Bonner Platz: Riesenbaustelle in Münchens Untergrund

Bis Ende März 2017 wird am Bonner Platz voraussichtlich noch gebaut. Ist alles fertig, werden 9000 Meter Schienen neu verlegt, 3300 Schwellen eingebaut und 4400 Tonnen Schotter erneuert worden sein. Der Münchner Merkur und die Abendzeitung haben die 19 Meter unter der Erde liegende Baustelle besucht:

http://www.merkur.de/lokales/muenchen/zentrum/u-bahn-baustelle-bonner-platz-riesenbaustelle-in-muenchens-untergrund-7109891.html

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.sanierung-der-u-bahn-gleise-mega-baustelle-bei-der-u3-tief-unten-im-schlund.f91bf197-8c44-4ef7-af9d-c5882f635e19.html

 

Licht und Schatten bei der Münchner Trambahn

Am Samstag, 10. Dezember 2016, wird die neue Trambahnstrecke nach Zamdorf eröffnet. Bald wird die Münchner Ausflugslinie 25 die neue Endhaltestelle Berg am Laim Bf anfahren. In die Freude über die neue Trambahnstrecke mischt sich aber auch das Bedauern über die einjährige Verspätung dieser Linie und die Stillegung des Industriegleises, das zum Beispiel dem Süddeutschen Verlag den umweltschonenden Transport auf der Schiene ermöglicht hätte.

„Jeder Meter neues Trambahngleis ist ein wirklicher Fortschritt zur Lösung der Verkehrsprobleme in München“, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Kostengünstig und auch relativ schnell realisierbar ist die Trambahn die sinnvollste Anwendung von Elektromobilität.“

Nachdem die für den Eisenbahnbetrieb zuständige Behörde zunächst völlig übertriebene Forderungen zur Kreuzung des bestehenden Gütergleises mit der Trambahn aufgestellt hatte, wurde auch von Seiten der Stadt alles getan, um das Industriegleis stillzulegen. Die Beamten des Eisenbahnbundesamtes, sonst nicht für eine übertriebene hast bekannt, wurden beim Abbau plötzlich sehr munter. Damit wurde, entgegen allen Beteuerungen der Politik die Verlagerung von Schwerverkehr von der Straße auf die Schiene zunichte gemacht.

Auch die einjährige Verspätung der Inbetriebnahme schmerzt. Dazu kommt noch die halbherzige Anbindung der neuen Strecke an den Betriebshof, bei der eine Weichenverbindung fälschlicher Weise eingespart wurde. Die Gegenrichtung wurde auf massiven Druck nachträglich noch in die Baumaßnahme aufgenommen.

Ein Fehler, der sich aber schon zum nächsten Fahrplanwechsel beheben läßt, ist die Bedienung durch die Linie 25. Viel sinnvoller für die Fahrgäste wäre eine direkte Verbindung in die Innenstadt, zum Beispiel durch eine Verlängerung der Trambahnlinie 20, die dann auch bei den gar nicht so seltenen Störungen bei der S-Bahn einen gewissen Ersatz bieten würde.

„Wir freuen uns auf die neue Trambahn im Osten und über den voraussichtlichen Sieg der Vernunft über die fanatischen Trambahngegner im Westen“, sagt Nagel abschließend.

S-Bahn München öffnet bald alle Türen zentral

Die S-Bahn München wird ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 die Türen der Züge an den Stationen der Stammstrecke zwischen 6 und 22 Uhr zentral öffnen. Damit erfüllt sie eine langjährige Forderung des Fahrgastverbandes.

„Wir freuen uns, daß es nun gelungen ist, die Türsteuerungen für ein zentrales Öffnen zu ertüchtigen“, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Hoffentlich gewöhnen sich die Fahrgäste schnell daran – und es kommt zu keinen Schwierigkeiten. Wir würden uns freuen, wenn die eingesparten Sekunden zu einem zuverlässigeren und pünktlicheren Betrieb führen würden.“

Das Öffnen der Türen wird durch einen Pfeifton angekündigt, den man sich allerdings etwas weniger nervig vorstellen könnte, insbesondere wenn die Türe von Hand an der Innenseite geöffnet wird. Aber grundsätzlich sollte man sich in Fahrzeugen nie an die Türen lehnen. denn sie könnte sich ja öffnen. Ein zentrales Öffnen der Türen ist auch keine neue Erfindung. Bei der Münchner Trambahn wird es schon lange praktiziert und weltweit ist es in vielen Schnellbahnen üblich.

Fahrgäste im Dialog: Wie private Bahnunternehmen zum Erfolg im Bahnland Bayern beitragen

Am Donnerstag, 1. Dezember 2016, um 18:00 Uhr schildert Heino Seeger den Beitrag privater Bahnunternehmen zum Erfolg des Bahnlandes Bayern.

Heino Seeger ist einer der erfahrensten Eisenbahnbetriebsleiter in Bayern und hat selbst maßgeblich zur Erfolgsgeschichte des Bahnland Bayern beigetragen. Er ist Geschäftsführer der Tegernseebahn, die für die Eisenbahninfrastruktur am Tegernsee verantwortlich ist. Sein Engagement ist weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt. Ihm ist es gelungen, die Bayerische Oberlandbahn zu einem anerkannten und beliebten Verkehrsunternehmen zu machen. Die Ausschreibung zum Meridian hat er erfolgreich abgeschlossen. Heute kümmert er sich um den Erhalt und die Verbesserung der Eisenbahninfrastruktur im Tegernseer Tal.

Die Veranstaltungsreihe ‚Fahrgäste im Dialog‘ findet in der Halle III im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthalerhöhe, Am Bavariapark 5, statt. Der Eintritt kostet 3 Euro, für Mitglieder des Deutschen Museums und des Fahrgastverbandes ist der Eintritt frei. Erreichbar ist das Verkehrszentrum mit den MVV-Verkehrsmitteln U5, U-Bahnhof Schwanthalerhöhe, Metrobus 53 und dem Stadtbus 134 . Im Anschluß an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Vorankündigung:
Fahrgäste im Dialog: Neue Perspektiven für die S-Bahn München

Heiko Büttner, Sprecher der Geschäftsleitung S-Bahn München
Donnerstag, 2. März 2017, 18:00 Uhr

Verkehrszentrum des Deutschen Museums, Halle III, Schwanthalerhöhe

Zivilcourage: Wie helfe ich, ohne mich selbst zu gefährden?

Am Samstag, 12. November 2016, kam es zu einem tätlichen Übergriff, bei dem ein Fahrgast erheblich verletzt wurde. Die Aktion Münchner Fahrgäste, die Bayerische Landespolizei und die Bundespolizei setzen sich schon lange gemeinsam für die Sicherheit der Fahrgäste ein und veranstalten monatlich ein „Verhaltenstraining für Fahrgäste“. Dabei werden nicht nur die Sicherheitseinrichtungen besprochen, sondern es gibt auch wertvolle Ratschläge, die in Rollenspielen vertieft werden. Der nächste Kurs findet am Freitag, 2. Dezember 2016 im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthalerhöhe statt. Beginn ist um 13:30 Uhr. Kostenlose Anmeldung unter www.fahrgaeste.de oder (089) 20355000.