30 Jahre MVV

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 26.05.2002 (07/2002)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am 28. Mai 2002 wird der MVV, die Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH, dreißig Jahre alt. Aber es kommt keine richtige Jubelstimmung auf. Der MVV befindet sich in einer großen Krise, denn seine Existenzberechtigung wird von vielen angezweifelt.

Keine Zweifel sollte es am Nutzen eines gemeinsamen Tarifes, einer einheitlichen Fahrgastinformation und abgestimmter Fahrpläne geben.

Leider sind die Erinnerungen an die Zeit, als es verschiedene Fahrscheine in den Zügen der damaligen Deutschen Bundesbahn und den Fahrzeugen des städtischen Verkehrsbetriebes gab, schon viel zu schwach. Heute ist ein einheitlicher Fahrschein selbstverständlich und er muß es auch bleiben.

Wir stellen aber immer mehr fest, daß einzelne Verkehrsunternehmen, insbesondere die städtische MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft) mit ihrem Egoismus das Gesamtsystem gefährden. So wurde eine der wesentlichen ‚Erfindungen‘ des MVV, die Streifenkarte, in Trambahn und Stadtbus abgeschafft. Das vom MVV zum Jahreswechsel 2000 herausgegebene Millennium-Ticket mußte in der Stadtinformation verkauft werden, weil es im MVV-SWM-Kundencenter nicht erhältlich war. Und auf die Frage am MVG-Infomobil ‚… aha, Sie sind vom MVV?‘ kam die Gegenfrage ‚Wollen Sie uns beleidigen? – Mir san die MVG!‘. Einfach seltsam.

Statt einheitlicher Fahrgastinformation gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Plänen und Informationsbroschüren. Besonders ärgerlich für den Fahrgast ist der ständige Fahrplanwechsel während der laufenden Fahrplanperiode. Konnte man sich früher auf das MVV-Fahrplanbuch verlassen, so nehmen die Verkehrsunternehmen und teilweise auch die Aufgabenträger Änderungen in der Linienführung und bei den Abfahrtszeiten nach Belieben vor. Aber auch die Informationen der Verbundgesellschaft sind inzwischen nicht immer korrekt. Hier hat sich eine Schlamperei eingeschlichen, die ein vertretbares Maß übersteigt.

Daß ein Marketing unter dem Motto ‚Schon wieder Theater beim MVV‘ bei allen Seiten auf Mißfallen trifft wundert einen nicht.

Verkehrspolitisch hat der MVV wenig bewegt: Erst an der Spitze der Trambahngegner rühmt er sich heute für den Erhalt der Trambahn und die Wiederinbetriebnahme der Tram 17. Erreicht haben dies aber die Münchner Bürgerinnen und Bürger. Die vom Stadtrat einstimmig beschlossenen Ausbaustrecken der Trambahn und die zukunftsträchtige Stadt-Umlandbahn finden wenig Unterstützung durch den Verbund. Eine gute Öffentlichkeitsarbeit und eine Zusammenarbeit mit den Interessierten sucht man vergeblich.

Was wünschen sich die Fahrgäste für die Zukunft des MVV?

Die MVV-Gesellschafter, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München und die Landkreise müssen sich über die vernünftige Aufgabenteilung zwischen Aufgabenträger, Verbundgesellschaft und Verkehrsunternehmen einigen. Werbefeldzüge zur Selbstdarstellung und Logo-Schlachten müssen unterbunden werden.

Der MVV muß sich wieder auf seine soliden Grundlagen besinnen und zuverlässig gute Arbeit leisten, die die Bedürfnisse der Verkehrsunternehmen genauso einbezieht, wie die der Fahrgäste.

Es muß Ordnung in den Fahrplanwechsel gebracht werden, vielleicht sind zwei richtige Fahrplanwechsel eben doch sinnvoller als der Zustand mit beinahe monatlichen Änderungen.

Interne Einsparungspotentiale müssen genutzt werden. Die Leistungen der Verbundgesellschaft müssen an ihrer üppigen Personalausstattung gemessen werden. Vielleicht ist EIN Gutes mehr als ZWEI.

MVV-Fahrgäste über neuen Rabatt schlecht informiert

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 03.04.2002 (06/2002)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Noch sind die mit großem Aufwand betriebenen Werbekampagnen um neue und alte Logos im Münchner Nahverkehr in guter Erinnerung. Anscheinend ist jetzt alles Geld verpulvert, denn die Informationen über den Rabatt (MVV-amtlich: Preisvorteil) beim elektronischen Bezahlen des Einzelfahrscheines werden den Fahrgästen nicht näher gebracht. Kein Plakat, kein Aufkleber ist zu finden. Soll es ein Angebot sein, das die Kunden, die die Streifenkarte vermissen, beruhigt, aber nicht zu Einnahmeverlusten führt. Oder ist es nur die übliche Trägheit?

Ganz besonders ärgerlich ist, daß einige Busse immer noch nicht mit Automaten ausgestattet sind. Auch hier geht es natürlich zu Lasten des Kunden, der hat eben Pech gehabt. Und ganz wenige Busse sind es nicht.

Grundsätzlich begrüßen wir die Einführung des Rabattes. Wenn es auch keine Kundenbindung wie bei der Streifenkarte gibt und es schon mühsam ist, jedes Mal einen neuen Fahrschein kaufen zu müssen. Wir bezweifeln auch ob es eine gute Lösung für die wichtige Gruppe der älteren Menschen ist. Aber wir werden die weitere Entwicklung sorgfältig prüfen.

Nachdem in den Stadtbussen beinahe 30 Jahre lang die Streifenkarte verkauft wurde, war es schon besonders geschickt, zuerst den Streifenkartenverkauf einzustellen und dann nach 3 Monaten mit der elektronischen Lösung zu kommen.

Im Internetangebot des MVV haben wir keine Hinweise auf die Sparmöglichkeit gefunden. Die MVG informiert darüber, wobei es für alle Fahrgäste, die keinen Geld-Karten-Chip haben schwierig ist, die kostengünstigste Lösung zu finden. Der Chip und das Aufladen ist nämlich nicht immer kostenlos.

Wir haben uns bei einigen Münchner Banken und Sparkassen umgehört – und folgende Auskünfte erhalten:

Advance Bank
Die Kunden sind vor allem Fondsanleger. Eine GeldKarten-Funktion wird nicht angeboten. Eine Aufnahme wird jedoch derzeit geprüft.

Deutsche Bank
Geldkarte kann als extra Karte für 2,56 Euro im Jahr bestellt werden. Bei Jugendkonten kostenlos.

Dresdner Bank
Geldkartenchip wird nicht mehr angeboten

HypoVereinsbank
Geldkartenfunktion wird derzeit nicht angeboten. Geldkarte wird nicht mehr ausgegeben, weder einzeln noch in Kombination auf einer EC-Karte. Das Projekt wurde bei dieser Bank mangels Kundennachfrage eingestellt.

Kreissparkasse München-Starnberg
EC-Karte ist auch GeldKarte.

Münchner Bank/Genossenschaftsbanken
GeldKarten-Chip ist automatisch auf der EC-Karte.

Postbank
GeldKarten-Chip ist automatisch auf der EC-Karte.

Sparda Bank
Geldkarte ist automatisch auf der EC-Karte.

Stadtsparkasse München
Jede EC-Karte ist mit dem GeldKarten-Chip ausgestattet. Die Kundenkarte zum Teil auch. Etwa 75 Prozent der Kunden haben den Chip.

Unsere aktuellen Informationen erhält man im Internet unter www.fahrgaeste.de, weitere Informationen auch unter www.m-card.de und www.cardetc.de.

Wir fordern eine schnelle und gerechte Lösung für die Fahrgäste in Stadtbussen ohne Automat und vernünftige Informationen für Fahrgäste, die noch nicht ‚online‘ sind.

Gemeinsame Forderungen an die Münchner Kommunalpolitik: Takt 10 bis Zehn! Positive Nachfrageanpassu

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 17.02.2002 (05/2002)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der MVV erfreut sich in den letzten Jahren steigender Nachfrage. Dies ist erfreulich. Aber es ist erstaunlich, daß dies ohne grundsätzliche Verbesserungen (z. B. dichteres Netz, bessere Takte; Verbesserungen bei der S-Bahn) gelang. Ob der Anstieg allerdings genauso groß ist wie der Zuwachs des motorisierten Individualverkehrs, bleibt fraglich. Es wurden aber in den letzten Jahren viele kleine und ärgerliche Kürzungen vorgenommen (‚Salamitaktik‘). Erst 2001 gab es keine weiteren Kürzungen. Wir hatten allerdings andere Vorstellungen von einem Ausbau der Linienverkehrsmittel.

Bei der Trambahn zeigt die Anpassung an übliche Standards wie Beschleunigung und Niederflurfahrzeuge ihre Wirkung, es gibt aber keinen einzigen Meter Neubaustrecke. Es besteht ein erheblicher Verbesserungsbedarf auf dem bestehenden Netz im Münchner Stadtgebiet. Gerade am Wochenende und abends ab 20 Uhr ergeben sich bei mehrmaligem Umsteigen lange Fahrzeiten. Ursache sind die auf 20 Minuten ausgedünnten Takte bei Trambahn und Bus. Auch tagsüber sind die Taktabstände teilweise zu lang (Trambahn in der Barer Straße, U2 in Schwabing). Dies führt zu einer nicht zumutbaren Überfüllung der Fahrzeuge.

Schluß mit der sinnlosen Eigenwerbung von MVV und MVG!

Es besteht zur Zeit der Eindruck, daß die Verantwortlichen von MVV und MVG mehr Energie auf Marketingkampagnen zur gegenseitigen Abgrenzung verschwenden, anstatt sich um Verbesserungen für die Fahrgäste zu bemühen. Dabei ist aus Fahrgastsicht Ziel der MVG-Gründung ja nicht darin zu sehen, eine ‚Werbeschlacht‘ mit dem MVV zu führen, sondern durch eine Optimierung der Kostenstruktur Verbesserungen für die Fahrgäste zu erzielen.

Unsere grundsätzlichen Forderungen:

U-Bahn: Dort wo ein U-Bahntunnel gebaut worden ist, muß er auch betrieblich genutzt werden. Ein 20-Minuten-Takt bei der U-Bahn kann nicht hingenommen werden. Die Beförderungskapazität ist an die Fahrgastzahlen auch nach oben hin anzupassen.

Trambahn: Takt 10 bis Zehn! Verbesserung bei der Tram 27 durch Verdichtung des 7 und 8-Minuten-Taktes auf einen 6-Minuten-Takt.

Stadtbus: Takt 10 bis Zehn! Entwirrung des Liniennetzes. Verbesserung durch Einzelmaßnahmen.

Reaktivierung des Nachtliniennetzes.

Zeitlicher Horizont: Jahresfahrplan 2003.
Die Maßnahmen zur Angebotsverbesserung im Einzelnen:

Von Seiten der MVG wird die Steigerung des Angebotes seit 1990 um 16% hervorgehoben. Hierbei ist jedoch zu beachten, daß sich diese Steigerung auf die sogenannten ‚Platzkilometer‘ bezieht. Zu dieser Steigerung tragen besonders die U-Bahnaußenstrecken bei, die naturgemäß relativ schlecht ausgelastet sind. (Messe-U-Bahn im Jahresdurchschnitt). Das ist die berühmte ‚warme Luft‘, die herumgefahren wird. Dem Fahrgast, der abends auf seinen Anschluß wartet oder der im überfüllten Zug beinahe keinen Platz findet, nützt ein leerer U-Bahnzug nach Riem nichts.

U-Bahn:
Hier ist auf besonders belasteten Abschnitten der Takt zu verdichten (z. B. Hauptbahnhof – Rotkreuzplatz, Münchner Freiheit – Harras). Die Ausdünnung nach 24:00 Uhr auf 20 Minutentakt ist rückgängig zu machen, da dies zu sehr schlechten Anschlüssen führt.
U7 Rotkreuzplatz – Sendlinger Tor ganztägig
U8 Milbertshofen – Neuperlach Zentrum ganztägig. Gerade in Schwabing in Giesing ergeben sich in der Hauptverkehrszeit Überfüllungen der U-Bahnzüge
Verstärkung der U6 Münchner Freiheit – Harras ganztägig
Nach Mitternacht längerer 10 Minutentakt (18 Minuten Umsteigezeit von der U1 auf die U5 am Hauptbahnhof sind inakzeptabel)
U4 abends wieder bis Hauptbahnhof

Trambahn:
Tram 27 alle 6 Minuten, v.a. Verstärkung in der Barer und Fraunhoferstraße
Tram 16 abends (v.a. im Sommer Ò Hirschgarten), Verstärkung der Tram 17 in der Arnulfstraße
Tram 19 verstärken (ganze Strecke von Pasing zur St.-Veit-Straße)
Besserer Spätverkehr:
Tram 18 alle 10 Minuten bis 22 Uhr zwischen Effnerplatz und Sendlinger Tor
Tram 19 alle 10 Minuten bis 22 Uhr (Pasing – St. Veit-Str.)
Tram 20 alle 10 Minuten bis 22 Uhr bis Moosach
Tram 25 alle 10 Minuten bis 22 Uhr bis Grünwald
Tram 25 alle 10 Minuten bis 20 Uhr bis Grünwald am Wochenende
Tram 27 alle 10 Minuten bis 22 Uhr (Petuelring – Schwanseestraße)

Bus:
Neues Angebot: Bus 182 Feldmoching – Karlsfeld
Verstärkung bestehender Linien: Bus 33, 41, 45, 58 und 95 abends alle 10 Minuten. Die Linien 33, 41 und 45 nehmen wichtige tangentiale Funktionen war. Bei einem 20 Minuten-Takt sind hier aber die Wartezeiten – und damit die Fahrzeiten – zu lang.
Bus 38 am Wochenende auch zwischen Trudering und Riem.

Nachtnetz:
Auf allen Linien mindestens Stundentakt auch unter der Woche.
Dichterer Takt nicht nur Sa/So, sondern vor jedem Feiertag (d.h. auch unter der Woche)

Optimierung des vorhandenen Angebots:
Wo mehrere Busse in eine Richtung abfahren, sollte auf gute Vertaktung und Anschlüsse geachtet werden.
Negativbeispiel: Englschalkinger Straße ab Arabellapark stadtauswärts: Samstag Nachmittag fahren 9 Busse pro Stunde, aber de-facto nur 20-Minuten-Takt (d.h. nur an jede 2. U-Bahn Anschluß). Abends ergeben sich Umsteigezeiten bis zu 10 Minuten, d.h. oben fährt der Bus ab, wenn unten die U-Bahn ankommt.
Eine deutliche Verbesserung würde die Verlängerung der Trambahn über Arabellapark bis nach St. Emmeram darstellen. Dann könnte das Busnetz kostenneutral deutlich verbessert werden (d.h. Optimierung der Abfahrtszeiten, bessere Anschlüsse). Die derzeit gegebenen Rahmenbedingungen lassen eine Optimierung nicht zu.

Finanzierung:
Die oben beschriebenen Verbesserungen müssen selbstverständlich auch finanziert werden. Hier ist vom Stadtrat die entsprechende Prioritätensetzung zu fordern. Wenn der Stadtrat – wie bisher – den Bau weiterer U-Bahnen ohne Rücksicht auf die Folgekosten beschließt, dann muß er auch die Finanzierung des zugehörigen Betriebes, das heißt ein entsprechendes Angebot bei der U-Bahn und bei Tram und Bus sicherstellen.
Im übrigen seien weitere Potentiale zur Kostensenkung noch einmal genannt:
Busbeschleunigung: Hier gab es seit 1995 (Linie 58) gerade mal 150 Meter Busspur in der Leopoldstraße.
Betriebskosten U-Bahn Pasing
Durch Beschleunigung eingesparte Trambahnzüge

Umsetzung:
Wir treten an die Stadträte heran und bitten die Münchner Bezirksausschüsse um Unterstützung. Wir fordern wieder eine verantwortliche Stelle in der Stadtverwaltung, die sich für den Linienverkehr als Daseinsvorsorge interessiert.

Wir befürchten einen Kahlschlag nach der Stadtratswahl, wie von Oberbürgermeister Ude bereits angekündigt, den wir allerdings nicht hinnehmen werden.

Aktion Münchner Fahrgäste
Sprecher: Roland Krack und Andreas Nagel
(0172) 8342157
Die Aktion Münchner Fahrgäste wurde 1989 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluß von engagierten Fahrgästen und Fachleuten aus den Verkehrsbetrieben und der Stadtplanung.
www.fahrgaeste.de

Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr (AAN)
Sprecher: Berthold Maier, Dieter Horst, Matthias Hintzen
(0171) 2268385
Der Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr wurde 1978 innerhalb des Münchner Forums e. V. gegründet. Er ist ein unabhängiger Zusammenschluß von Münchner Bürgern, die sich für Fragen des modernen, umweltgerechten Nahverkehrs in ihrer Stadt interessieren.

Transrapid darf Blick auf S-Bahnsanierung nicht verstellen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 21.01.2002 (04/2002)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Es gibt nichts schöneres als Visionen für die Zukunft zu entwerfen. Aber wenn der Transrapid zwischen Hauptbahnhof und Flughafen schwebt – gibt es dann immer noch undichte Dächer auf den S-Bahnsteigen, mangelhafte Lautsprecheranlagen und viel Historisches aus den 70er Jahren, das nicht mehr richtig funktioniert?

Vielleicht ist der Transrapid ein sinnvolles Verkehrsmittel – er darf aber nicht den Geist der Verantwortlichen vernebeln, wie beim gescheiterten Projekt München 21. Für die dann doch verworfene Tieferlegung des Münchner Hauptbahnhofes wurde zu viel Geist und Geld verschwendet.

Wir empfehlen dem Bundesverkehrsminister Bodewig den in weiten Teilen trostlosen Zustand der Bahnanlagen in seine Überlegungen einzubeziehen bevor er endgültig die Spendierhosen anzieht und unser Steuergeld ausgibt.

Wir wünschen uns zuerst eine funktionierende S-Bahn. Auch wenn es keinen Zusammenhang mit dem Transrapid geben soll.

Erste Erfolge bei der Rettung der MVV-Streifenkarte 10 Prozent Rabatt bei elektronischer Zahlung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 20.01.2002 (03/2002)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Genau vor einer Woche, am 13. Januar 2002, haben wir die schleichende Abschaffung der MVV-Streifenkarte durch die Einstellung des Verkaufes in Trambahn und Stadtbus kritisiert. Wir erhielten viel Unterstützung, insbesondere auch durch Mitglieder des Münchner Stadtrates. StR Dr. Reinhold Babor (CSU), StR Siegfried Benker (B90/Die Grünen) und StR Helmut Steyrer (B90/Die Grünen) stellten entsprechende Anträge an den Oberbürgermeister.

Aber auch aus einem Antwortschreiben von Herbert König, SWM-Geschäftsführer Verkehr, kann schon ein positiver Teilerfolg vermeldet werden: Er hat die Absicht, 10 Prozent Rabatt auf alle Einzelfahrkarten aus Automaten zu geben. Allerdings muß man elektronisch mit Geldkarte oder PayCard bezahlen.

Zwar halten wir die Handhabung der elektronischen Bezahlens für schwierig, insbesondere für den Teil der Fahrgäste die sich mit solcher Technik schwer tun, aber es ist schon ein Schritt in die von uns geforderte Richtung.

Wir halten aber daran fest, daß ein Streifenkartenverkauf solange aufrechterhalten werden muß, bis es eine bessere Lösung gibt.

Es kann nicht sein, daß einzelne Verkehrsunternehmen im MVV den Fahrkartenverkauf nach eigenem Belieben gestalten.