einer Fahrleitung muß ein Mindestabstand von 3 Metern, darüber von 4 Metern eingehalten werden. Es ist auch zu berücksichtigen, daß es nicht leicht ist, diesen Abstand immer korrekt abzuschätzen. Auch ‚Wasser‘ ist leitend, obwohl destilliertes Wasser ein Nichtleiter ist. Natürlich ist es auch verboten, Gleisanlagen als Unbefugter zu betreten oder Züge an nicht für Fahrgäste vorgesehenen Stellen zu besteigen.

15 Projekte für die Zukunft der S-Bahn München

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 09.05.2012 (18/2012)

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Die Bayerische Staatsregierung hat am 9. Mai 2012 ein Sofortprogramm für die Münchner S-Bahn beschlossen. Dazu gehören 13 konkrete Projekte, die Bewertung der Errichtung eines Regionalzughaltes Poccistraße und der Ausbau der S4.

‚Wir begrüßen den pragmatischen Weg, den die Staatsregierung nun eingeschlagen hat sehr‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die MVV-Fahrgäste haben einen Anspruch auf eine schnelle Verbesserung der derzeitigen Situation.‘

Der Fahrgastverband wird diese 15 Maßnahmen genau verfolgen und bald eine Liste von Fertigstellungsterminen einfordern. Wenn dann noch die Verantwortlichen von Bund, Land und Stadt den Verbundbahnhof Laim in Angriff nehmen, werden die Versprechungen zum Ausbau des Linienverkehrs glaubhaft.

Das Liniennetz der Landeshauptstadt München muß besser verknüpft werden. Die Trambahn-Westtangente ist dabei ein wichtiger Baustein und kann den gemeinsamen Willen der Beteiligten dokumentieren.

Vor weiteren Projekten, die völlig utopisch sind, muß allerdings gewarnt werden. Jeder, der für eine Umlandgemeinde oder periphere Stadtgebiete einen Anschluß ans U-Bahnnetz fordert, disqualifiziert sich als verkehrspolitisch verantwortlicher Mensch. Zu jedem Projekt gehört eine Finanzierung – und die muß realistisch sein.

Der Ausbau der Münchner S-Bahn ist nun auf einem guten Weg – die Fahrgäste werden für die Realisierung der dringend notwendigen Maßnahmen dankbar sein.

S-eehoferbahn auf gutem Weg

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.05.2012 (17/2012)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Das Schweigen, das sich der Bayerische Ministerpräsident und der Bahnchef auferlegt haben, muß keine schlechte Sache sein. Die Münchner S-Bahn braucht dringend vernünftige Lösungen. Sofortlösungen, Lösungen in der nahen Zukunft und eine langfristige Gesamtlösung. Als Fahrgastverband fordern wir alle Verantwortlichen auf, im ‚Consens‘ zu Lösungen zu kommen. So haben wir dankbar wahrgenommen, daß der S-Bahnchef, Bernhard Weisser, die Fahrgastinformation nachhaltig verbessern will. Weisser hat schon bei den Fahrzeugen bewiesen, daß er Geld für vernünftige Projekte einsetzt und die Ergebnisse spürbar sind.

Die glühenden Befürworter der zweiten Stammstrecke fordern wir auf, noch einmal einen Schritt zurück zu machen und wirklich gute Lösungen für das Jahrhundertprojekt zu überlegen. Dazu gehört zum Beispiel die volle Regionalzugtauglichkeit. Es wäre ein Schildbürgersteich, wenn die neuen Bahnhöfe für die derzeitigen – und auch noch in 10 Jahren verkehrenden Regionalzüge – zur kurz geraten würden. Auch über die Bahnsteighöhe, die Rettungsaufzüge und so weiter muß nocheinmal nachgedacht werden. Ein in sich stimmiges Projekt ist sicher auch leichter finanzierbar.

Der von uns vorgeschlagene Plan C ist kein Ersatz für irgendeinen Plan A oder B. Wir wollen, daß alle Verantwortlichen das machbare möglich machen. Dazu zählen der Regionalzughalt Poccistraße mit seinem direkten Übergang zur U-Bahn, der Verbundbahnhof Laim und die schnelle Finanzierung von 25 zusätzlichen S-Bahntriebwagen.

‚Das Jahr 2022, das als Fertigstellungstermin genannt wird, ist noch in weiter Ferne. Solange können die Fahrgäste der Münchner S-Bahn nicht mehr auf Verbesserungen warten‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir wollen rasche Verbesserungen, die aber natürlich künftigen Ausbaumaßnahmen nicht im Wege stehen.‘