Festakt 40 Jahre S-Bahn München

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 18.10.2012 (52/2012)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Den offiziellen Festakt zur Feier des 40-jährigen Jubiläums der S-Bahn München nutzten Roland Krack und Andreas Nagel, die beiden Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste, um den Verantwortlichen der Bahn die besten Wünsche für die S-Bahn und den Dank der Fahrgäste an alle Mitarbeiter zu übermitteln. Wenn es auch am Festtag zu einer Stammstreckensperrung kam, so sollte an diesem Tag einmal die Leistung des Verkehrsunternehmens für die ganze Metropolregion München im Mittelpunkt stehen. Bahnchef Dr. Rüdiger Grube nahm das Lob des Fahrgastverbandes über den konstruktiven Dialog mit der Geschäftsführung der S-Bahn München gerne entgegen.

Die S-Bahn ist eine wesentliche Säule der Verkehrsmittel im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund. Diese Säule muß nach Ansicht des Fahrgastverbandes gepflegt und gestärkt werden.

Fahrgastverband gratuliert den Stadtwerken München

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 11.10.2012 (51/2012)

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Für die neue Münchner Trambahnlinie nach St. Emmeram bekommen die Stadtwerke München (SWM) den „Nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur‘ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).

‚Wir gratulieren den Stadtwerken München und der Münchner Verkehrsgesellschaft ganz herzlich zu diesem Preis‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die jahrzehntelangen Bemühungen der Fahrgastverbände, des Verkehrsunternehmens und der verantwortlichen Politiker werden damit belohnt.‘

Am 13. März 1991 hatte der Münchner Stadtrat den Ausbau der Trambahn beschlossen, nachdem es eine lange Diskussion um die Stillegung der gesamten Trambahn gegeben hatte. Der schon einmal betriebene Streckenabschnitt dieser nun preisgekrönten Linie vom Effnerplatz bis zum Cosimabad wurde deshalb unter dem damaligen Oberbürgermeister Erich Kiesl abgebaut. Sogar das bereits vorhandene Planum wurde entfernt und mit der Pflanzung von Bäumen vermeintlich unabänderliche Tatsachen geschaffen.

Der erste Anlauf zum Bau der Trambahn nach St. Emmeram scheiterte, da es einige Bürger verstanden, der Politik mit der Furcht vor Elektrosmog einen Schrecken einzujagen. Ein örtlicher Stadtratskandidat war einer der verbissenen Gegner. Dann wurde der Bau unmittelbar nach Fertigstellung des Straßentunnels am Effnerplatz versprochen. Die Bürger und Fahrgäste mußten aber immer noch bis zum 19. Mai 2010 warten bis Oberbürgermeister Christian Ude mit einem feierlichen Spatenstich den Baubeginn bekannt gab.

Die Trambahn nach St Emmeram wird von den Fahrgästen so stark genutzt, daß die Münchner Verkehrsgesellschaft schon im nächsten Jahr den Forderungen der Lokalpolitik und des Fahrgastverbandes folgen und den Takt in nachmittäglichen Berufsverkehr verstärken wird.

Die Linie 16 ist auch deshalb so erfolgreich, weil sie sowohl sehr günstige Anschlüsse zur U-Bahn bietet, aber gleichzeitig auch wichtige Ziele in der Innenstadt direkt ereicht.

‚Wir hoffen, daß dieser Preis die Stadtwerke und das Rathaus beflügeln weitere wichtige Projekte wie die Westtangente in Angriff zu nehmen‘, sagt Nagel abschließend.

Der Feinstaub und der MVV

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 10.10.2012 (50/2012)

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Unbestritten besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Feinstaubbelastung und dem motorisierten Individualverkehr. Was hat das aber mit dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) zu tun? Ganz einfach, bei hohen Dieselpreisen würden viele Autofahrer umsteigen, wenn sie auf ein attraktives Angebot an Linienverkehrsmitteln stoßen würden. Einen Umsteiger würde aber derzeit vielfach schon ein fehlender Sitzplatz, ein unzuverlässiger Betrieb oder gleich die fehlende Verbindung zurück ins Auto treiben.

Bevor nun die politisch Verantwortlichen in einen ‚Da-kann-man-eh-nix-machen‘-Dämmerzustand verfallen, sollten sie sich in ihrem jeweiligen Verantwortungsgebiet um Lösungen, um schnell wirksame Lösungen kümmern.

S-Bahn

Das Sofortprogramm der Bayerischen Staatsregierung vom Mai 2012 muß mit Elan umgesetzt werden. Für eine Kapazitätsausweitung bei den Triebzügen muß eine Lösung, die auch für den bisherigen Betreiber darstellbar ist gefunden werden. Niemand kauft sich Spezialzüge, wenn er sich bald einer Ausschreibung stellen muß.

U-Bahn

Der U-Bahnbau in München ist abgeschlossen. Es muß sich darauf konzentriert werden, die bestehenden Stecken leistungsfähiger zu machen. Mittelfristig wird kein Weg an einem automatischen Betrieb im 90-Sekunden-Takt vorbeiführen.

Trambahn

Nachdem das Fahrzeugproblem hoffentlich in einem Jahr gelöst ist, muß über dringend notwendige Netzergänzungen nachgedacht werden. So läßt sich eine Trambahnstrecke über die Friedenheimer Brücke schnell realisieren. Im Störungsfall können die Linien 16, 17, 18 und 19 über den jeweils parallel führenden Linienast weitergeführt werden. Sogar ein Ersatzverkehr für die S-Bahn wird schnell möglich.

In der Innenstadt werden zusätzliche Wendemöglichkeiten und Umleitungsstrecken benötigt. So fehlt zum Beispiel eine Verbindung der Trambahnstrecke (Tram 27) von Schwabing mit der nördlichen Innenstadtumfahrung (Tram 19). Auch die Wiesnschleife mit direktem U-Bahnzugang wäre nicht nur während des Oktoberfestes eine wichtige Qualitätsmaßnahme.

Metrobus

Die fehlenden Metrobus-Tangenten müssen verstärkt oder wieder eingerichtet werden. Die Beschleunigung der Buslinien dar nicht weiter ein kümmerliches Dasein fristen.

Regionalbus

Genauso wie in der Stadt müssen leistungsfähige MVV-Regionalbuslinien für den Fahrgast erkennbar sein. Vielleicht muß man über einen ‚Regional-Schnell-Bus‘ nachdenken. Langfristig muß auch in der Region ein angepaßtes Schienenverkehrsmittel eingeführt werden.

‚Wir fordern die Politiker auf, jetzt endlich einmal Taten folgen zu lassen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Gerade in den kommenden Wahljahren werden die Fahrgäste sehr wohl bewerten, welches Projekt tatsächlich in Angriff genommen wurde, oder was als Wunsch-Utopie immer nur versprochen und in Aussicht gestellt wurde.‘

Der Fahrgastverband glaubt zum Beispiel nicht, daß ein Parkhaus am Tierpark einen Beitrag zur Feinstaubverminderung leistet. Ein verbilligtes Zooticket für MVV-Fahrgäste (auch für die mit einer Zeitkarte) schon.

‚Nur ein konsequenter Kapazitätsausbau bei den MVV-Verkehrsmitteln kann die Umwelt- und Verkehrsprobleme der Metropolregion München lösen‘, so Nagel abschließend.

Zusätzliche Kapazitäten für Wiesnverkehr erforderlich

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 07.10.2012 (49/2012)

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Die An- und Abreise der Fahrgäste zum Münchner Oktoberfest sind immer eine besondere Herausforderung für die Verkehrsunternehmen, die Sicherheits- und Rettungskräfte. In den vergangenen zwei Wochen sind die Wiesnbahnhöfe sehr oft an Ihre Kapazitätsgrenzen gekommen. Nur dem massiven Einsatz von Betriebspersonal und Polizei ist es zu verdanken, daß es in diesem Jahr gerade noch einmal einigermaßen glimpflich ausgegangen ist. Mehr Fahrgäste sind aber auf diese Weise nicht mehr abzufertigen. Da der Wiesnverkehr ja nicht unerhebliche Fahrgeldeinnahmen in die Kassen der Verkehrsunternehmen bringt, müssen künftig zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden. Die Landeshauptstadt München muß wieder für eine Wiesnlinie der Trambahn sorgen – und dafür auch die erforderlichen Gleisanlagen bauen. Zunächst kann aber auch auf den bestehenden Anlagen eine Linie eingerichtet werden. Es ist wirklich absurd, daß die Fahrgäste der Trambahnlinien 20 und 21 am Hauptbahnhof in die übervolle U-Bahn umsteigen müssen. Hier könnte eine direkte Linienwegänderung in Richtung Festwiese ganz leicht Abhilfe schaffen. Das Ziel der Mehrheit der Fahrgäste ist abends und am Wochenende eben die Wiesn und nicht der Stachus.

Aber auch für den S-Bahnhof Hackerbrücke müssen neue Überlegungen angestellt werden. Dort kam es sehr häufig zu Engpässen. Leicht ist diese Aufgabe nicht, das ist klar. Aber vielleicht kann man die Fahrgastströme noch etwas entmischen. Grundsätzlich wird man an baulichen Maßnahmen längerfristig nicht vorbei kommen.

‚Die Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen und der Polizei haben auch während der Wiesn 2012 viel geleistet. Dafür danken wir Ihnen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Für das kommende Jahr benötigen wir allerdings zusätzliche Kapazitäten.‘

Die spektakuläre Rettung eines Mannes aus dem Gleisbereich der S-Bahn am vergangenen Samstag zeigt allerdings, daß die gesamte Gesellschaft über den übermäßigen Alkoholgenuß nachdenken muß. Vielleicht kann auch das Nachdenken des Einzelnen durch eine Beteiligung an den Kosten an der von ihm verursachten Betriebsstörung angeregt werden.

MVV-Verkehrsmittel bewältigen den Fahrgastansturm gut

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 03.10.2012 (48/2012)

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Am Tag der Deutschen Einheit gab es in München zwei attraktive Ziele, wenn man in der Stadt feiern wollte: Die Ländermeile auf der Ludwigstraße und das Oktoberfest. Natürlich benutzen viele Fahrgäste die Schnellbahnen – und diese taten, wofür sie gebaut wurden. Die Fahrgäste wurden sicher und schnell an ihr jeweiliges Ziel gebracht.

Erfreulich war, daß die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) auf die ganztägige Sperrung des U-Bahnhofes Universität verzichtete. Dies hatte im Vorfeld zu starker Kritik geführt.

‚Wir danken dem eingesetzten Personal der Verkehrsunternehmen und den Sicherheitskräften, daß sie auch den großen Fahrgastandrang am Nationalfeiertag mit Ruhe und Gelassenheit gemeistert haben‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Es sind besondere Herausforderungen die auch viel Fingerspitzengefühl erfordern.‘

Für zeitweilige Zugangssperren haben auch die Fahrgäste Verständnis, denn ein überfüllter Bahnsteig stellt auch ein größeres Sicherheitsrisiko dar.