Das Bayerische Kabinett hat in seiner Sitzung vom 09. Mai 2012 erneut den Sachstand beim Bahnknoten München beraten und insbesondere beschlossen, die Genehmigungsverfahren für die Zweite Stammstrecke planmäßig fortzuführen und mit einem Sofortprogramm die Qualität des Nahverkehrs in der Metropolregion München nachhaltig zu verbessern.
Für die Staatsregierung ist dabei weiterhin die Zweite Stammstrecke das Rückgrat eines zukunftsfähigen Verkehrskonzeptes für den Ballungsraum München.
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und Verkehrsminister Martin Zeil betonten: ‚Mit der Zweiten Stammstrecke können wir die nötige Kapazitätserweiterung dauerhaft sichern und effektive Taktausweitungen ermöglichen. Auch für die Flughafenanbindung hat die Zweite Stammstrecke zentrale Bedeutung.‘
Folgende Maßnahmen sind in dem Sofortprogramm enthalten:
- Wendegleis Weßling: Mit dem Wendegleis wird die Verlängerung des 10-Minutentaktes bis Weßling ermöglicht.
- Abzweigung Westkreuz: Durch die höhenfreie Kreuzungsmöglichkeit von S 6 und S 8 können Qualitätsverbesserungen erreicht werden.
- LZB Pasing: Durch die Erweiterung der sogenannten ‚Linienzugbeeinflussung’ (LZB) bis westlich von Pasing wird die Betriebsqualität der S-Bahn weiter verbessert.
- Bahnsteig Markt Schwaben: Damit wird die Abhängigkeit von Zügen der Gegenrichtung verringert und die Betriebsqualität auf der Linie S 2 verbessert.
- 140km/h Flughafen: Durch diese Maßnahme kann die Linie S 8 zum Flughafen beschleunigt werden.
- Sendlinger Spange Hier wird eine Ausweichmöglichkeit bei einem Störfall auf der bestehenden Stammstrecke geschaffen.
- S7-Verlängerung: Diese Maßnahme trägt zu einer besseren Verkehrserschließung der Region Wolfratshausen/Geretsried bei.
- Linie A: Die Elektrifizierung der Strecke von Dachau nach Altomünster macht Taktverdichtungen möglich.
- Werk Steinhausen: Die Erweiterung der Abstellanlage beim S-Bahn-Werk Steinhausen verbessert die Verfügbarkeit der Fahrzeuge und damit die Qualität im S-Bahn-System.
- Neufahrner Bogen: (1. Baustufe Erdinger Ringschluss) Durch die Neufahrner Kurve werden Regensburg, Landshut, Moosburg und Freising direkt an den Münchner Flughafen angebunden.
- Lückenschluss Erding: (2. Baustufe Erdinger Ringschluss) Der Lückenschluss Erding verlängert die heute am Flughafen endende Bahnstrecke nach Osten und stellt eine Verbindung zur bestehenden S-Bahnlinie in Erding her.
- Walpertskirchner Spange: (3. Baustufe Erdinger Ringschluss) Die Maßnahme ermöglicht die direkte Flughafenanbindung aus Südostbayern.
- Barrierefreier Ausbau: (2013-2017) Der Freistaat Bayern wird das Nachfolgeprogramm zum barrierefreien Ausbau von Bahnstationen im Freistaat Bayern für die Jahre 2013-2017 mit Nachdruck vorantreiben. Die Förderung soll auf dem bisherigen hohen Niveau von bis zu zehn Millionen Euro pro Jahr fortgesetzt werden.
- Ausbau der Strecke S 4 und der Strecke Johanneskirchen-Daglfing, sollen ebenfalls rasch vorangetrieben werden. Zudem soll die Errichtung eines
- Regionalzughalts Poccistraße mit der Zielsetzung bewertet werden, ob hierdurch das Bahnknoten-Konzept der Bayerischen Staatsregierung ergänzt werden kann.
Die weiteren Maßnahmen des Bahnknoten Konzepts, wie der
