10 Jahre Infokiosk am Stachus seit 1997

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 01.02.2007 (02/2007)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Aktion Münchner Fahrgäste betreibt seit 1997 den Infokiosk am Stachus mit ehrenamtlichen Mitarbeitern. Wir geben Auskunft zum MVV-Fahrplan, zum MVV-Tarif und geben auch Informationen zu interessanten Punkten der Stadt. Jeden Donnerstag von 18:00 bis 20:00 Uhr sind wir garantiert ansprechbar, zu anderen Zeiten stehen wir im Rahmen der Verfügbarkeit unserer Mitarbeiter zur Verfügung. So haben wir im letzten Dezember werktags von 12:00 bis 20:00 Uhr die Fahrgäste mit den neuen Fahrplänen versorgt.

Der Betrieb des Infokiosk ist auch ein besonderes Merkmal der Aktion Münchner Fahrgäste. Ein zentrales Anliegen von uns ist es, nicht nur durch Worte, sondern auch durch eigene Taten zu einer Verbesserung der Verkehrsverhältnisse zu sorgen. Dabei kommt es natürlich einerseits zu einem sehr engen Kontakt mit den Bedürfnissen der Fahrgäste, aber es erhöht sich auch die Erfahrung im konkreten Umgang mit den Problemen einer zentralen unterirdischen Haltestelle.

Ganz am Anfang wurde uns als ‚Pfand‘ ein Mobiltelefon angeboten. Wir sollten etwas Geld zur Heimfahrt leihen. Als die Identifikationsnummer des Gerätes nicht angegeben werden konnte, wurde natürlich das Mißtrauen geweckt. – Und tatsächlich stellte sich bei einer Überprüfung durch die Polizei heraus, daß das Telefon einem Fahrgast im Warteraum des Hauptbahnhofes gestohlen worden war.

Wir konnten auch einer älteren Frau, der soeben der Hausschlüssel gestohlen worden war, durch unsere Begleitung zur Polizei wieder etwas Mut machen.

Und mit etwas Glück konnten wir einem Fluggast, der seine Unterlagen verloren hatte, gerade noch rechtzeitig vor Abflug wieder zu seinem Hab und Gut verhelfen.

Zum Glück kam es bei den Notarzteinsätzen, die wir auslösen mußten, nicht zu dramatischen Ergebnissen. Dies zeigt, wie wichtig eine menschliche Informationsstelle ist.

Auch beim Orkan „Kyrill‘ war unser Infokiosk besetzt und wir haben so manchem Fahrgast noch dazu verholfen, eine möglichst große Strecke mit den Linienverkehrsmitteln zurückzulegen.

Unser Service, Automatenstörungen direkt der zuständigen Stelle zu melden, wird gerne in Anspruch genommen. Und erfreulicherweise können wir eine abnehmende Tendenz der Störungen feststellen.

Wir möchten an dieser Stelle auch unserem Vermieter von Station & Service für die langjährige gute Zusammenarbeit danken. Am Anfang war die Deutsche Bahn AG ja noch ein sehr junges Unternehmen – und die Zuständigkeiten waren für einen „Dritten‘ nicht immer zu durchschauen. Es bedurfte also einer gewissen Beharrlichkeit, bis wir den Vertrag, dessen Jubiläum wir heute feiern, in Händen halten konnten.

Heute ist der Infokiosk am Stachus eine feste Institution, die weit über die Grenzen des MVV-Einzugsbereiches bekannt ist. So freuen uns natürlich immer wieder die Besuche eines Fahrgastes aus Frankreich, der sich mindestens einmal im Jahr bei uns meldet, um die neuesten Informationen zu erhalten.

Ganz klar ist unser Bekenntnis zum Erhalt und Ausbau der Linienverkehrsmittel, denn die Probleme des Umweltschutzes sind ja in den letzten Jahren nicht geringer geworden.

Was wünschen wir uns für die Zukunft?

An erster Stelle steht ein verbessertes Leitsystem, denn eine der häufigsten Fragen ist: Wo geht es denn hier zur U-Bahn?

Dann wünschen wir uns einen langen Verbleib an diesem zentralen Standort, denn hier am Schnittpunkt zwischen S-Bahn, U-Bahn und Trambahn können wir natürlich am wirkungsvollsten helfen.

Wir werden in diesem Jahr unser Angebot erweitern und wollen auch an Samstagen, wo viele Touristen mit dem MVV unterwegs sind, zur Information bereit sein.

Gemeinsam mit der Bahn wollen wir die Informationsversorgung verbessern.

Fahrgäste reagieren besonnen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 19.01.2007 (01/2007)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Mit bewundernswerter Besonnenheit reagierten die Fahrgäste auf die völlige Betriebseinstellung der Deutschen Bahn. Obwohl zahlreiche Fahrgäste an den Bahnhöfen festsaßen, kam es weder am Münchner Hauptbahnhof noch am Stachus zu einem unschönen Zusammentreffen zwischen den Fahrgästen und dem Personal. Man konnte auch das Bemühen der Bahn um eine Schadensbegrenzung spüren. So war der Leiter des Münchner Bahnhofsmanagements, Heiko Hamann, selbst im Einsatz und kümmerte sich um die Versorgung der Fahrgäste mit Informationen und Getränken.

Allerdings kam die Betriebseinstellung für manchen überraschend – und die Fahrgastinformation läßt sich noch weiter verbessern. Während im Rundfunk die Meldung verbreitet wurde, dass die S-Bahnen ab 19 Uhr nicht mehr verkehren, wurden die Züge immer noch planmäßig abgefertigt. Auch haben die milden Temperaturen dazu beigetragen, dass niemand durch die Betriebseinstellung zu körperlichen Schäden kam. Dies kann natürlich auch ganz anders sein. Wenn wir auch die Ansicht teilen, dass die Sicherheit von Fahrgästen und Personal an oberster Stelle stehen muss, so fordern wir dennoch eine MVV-Heimkehr- und Bergungsgarantie. Es muss auch bei Kälte sichergestellt sein, dass jeder Fahrgast einen sicheren Ort oder sein Zuhause erreichen kann. Dabei sind auch die für den Katastrophenschutz verantwortlichen Stellen gefragt. Leider mehren sich ja die Fälle, bei denen sich die Verantwortlichen der Verkehrsunternehmen nicht mehr in der Lage sehen, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Wir fordern die Erarbeitung einesöffentlichen Katastrophenplanes, der für jeden Bahnhof erstellt werden muss. Auch muss sich an jedem Bahnhof eine Notsprechstelle für die Fahrgäste befinden.

Wir danken allen Mitarbeitern der Verkehrsunternehmen, die sich dafür eingesetzt haben, die Beeinträchtigungen der Fahrgäste zu vermindern!

Tariferhöhung: MVV wieder unbelehrbar

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 01.12.2006 (10/2006)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Bei der heute von der Gesellschafterversammlung des MVV zum 1. April 2007 beschossenen Tariferhöhung hat sich wieder einmal gezeigt, dass der MVV unbelehrbar ist. ‚Auch künftig sollen für gutes Geld erworbene Fahrkarten drei Monate nach einem Tarifwechsel zu wertlosem Altpapier oder gnädigerweise für zwei Euro Bearbeitungsgebühr umgetauscht werden‘, so Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Dabei wäre unsere Forderung nach einem Aufdrucken einer Mindesthaltbarkeit auf die Fahrkarten so einfach zu realisieren. Doch der MVV setzt lieber die bewährte Fahrgastschikane fort.‘ Denn nicht nur Touristen sind immer wieder überrascht, dass vor drei oder vier Monaten erworbene Fahrkarten bereits nicht mehr gelten.

Auch konnten sich die MVV-Gesellschafter nicht dazu durchringen, endlich einmal den Fahrplanwechsel und die Tariferhöhung auf einen Termin zu legen. Das künftige Tarifende zum 30.6.2008 sorgt dann für Verwirrung total. Außerdem müssen auch künftig die Haltestellen zweimal im Jahr für die Plakatierung neuer Aushänge angefahren werden.

Den Tarif um zusätzliche 0,2% zur Verbesserung der Sicherheitslage anzuheben, ist aus Sicht der Fahrgäste absolut unverständlich. Die allgemeine Sicherheit zu gewährleisten ist Aufgabe des Staates und nicht der Verkehrsunternehmen. ‚Schließlich müssen die Autofahrer auch keinen Benzin-Aufschlag für die zusätzliche Sicherheit zahlen‘, so Nagel. ‚Der MVV hat mit dieser Tariferhöhung keine Weitsicht bewiesen und die Chance vertan, innerhalb seines Systems Kosten zu sparen.‘

Freizeitcard sollte für alle Verbände realisierbar sein

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 15.11.2006 (09/2006)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die seit September erhältliche ADAC Freizeitcard ermöglicht Mitgliedern dieses Automobilclubs den Münchner Verkehrsverbund zu nutzen – ein ganzes Jahr lang im gesamten MVV-Netz. Auch wenn die Regierung von Oberbayern die Karte als ‚rechtlich einwandfrei‘ eingestuft hat, hat sie nach Ansicht der Aktion Münchner Fahrgäste weiterhin einen faden Beigeschmack. ‚Es kann nicht sein, dass Autofahrer, die unter der Woche den MVV meiden, am Wochenende zu Sonderpreisen fahren‘, so Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wenn der MVV so ein Angebot fördert, dann sollte es auch für die Mitglieder anderer Automobilclubs und Umweltverbände realisierbar sein.‘

Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert insbesondere für die ‚MVV-Mitglieder‘, also die Fahrgäste mit Zeitkarte, ein sinnvolles Tarifangebot am Wochenende. ‚Wer jeden Monat eine Isarcard kauft, sollte abends und am Wochenende den Geltungsbereich seiner Zeitkarte durch ein Pauschalticket erweitern können‘, so Nagel.