Münchner U9 ist ein utopisches Hirngespinst

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 08.02.2013 (06/2013)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der Linienverkehr in München muß ausgebaut werden. Steigende Einwohner- und Fahrgastzahlen sprechen eine deutliche Sprache, schon seit Jahren hinkt das Angebot der Nachfrage hinterher. Wichtig ist dabei die Steigerung der Zuverlässigkeit der verschiedenen Systeme. Hier zeigen sich bei allen spurgeführten Verkehrsmitteln bedauerliche Mängel.

‚Wenig hilfreich sind dabei völlig utopische Pläne. Wir brauchen nicht tausend neue Vorschläge, was man alles machen könnte, sondern es muß konsequenter am Vollzug bereits gefaßter Beschlüsse gearbeitet werden‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Auch die Wähler werden sich an den Taten orientieren und nicht an Hirngespinsten.‘

Das derzeitige Liniensystem zwingt viele Fahrgäste zum Umsteigen in die Innenstadt, da wichtige Tangenten fehlen. Sowohl beim Bus wie auch bei der Trambahn. Verbesserungswürdig sind auch die Verbindungen aus der Region in die Stadt.

Bevor wieder die Bagger kommen und neue Röhren gegraben werden, müssen die finanziellen Mittel zuerst in den Erhalt und die Modernisierung der bestehenden U-Bahnstrecken gesteckt werden. Auch in München muß die U-Bahn automatisch fahren, Bahnsteigtüren sind für einen sicheren Betrieb erforderlich und die möglichen Takte sind auf 90 Sekunden zu reduzieren.

Am 13. März 1991 hat der Münchner Stadtrat einstimmig den Ausbau der Trambahn beschlossen. Seither sind schon fast 22 Jahre vergangen. Eigentlich ein genügend langer Zeitraum, um die Westtangente und die Nordtangente zu realisieren. Wo die Trambahn reaktiviert oder ausgebaut wurde, zeigten sich sehr schnell die Erfolge.

Es ist nicht falsch, sich eine Verbindung aus dem Süden zum Hauptbahnhof zu wünschen. Daher fordern wir seit Jahren den Regionalzughalt Poccistraße, der eine ideale Umsteigemöglichkeit zu den wichtigen U-Bahnlinien U3 und U6 bietet.

Aber auch im Norden fehlen leistungsfähige Tangenten. Zum Beispiel von Dachau über Karlsfeld nach Johanneskirchen.

Die Vorstellung, daß München eine U-Bahnlinie aus eigener Kraft finanziert, werden die Finanzminister von Bund und Land gerne zur Kenntnis genommen haben. Da versteht der einfache Bürger natürlich nicht, warum es der Landeshauptstadt nicht gelingt, menschenwürdige, kostenlose öffentliche Toiletten in den U-Bahnhöfen anzubieten.

Den Fahrgästen ist schon so viel versprochen worden. Wir sind es mittlerweile leid, in unzuverlässigen und überfüllten Verkehrsmitteln auf die Utopien der Politiker zu hoffen. Die Fahrgäste wollen konkrete Lösungen, die finanzierbar sind und in überschaubaren Zeiträumen in Betrieb genommen werden.

‚Es ist wirklich schade um jeden Euro, der in aussichtlose Machbarkeitsstudien investiert wird, während den Fahrgästen lange Takte und weite Wege aus Kostengründen zugemutet werden‘, so Nagel abschließend.

Sicherheit muß bei der Eisenbahn an erster Stelle stehen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 31.01.2013 (05/2013)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

‚Wie bisher muß bei der Eisenbahn die Sicherheit an erster Stelle stehen!‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Natürlich ist die verzögerte Inbetriebnahme von so vielen Eisenbahnfahrzeugen mehr als ärgerlich. Aber die katastrophalen Unglücke im spurgeführten Verkehr müssen eine immerwährende Mahnung bleiben.‘

Die Verantwortung für die Sicherheit liegt zunächst einmal bei den jeweiligen Verkehrs- oder Infrastrukturunternehmen. Die Mitarbeiter des Eisenbahnbundesamtes setzen die gesetzlichen Vorschriften um. Wenn es aber an ausreichendem Personal fehlen sollte, dann muß hier der Bundesverkehrsminister schnellstens Abhilfe schaffen. Die Unternehmer und die Industrie müssen gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden für einen sicheren Bahnverkehr sorgen. Dabei ist es sicher sehr hilfreich, wenn jeder damit beginnt, seine ureigensten Aufgaben vollständig zu erfüllen.

MVV-Fahrgäste kamen trotz Schneefall relativ gut ans Ziel

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 20.01.2013 (04/2013)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Fahrgäste des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) kamen trotz des Schneefalls in der vergangenen Woche relativ gut an ihre Ziele. Wenn auch eine Sprecherin der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) von einem Schnee-Chaos sprach, so verkehrten die Busse und Bahnen doch noch einigermaßen zuverlässig. So wurde uns bei der S-Bahn kein Ausfall eines S-Bahntriebzuges bekannt. Allerdings muß die Zuverlässigkeit der Infrastruktur verbessert werden. Eine Weiche ist ein Bauteil, das schon bei der allerersten Eisenbahnlinie verwendet wurde. Wie man eine Bahn auch unter schwierigen klimatischen Bedingungen betreiben kann, sieht man schon in Österreich und der Schweiz. Notfalls kann man sich auch Rat aus Finnland oder Rußland holen.

‚Wir erwarten, daß die Zuverlässigkeit der Infrastruktur signifikant verbessert wird‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Auch bei der Fahrgastinformation sind noch Hausaufgaben zu machen.‘

Kein Verständnis hat der Fahrgastverband dafür, daß Informationen über Störungen oftmals wie ein Staatsgeheimnis behandelt werden. Wichtig für die Fahrgastinformation ist auch gut ausgebildetes und motiviertes Personal, da sich gerne um seine Fahrgäste kümmert.

Gerade im Störungsfall sind die Verknüpfungen der verschiedenen System besonders wertvoll. Damit haben die Fahrgäste die Möglichkeit, auch auf einem Umweg ihr Ziel zu erreichen.

Verhaltenstraining für Fahrgäste: Was kann ich tun?

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 03.01.2013 (02/2013)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

In den letzten Tagen mußte die Münchner Polizei über zwei Vorfälle in den MVV-Verkehrsmitteln berichten, die sicher nicht alltäglich sind, aber leider vorkommen können. Es stellt sich einem immer wieder die Frage, was in einem solchen Fall zu tun ist. Möglichkeiten zum Selbstschutz aber auch zur Hilfe für andere Fahrgäste stellen erfahrene Polizei- und Feuerwehrbeamte am Donnerstag, 10. Januar 2013, um 13:30 Uhr im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthalerhöhe vor. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmer können sich über die Internetseite www.fahrgaeste.de oder fernmündlich über das Service-Telefon der S-Bahn München unter der kostenpflichtigen Rufnummer (01805) 661010 anmelden. (Neue Münchner Rufnummer: (089) 20 35 50 00.)

Seit 2010 veranstalten die Aktion Münchner Fahrgäste, das Polizeipräsidium München und die Bundespolizeiinspektion München ein Verhaltenstraining für Fahrgäste. Unter dem Motto ‚Mit Herz und Verstand – Notfall? Du hilfst – ich auch!‘ werden den Teilnehmer leicht erlernbare Tipps gegeben. Auch ein Experte des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes steht für alle Fragen zum MVV zur Verfügung. Die Berufsfeuerwehr München zeigt mit einer Puppe den richtigen Einsatz eines Defibrillators. Diese Geräte stehen an vielen U-Bahnhöfen zur Verfügung.

Der Bayerische Verkehrsminister Martin Zeil zeichnete die Veranstalter mit dem Bayerischen ÖPNV-Preis 2012 aus.

Aus dem Polizeibericht:

2264/2012. Rentner stürzt auf U-Bahn-Gleise – Schwabing

Am Freitag, 28. Dezember 2012, um 14:10 Uhr, befand sich ein 91-jähriger Senior auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofes „Münchner Freiheit‘ in Schwabing. Aufgrund seines schlechten Sehvermögens übersah er die Bahnsteigkante und fiel in den Gleisbereich. Zu dieser Zeit war keine U-Bahn im Bahnhof.

Sofort eilten drei bislang unbekannte männliche Personen herbei und zogen den Rentner wieder auf den Bahnsteig. Der Nothalt wurde gedrückt. Bei dem Sturz brach sich der 91-Jährige ein Bein und er wurde mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung gebracht.

14/2013. Exhibitionist in U-Bahn – Feldmoching

Eine 17-Jährige saß am Freitag, 28. Dezember 2012, gegen 23:30 Uhr, in der U-Bahn der Linie 2 in Fahrtrichtung Messestadt Ost, als sich ihr ein bisher Unbekannter gegenüber setzte. Die U-Bahn befand sich auf Höhe der Dülferstraße. Er manipulierte an seinem Geschlechtsteil und sah dabei das Mädchen an. Sie entfernte sich sofort. Nach einer kurzen Verfolgung ließ der Täter von ihr ab.

Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 45 Jahre alt, 175 cm groß, kräftig

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 15, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.