München muß mehr für die Sicherheit der U-Bahnfahrgäste tun!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 07.01.2008 (02/2008)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Leider häufen sich in letzter Zeit die gewaltsamen Übergriffe auf Fahrgäste der Münchner U-Bahn. Diesem Zustand muß schnell Einhalt geboten werden.

Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert:

1. Der Betrieb von Mobilfunkgeräten muß in Zwischengeschoßen und auf den Bahnsteigen möglich sein.

Seit langem fordern Fahrgäste und die Münchner Polizei, daß die U-Bahn für den Betrieb von Mobilfunkgeräten ertüchtigt wird. Dies ergibt einen wertvollen zusätzlichen Schutz für die Fahrgäste, da eine Alarmierung der Polizei an jeder Stelle möglich ist. Der Alarm kann ’still‘ erfolgen, eine Verfolgung des Täters in sicherem Abstand ist möglich. Der Pressesprecher des Polizeipräsidiums München sagte deutlich: ‚Es kann nicht sein, daß die Polizei in einem so großen Teil des Stadtgebietes nicht direkt erreichbar ist.‘

2. Das Betriebspersonal muß besser in Konflikterkennung und Deeskalation geschult werden.

Aufgabe des Betriebspersonals ist nicht nur die Bewegung der Fahrzeuge. Es muß auch Augen und Ohren für mögliche Gefährdungen offen halten. Diese schnell melden – und vor Ort richtig reagieren. Natürlich soll sich niemand selbst in Gefahr bringen. Aber die Autorität des Personals kann zum Beispiel auch über Lautsprecher wirkungsvoll eingesetzt werden. Dazu sind aber bessere Personalschulungen notwendig.

3. Kritische Bereiche müssen mit Personal vor Ort besser überwacht werden.

Leider gibt es Bereiche in der U-Bahn, die einer stärkeren Kontrolle durch Personal vor Ort bedürfen. Der Bahnhof Sendlinger Tor gehört sicher dazu. Es kann nicht sein, daß es im U-Bahnhof Trinkgelage gibt. Die normalen Fahrgäste fühlen sich dort nicht wohl – und Konflikte sind vorherzusehen.

Natürlich ist die Sicherheitslage in München sehr gut. Daher auch an dieser Stelle ein Dank an die Polizei. Man kann sie zu den schnellen Fahndungserfolgen nur beglückwünschen! Aber wir müssen den Linienverkehr immer mit der Alternative, dem eigenen Auto vergleichen: Dort ist eine Gefährdung und Belästigung eher ausgeschlossen.

So hilfreich die Überwachung durch Kameras in den bisherigen Fällen auch für die Fahndung war, wir wollen, daß schon eine Schädigung der Fahrgäste ausgeschlossen wird.

Fahrgäste am Sendlinger Tor angegriffen

Aus bislang unbekannter Ursache kam es am Sonntag, den 6. Januar 2008, gegen 06:30 Uhr am Bahnsteig des U-Bahnhofs Sendlinger Tor, Gleisbereich Richtung Münchner Freiheit, zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Ein 22-jähriger Handelsvertreter und ein 22-jähriger Kaufmann gerieten in einen Streit mit einer Gruppe Jugendlicher. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurde einer der Geschädigten von den Jugendlichen zu Boden gebracht und es wurde auf ihn eingetreten.

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Danke Frau Suckale, danke Herr Schell!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 05.01.2008 (01/2008)

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Mit Erleichterung nehmen die Fahrgäste zur Kenntnis, daß es am Montag, 7. Januar 2008 zu keinem Streik der Lokführer kommen wird. Aber was ist am Dienstag? Und am Mittwoch? Die Witterungsverhältnisse werden der Bahn eh schon zu schaffen machen, speziell in München verschärft das Türproblem der S-Bahntriebzüge die Situation zusätzlich – und dann noch ein Streik, wo die Fahrgäste im Kalten warten müssen. Nein, das ist nicht akzeptabel! Wir fordern beide Seiten auf, nun zügig zu einem Abschluß zu kommen. Das ganze Gezeter bindet schon jetzt zuviele Kräfte, die bei der Lösung von anderen dringenden Problemen der Bahn fehlen.

Erfreulich ist, daß sich endlich auch der Bundesverkehrsminister um die Bahn kümmert. Denn noch gehört die Bahn uns allen – und der Minister hat die Pflicht die Rechte des Eigentümers wahrzunehmen.

Solange die Uhren nur im Verhandlungsraum angehalten werden und die Züge weiterfahren, entsprechend den funktionierenden Bahnhofsuhren, werden die Fahrgäste weiter Verständnis für diese Tarifauseinandersetzung haben. Aber ein Ende muß jetzt absehbar werden!

U-Bahn-Schläger aufgrund von Zeugenhinweisen gefaßt

Am Abend des 4.Januar 2008 konnten die drei bis dahin unbekannten Täter aufgrund von Zeugenhinweisen festgenommen werden. Sie werden beschuldigt, am 30. Dezember 2007 Fahrgäste der U5 im Münchner U- Bahnhof Innsbrucker Ring angegriffen und verletzt zu haben. Einer der Täter, ein 17-jähriger türkischer Schüler, konnte in der Wohnung seiner Eltern im Stadtteil Ramersdorf festgenommen werden. Der zweite Täter, ein 21-jähriger Türke wurde in seiner Wohnung im Stadtteil Ramersdorf festgenommen. Der dritte Täter, ein 20-jähriger berufsloser türkischer Staatsangehöriger, stellte sich schließlich am Abend in Begleitung seines Rechtsanwalts bei einer Polizeiinspektion. Der 20-jährige ist der wahrscheinliche Haupttäter der Tat. Die beiden 21- und 20-jährigen Täter werden dem Haftrichter vorgeführt. Der 17-Jährige wird nach Abschluß der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Folgende Fahndungsbilder haben zum Erfolg geführt:

http://www.fahrgaeste.de/download/u-innsbrucker_1.wmv
http://www.fahrgaeste.de/download/u-innsbrucker_2.wmv

Man muß der Münchner Polizei zu diesem Fahndungserfolg gratulieren!

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Münchner U-Bahn muß sicherer werden

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 31.12.2007 (26/2007)

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Die schlimmen Vorfälle im Bereich der Münchner U-Bahn erfordern dringend Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit. Dabei müssen auch die Fahrgäste selbst einen wesentlichen Beitrag leisten. Denn wenn nicht alle wegschauen, können sich Gewalttäter nicht mehr sicher fühlen. Um schnell Hilfe heribeirufen zu können, muß endlich der Einsatz von Mobiltelefonen in den Zwischengeschoßen und auf den Bahnsteigen möglich sein. Bisher wurde dies leider immer aus ideologischen Gründen abgelehnt. Der Hinweis, daß der Fahrgast in der Regel nicht wisse, wo er sei, ist einfach albern. Außerdem ist ja die Funkzelle bekannt, in der sich das Mobiltelefon befindet. Die stationären Notrufeinrichtungen haben einen großen Nachteil: Es ist keine stille Alarmierung möglich, da diese Geräte durch lautes Tuten auf sich aufmerksam machen. Dadurch gerät man sogleich in das Visier der Täter.

Das Wichtigst ist aber der Zusammenhalt der Fahrgäste! In einem Massenverkehrsmittel sind immer genügend Leute unterwegs, die Hilfe herbeiholen können. Wir könnten uns gut vorstellen, daß durch Plakate an den Gemeinsinn der Fahrgäste appelliert wird. So wie Werbung in allen Bereichen funktioniert, wird sie auch hier nicht versagen. Ab und zu muß man auch für das Gute ein Wort ergreifen.