Gefahrensituationen vermeiden: Selbstbehauptungs- und Zivilcouragetraining

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 11.11.2012 (56/2012)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am Donnerstag, 8. November 2012, kam es zu einem überfallartigen Angriff auf eine Frau in Altperlach. Die Tat hatte sich in einem Bus der Linie 55 angebahnt. Obwohl eine Fahrt mit Bus und Bahn in München sehr sicher ist, kommt es doch immer wieder zu bedauerlichen Zwischenfällen. Beim ‚Verhaltentraining für Fahrgäste‘ werden den Teilnehmer leicht erlernbare Tips zur Selbstbehauptung und Zivilcourage vermittelt und wie man solche Gefahrensituationen vermeiden kann. In diesem Jahr finden noch zwei kostenlose Veranstaltungen statt. Die Teilnehmer können sich über die Internetseite www.fahrgaeste.de oder fernmündlich über das Service-Telefon der S-Bahn München unter der kostenpflichtigen Rufnummer (01805) 661010 anmelden. Die nächsten Veranstaltungen finden jeweils am Dienstag, 13. November 2012 und 4. Dezember 2012, um 13:30 Uhr statt.

Das Projekt wurde von Staatsminister Martin Zeil mit dem Bayerischen ÖPNV-Preis 2012 ausgezeichnet. Bei jeder Veranstaltung ist ein Vertreter des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) anwesend, der auch für Fragen zur Verfügung steht. Die Berufsfeuerwehr München zeigt den richtigen Umgang mit einem Defibrillator. Solche Geräte sind an vielen U-Bahnhöfen und anderen öffentlichen Stellen verfügbar und haben in München schon etliche Menschenleben gerettet.

Klare Prioritäten für die S-Bahn München setzen!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 09.11.2012 (55/2012)

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Der Ausbau des Münchner S-Bahnsystems ist dringend erforderlich und wird auch von allen Verantwortlichen gewollt. Aber es hat den Anschein, daß die zur Verfügung stehenden Gelder nicht ausreichen, alle Wünsche zu erfüllen. Dies sollte nun der Anlaß dazu sein, die vorhandenen Mittel möglichst effektiv einzusetzen. Also beispielsweise für das Sofortprogramm, das die Bayerische Staatsregierung vor einem halben Jahr beschlossen hat. Aber auch für den ‚Verbundbahnhof Laim‘. Der S-Bahnhof Laim wird den Ansprüchen schon heute nicht mehr gerecht, sein Ausbau ist sowohl für die Trambahn-Westtangente, wie auch für die Sendlinger Spange erforderlich. Dieses Projekt hat außerdem den großen Vorteil, daß es mit und ohne 2. Stammstrecke sinnvoll ist.

‚Wir erwarten, daß den vielfältigen Ankündigungen nun endlich Taten folgen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die MVV-Verkehrsmittel müssen intelligent miteinander verknüpft werden, so daß die Zuverlässigkeit des gesamten MVV-Systems steigt.‘

Aus Sicht des Fahrgastverbandes müssen die Planungen für den Verbundbahnhof Laim unverzüglich abgeschlossen und ein Planfeststellungsbeschluß herbeigeführt werden. Darauf sollten sich nun alle Beteiligten konzentrieren und klare Prioritäten setzen, so lautet die Forderung der Aktion Münchner Fahrgäste.

Bayerischer ÖPNV-Preis 2012

Die Aktion Münchner Fahrgäste, das Polizeipräsidium München und die Bundespolizeiinspektion München wurden vom Bayerischen Verkehrsminister Martin Zeil mit dem Bayerischen ÖPNV-Preis 2012 für das Projekt ‚Mit Herz und Verstand handeln – Notfall? Du hilfst – Ich auch‘ ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um ein Verhaltenstraining für Fahrgäste, das einfache und praxisorientierte Handlungsempfehlungen sich selbst oder andere Personen in Not- und Bedrohungssituation gibt.

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Bayerischer ÖPNV-Preis 2012

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 01.11.2012 (54/2012)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der Bayerische Verkehrsminister Martin Zeil hat im Rahmen des 7. Bayerischen Nahverkehrskongresses am Mittwoch, 31. Oktober 2012 , den Bayerischen ÖPNV-Preis 2012 verliehen. Ausgezeichnet wurde das Verhaltenstraining für Fahrgäste „Mit Herz und Verstand handeln. Notfall? Du hilfst – ich auch‘.

Seit Januar 2010 veranstalten die Aktion Münchner Fahrgäste, das Polizeipräsidium München und die Bundespolizeiinspektion München jeden Monat dieses Verhaltenstraining für Fahrgäste im Verkehrszentrum des Deutschen Museums.

‚Gerade nach dem Tod von Dominik Brunner im Jahr 2009 bestand in der Bevölkerung ein großes Bedürfnis nach Information und kompetenter Anleitung zum richtigen Verhalten in Gefahrensituationen – auch wenn die Sicherheit im bayerischen Nahverkehr objektiv sehr hoch ist‘, betonte der Bayerische Verkehrsminister Martin Zeil. ‚Ich freue mich, dass das Projekt mit bisher 900 Teilnehmern seit dem Start 2010 auf ungebrochen reges Interesse stößt. Es ermutigt die Bürgerinnen und Bürger auf vorbildliche Art und Weise zu mehr Zivilcourage.‘

‚Die Zivilcourage eines Einzelnen, die gegenseitige Unterstützung der Fahrgäste untereinander und die Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden können für die Sicherheit in Bus und Bahn sorgen, die wir uns alle wünschen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir freuen uns über diese Auszeichnung, die allen gilt, die sich für noch mehr Sicherheit im Linienverkehr einsetzen.‘

‚Es freut mich sehr, dass das Engagement von Polizeibeamten und – beamtinnen der Münchner Polizei in den sogenannten ‚Polizei- Kursen‘, die schon seit dem Jahr 1998 erfolgreich durchgeführt werden, hier Modell sein konnten‘, so Polizeivizepräsident Robert Kopp. ‚Grundgedanke des Verhaltenstrainings ist es, Bürger in die Lage zu versetzen, durch einfache und praxisorientierte Handlungsempfehlungen sich selbst oder anderen Personen in Not- und Bedrohungssituation zu helfen.

‚Die Bundespolizeiinspektion München unterstützt aus Überzeugung diese gemeinsame Bemühung, Menschen Mut zur Zivilcourage zu machen, und wird sich auch weiterhin einbringen‘, sagte Jürgen Vanselow, Leiter der Bundespolizeiinspektion München.

Der Tod von Dominik Brunner am 12. September 2009 am S-Bahnhof München-Solln erschütterte die gesamte Öffentlichkeit. Für den Fahrgastverband Aktion Münchner Fahrgäste war dieses Ereignis der Auslöser, sich an das Polizeipräsidium München zu wenden, um mit dem Sachverstand der Polizei eine Verbesserung der Situation zu erreichen. Zunächst war an eine Plakataktion gedacht, die zum Beispiel auf einen Gewaltverzicht hinweisen sollte. In einer genauen Situationsanalyse und nach einer umfangreichen Planungsphase stellte sich aber heraus, dass es sinnvoller ist, dem gutwilligen Bürger das Rüstzeug zu geben, damit er gefährliche Situationen frühzeitig erkennen und sich angemessen verhalten kann.

Die Bayerische Polizei hatte bereits seit 1998 sehr gute Erfahrungen mit dem „Polizei-Kurs‘ und den dabei durchgeführten Verhaltenstrainings gemacht. Es galt nun diese Übungen in einer realistischen Umgebung durchzuführen. Da dies ohne besonderen organisatorischen Aufwand und ohne die Gefahren eines Werkstattbetriebes geschehen sollte, entstand die Idee, die Fahrzeuge im Verkehrszentrum des Deutschen Museums zu benutzen. Die Museumsleitung zeigte sich sofort bereit, diese Idee tatkräftig zu unterstützen. Vom Polizeipräsidium München wurde auch die Bundespolizeiinspektion München über die Bundespolizeidirektion München in das Projekt eingebunden.

Das Ziel ist es in erster Linie den interessierten Fahrgästen wirksame Maßnahmen zum Selbstschutz zu vermitteln und ihnen Handlungskompetenzen für ein couragiertes Eingreifen aufzuzeigen. Des Weiteren spielt die Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Rolle. Durch die intensive Berichterstattung in den Medien ist ein allgemeiner Bewusstseinswandel in der Bevölkerung zu mehr Zivilcourage und Eigensicherheit in der Öffentlichkeit klar zu erkennen. Ein potentieller Helfer handelt nun in dem Bewusstsein, dass die Gesellschaft und ihre Repräsentanten Übergriffe, insbesondere im Linienverkehr in keiner Weise dulden und den couragierten Helfer nachhaltig unterstützen wird.

Das kostenlose Training wird für alle interessierten Fahrgäste im Bereich des MVV und der Bayerischen Oberlandbahn angeboten.

Die Teilnehmer können sich über die Internetseite www.fahrgaeste.de oder fernmündlich über das Service-Telefon der S-Bahn München unter der kostenpflichtigen Rufnummer (01805) 661010 anmelden.

Die nächste Veranstaltung findet am Dienstag, 13. November 2012 um 13:30 Uhr statt.

Das Projekt wird unterstützt von:

Bayerische Oberlandbahn
Berufsfeuerwehr München
Deutsche Bahn
Deutsches Museum
Dominik-Brunner-Stiftung
Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV)

Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Christian Ude übernommen.

Das Training besteht aus drei Teilen:

A Bus und Bahn sind sicher

Obwohl Bus und Bahn sehr sichere Verkehrsmittel sind, gibt es doch auch Gefahren, die nicht immer richtig eingeschätzt werden. Viele Fahrgäste kennen auch die vorhandenen Rettungs- und Nothilfeeinrichtungen nicht. So wird auf die Gefahren durch die hohe Spannung oder das geringere Bremsvermögen von Schienenfahrzeugen eingegangen.

B Verhaltenstraining

Die Polizei erläutert die rechtlichen Grundlagen des Eingreifens und Handelns. In mehreren realistischen Rollenspielen wird in einem Original-S-Bahntriebzug (ET 420) das richtige Verhalten geübt. Den Kursteilnehmern werden weiterhin leicht erlernbare Tips zur Selbstbehauptung und Zivilcourage vermittelt und wie man Gefahrensituationen vermeiden kann.
z.B. durch die richtige Wahl von „sicheren‘ Sitzplätzen.
Weiterhin werden Hinweise zum Umgang mit Rettungs- und Hilfeeinrichtungen am Bahnhof und in den Zügen von S- und U-Bahn gegeben.

Bei dem Verhaltenstraining handelt es sich um ein interaktives
Selbstsicherheits- und Zivilcouragetraining für den Bereich des Linienverkehrs.

Ziel dieses Trainings ist es hierbei

– gefährliche Situationen im öffentlichen Nahverkehr bereits im Vorfeld rechtzeitig erkennen zu können (bzw. die Vorgeschichte einer potentiellen Gefahrensituation rechtzeitig „lesen‘ zu können),
– das Wissen zu haben, richtig zu reagieren, ohne sich selbst und andere dabei zu gefährden
– das Erlernte jederzeit trotz einer Angst- und Streßsituation umsetzen zu können.

Je schneller eine mögliche Gefahrensituation wahrgenommen und richtig eingeschätzt wird, desto leichter ist es, sich selbst und anderen mit einfachen, leicht umsetzbaren Verhaltensmaßnahmen unbeschadet aus Bedrohungslagen zu befreien.

Das Verhaltenstraining ist ein Bestandteil der POLIZEI-Kurstrainings des Polizeipräsidiums München, das von der Ludwig-Maximilians-Universität evaluiert (Wirkungsevaluation) und vom Zentralen Psychologischen Dienst der Polizei überprüft wurde.

C Defibrillator-Training

Die Berufsfeuerwehr München erklärt theoretisch und praktisch den Umgang mit einem Defibrillator. Die Teilnehmer haben die Gelegenheit die Maßnahmen zur Wiederbelebung eines Patienten an einer Puppe und mit einem Schulungs-Defibrillator selbstständig zu üben.

Aktion Münchner Fahrgäste

Die Aktion Münchner Fahrgäste wurde im Juli 1989 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss engagierter Fahrgäste und kompetenter Fachleute aus der Verkehrsplanung, den Verkehrsunternehmen und der Indust
rie. Grundsätzliches Ziel ist die Steigerung des Anteils der Linienverkehrsmittel am Verkehrsaufkommen. Daneben werden aber auch Details der Fahrplangestaltung, der Fahrgastbedienung und der Verkehrsdurchführung unter die Lupe genommen.
Wichtigstes Ziel war der Erhalt der Trambahn in München als System. Dieses Ziel wurde, natürlich nur gemeinsam mit all den anderen Initiativen und engagierten Bürgern, erreicht. Der Fahrgastverband betreibt einen Infokiosk am Karlsplatz (Stachus) und führte auch Sonderfahrten, wie den Wolnzach-Express, die Christkindl-Trambahn oder die Sylvester-S-Bahn durch.

Polizeipräsidium München

Das Polizeipräsidium München umfasst mit der Landeshauptstadt und dem Landkreis München einen Zuständigkeitsbereich von etwa 1.000 qkm, in dem ca. 1,6 Mio. Einwohner leben. Insgesamt stehen für die Erhaltung der Sicherheit rund 6.000 Polizeibeamte bereit. Davon verrichten etwa 1.200 Beamte ihren Dienst bei der Kriminalpolizei. Weitere 4.700 Beamte werden bei der Schutzpolizei eingesetzt. Zusätzlich sind rund 800 Tarifbeschäftigte angestellt, die ebenfalls für die Sicherheit unserer Bürger, vorwiegend im logistischen Bereich, arbeiten. Dem Abschnitt Kriminalpolizei sind deliktsorientiert Kriminalfachdezernate und Kommissariate zugeordnet. Ihnen obliegt die Verhütung, Verfolgung und Aufklärung von Straftaten.

Bundespolizeiinspektion München

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Der Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München mit dem Bundespolizeirevier München Ost umfaßt neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten Landkreise Dachau, Ebersberg, Fürstenfeldbruck, Starnberg, Erding und Freising.

Systemzuverlässigkeit erhöhen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 28.10.2012 (53/2012)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der ‚überraschende‘ Wintereinbruch hat zu starken Einschränkungen im Netz der S-Bahn München, aber auch auf anderen Bahnstrecken geführt. Grundsätzlich sind schienengebundene Verkehrsmittel sehr zuverlässig, gerade bei winterlicher Witterung. Leider müssen wir aber feststellen, daß die Verfügbarkeit der Schienennetze in den letzten Jahren immer mehr zurückgeht. Streckenarbeiten, die früher selbstverständlich während des laufenden Betriebes durchgeführt wurden, führen zu Sperrungen. Der Winter stellt eine immer größere Herausforderung dar.

‚Wir fordern, daß die Systemzuverlässigkeit insbesondere bei den Schienenverkehrsmitteln wieder signifikant erhöht wird!‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Genauso wie der Fahrgast die Tarifbestimmungen peinlichst genau einhalten muß, müssen auch die Verkehrsunternehmen und die Netzbetreiber an einer höheren Verfügbarkeit mit Nachdruck arbeiten.‘

In vielen Diskussionen wird auf den Vorteil eines integrierten Bahnkonzerns hingewiesen. Daher fordert die Aktion Münchner Fahrgäste eine ‚Task Force‘, bei der alle Unternehmen der Deutschen Bahn die Systemzuverlässigkeit wieder erhöhen.