Dringender Handlungsbedarf beim S-Bahnausbau in München

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 17.10.2013 (34/2013)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Täglich erfahren die Fahrgäste, wie notwendig der Ausbau des S-Bahnsystems in der Bayerischen Landeshauptstadt ist. Dringend notwendig ist die Umsetzung des von der Staatsregierung beschlossenen Sofortprogramms. Sinnvoll wäre, daß alle Aufgabenträger beginnen, ihre Hausaufgaben machen. Dazu zählt auch die Landeshauptstadt München. Deren Planungsreferat sieht nun keinen Handlungsbedarf bei der Planung des Verbundbahnhofs Laim. Unter den S-Bahnsteigen in Laim soll eine neue Umweltverbundröhre die Umsteigemöglichkeiten vom Bus und von der zukünftigen Trambahn-Westtangete nachhaltig verbessern. Der Bau dieser Röhre steht in keinerlei Zusammenhang mit dem Bau der zweiten S-Bahnstammstrecke, insbesondere nicht mit dem Streit um einen Tieftunnel.

‚Wir bedauern besonders die taktischen Sperenzchen des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Schon die Verknüpfung mit der dann nicht erfolgreichen Bewerbung um Olympische Spiele hat der S-Bahn schwer geschadet.‘

Die Landshauptstadt München muß endlich ihre Hausaufgaben machen und baureife Pläne für ihren Verantwortungsbereich erstellen, fordert der Fahrgastverband.

Doppelstockfahrzeuge sind eine grundsätzlich vernünftige Lösung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 11.10.2013 (33/2013)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der Münchner Stadtrat, Verkehrsexperte und promovierte Ingenieur Georg Kronawitter hat Doppelstockfahrzeuge für die Münchner S-Bahn ins Gespräch gebracht. Derartige Fahrzeuge sind beispielsweise in Paris und in Zürich im Einsatz. Auch durch den Münchner S-Bahntunnel sind in einem Versuchsbetrieb schon einmal Doppelstockwagen in einem Zug mit zwei Lokomotiven gefahren. Aus Sicht der Fahrgäste sind doppelstöckige Fahrzeuge ein attraktives Angebot. Sie haben sich auch im Regionalverkehr bewährt.

Über die Zukunft der Münchner S-Bahn wird man sich in der nächsten Zeit grundsätzliche Gedanken machen müssen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Erweiterung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes. Die Fahrzeiten von den heutigen Endpunkten des S-Bahnsystems sind heute schon verhältnismäßig lang, so daß über ein übergeordnetes Expreß-Bahnsystem nachgedacht werden muß.

„Wir wünschen uns vom neuen Bayerischen Verkehrsminister eine sachliche Bestandsaufnahme der realistischen Möglichkeiten zum Ausbau der Münchner S-Bahn“, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Dabei müssen die technischen Möglichkeiten ohne ideologische Scheuklappen geprüft und zu einem Gesamtkonzept zusammengeführt werden.“ 

Zivilcouragetraining für Fahrgäste

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.10.2013 (32/2013)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

‚Streitschlichter wird Opfer und verletzt‘ lautete die Überschrift eines Berichtes der Polizei in der letzten Woche. Es ging dabei um einen Streit von fünf Personen in der S-Bahn. Damit man Zivilcourage zeigen kann und dabei nicht selbst zum Opfer wird, veranstalten das Polizeipräsidium München, die Bundespolizeiinspektion München und die Aktion Münchner Fahrgäste ein Verhaltenstraining für Fahrgäste. In diesem Jahr finden noch drei kostenlose Kurse statt. Am Donnerstag 10. Oktober 2013, am Mittwoch 6. November 2013 und am Montag 2. Dezember 2013. Beginn ist jeweils um 13:30 Uhr. Der Veranstaltungsort ist das Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthalerhöhe. Erfahrene Beamte trainieren mit den Teilnehmern das richtige Verhalten bei Rollenspielen in einem originalen S-Bahnzug. Die Berufsfeuerwehr München demonstriert den richtigen Einsatz eines Defibrillators. Die Anmeldung ist unter www.fahrgaeste.de oder der Münchner Rufnummer (089) 20355000 beim Service-Dialog der S-Bahn möglich. Ein kompetenter Ansprechpartner des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) ist bei jeder Veranstaltung anwesend.

Der Bayerische Verkehrsminister hat die Veranstaltungsreihe mit dem Nahverkehrspreis 2012 und der Deutsche Bahnkundenverband mit dem Deutschen Schienenverkehrs-Preis 2012 ausgezeichnet.

Zum Glück ist es keine alltägliche Situation, daß man in den Linienverkehrsmitteln des MVV bedrängt wird oder mit außergewöhnlichen Situationen konfrontiert wird. Dennoch ist es sehr hilfreich, wenn man die Sicherheitseinrichtungen kennt und mit ihnen vertraut ist. Immer wieder gelingt es zunächst Unbeteiligten, daß sie in richtiger Weise eingreifen. Das Ziel der Kurse ist die Vermittlung von praktischem Wissen.

Straßensperrung zwingt Metrobus 50 zur Stadtrundfahrt

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 29.09.2013 (31/2013)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Johanneskirchner Straße ist zur Zeit in östlicher Richtung gesperrt. Dies zwingt nicht nur den motorisierten Individualverkehr zu weiten Umwegen, sondern beeinträchtigt auch die Metrobuslinie 50. Alle Busse werden auf eine Stadtrundfahrt durch Bogenhausen geschickt. Durch die weitere Fahrtstrecke werden natürlich auch zusätzliche Busse benötigt, was nicht unerhebliche Kosten verursacht. Für die Fahrgäste bedeutet der Umweg auch eine wesentliche Fahrzeitverlängerung, kurz vor der Endstation am Bahnhof Johanneskirchen.

‚Eine Erleichterung könnte erreicht werden, wenn die nördliche Fahrbahn in beide Richtungen für den Verkehr freigegeben werden würde‘, sagt Roland Krack, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Ich verstehe nicht, wieso bei einer solch angespannten Situation die Dauerparker auf der nördlichen Fahrbahn weiterhin ungeschoren Verkehrsraum in Anspruch nehmen können.‘

Auch im zuständigen Bezirksausschuß (BA 13) stieß die Sperrung auf großes Unverständnis. Stadtrat Robert Brannekämper sprach sogar von einem ‚Multiorganversagen der Stadtverwaltung‘.

Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert eine umgehende Verbesserung der Situation und künftig eine bessere Berücksichtigung der Belange der Fahrgäste von den zuständigen Referaten. Die Baumaßnahme soll noch bis zum 18. Oktober 2013 andauern.

U-Bahnzüge für München wurden zu spät bestellt

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 27.09.2013 (30/2013)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am Donnerstag, 26. September 2013, gab die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bekannt, daß die für den Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 vorgesehenen neuen Münchner U-Bahnzüge erst im Jahre 2014 in Betrieb genommen werden. Damit bewahrheiten sich die schlimmsten Befürchtungen. In der Münchner U-Bahn herrscht drangvolle Enge, die durch vollmundige Versprechen wenigstens ab Dezember 2013 gelindert werden sollten. Leider wurden die Züge augenscheinlich zu spät bestellt.

‚Ich bin tief enttäuscht von dieser Nachricht‘, sagt Stefan Hofmeir von der Aktion Münchner Fahrgäste, der für die Schwesterorganisation Aktion Mobil e.V. auch Sprecher des MVV-Fahrgastbeirates ist. ‚Noch vor kurzem haben die Vertreter der MVG versichert, daß es keinerlei Probleme gäbe. Es ist das dritte Mal, daß es zu verspäteten Inbetriebnahmen bei der MVG kommt. Bei einer weiteren Panne müssen personelle Konsequenzen gezogen werden.‘

Schon beim Vorgängermodell des neuen Zuges wurde mehr auf die Farbgebung und gestalterischen Schnickschnack geachtet als auf die technischen Qualitäten. Dies führte zu einer erheblichen Verzögerung beim Fahrgasteinsatz.

Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert zusätzliche Maßnahmen zur Entlastung der U-Bahn. Dazu gehört eine Taktverstärkung bei der Trambahnlinie 17 zur Schwanseestraße. Da auch bei der Trambahn ein Fahrzeugmangel besteht, müssen zusätzliche Fahrzeuge beschafft oder reaktiviert werden.