Tradition ist unverzichtbar – auch bei der Trambahn

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 31.01.2008 (05/2008)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der Münchner Merkur und die tz berichten, daß einem Münchner Trambahnfahrer gekündigt worden ist, weil er Bayrisch sprach. Das ist das vorerst letzte traurige Ereignis in einer Kette von Umerziehungsmaßnahmen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Dem Modernisierungswahn ist die traditionelle weiß-blaue Farbgebung zum Opfer gefallen. Jetzt ist das ‚Lila-Kuh-Design‘ aktuell, allerdings verblaßt die Farbe und vermittelt einen ungepflegten Eindruck. Das Münchner Kindl wurde entfernt und durch ein zeitgeistiges Logo ersetzt. Nur noch in kleinster Ausführung ziert es die Front der Fahrzeuge. Und die Ansagen in den Zügen mußten natürlich von einer Berlinerin gesprochen werden, die teilweise eine eigenartige Betonung verwendet. Die typische Münchner Bezeichnung ‚Trambahn‘ wurde auf ‚die Tram‘ verkürzt.

Natürlich muß den Fahrgästen in angemessener und freundlicher Form begegnet werden. Und wir verlangen auch, daß dies in einer hier normalerweise verständlichen Sprache geschieht. Aber andererseits ist die Trambahn auch kein Pensionat für höhere Töchter.

Genauso wie beim Mobilfunkdilemma muß der Münchner Oberbürgermeister endlich ein Machtwort sprechen. Das kommunale Verkehrsunternehmen muß auch die Münchner Tradition bewahren – und dazu gehört nicht nur die Kasse Kämmerer, die ja sehr gerne in Anspruch genommen wird.

Fahrgäste fordern besseres Angebot

Der Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude, hat die Spanne vorgegeben: Zwischen 3,1 und 3,9 Prozent wird der MVV seine Preise erhöhen. Die alljährlichen Preiserhöhungen sind anscheinend so unabwendbar, wie die ständigen Betriebsstörungen und überfüllte Bahnen und Busse. Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste, sieht daher einen direkten Zusammenhang zwischen Fahrpreisen und dem Angebot. ‚Wenn die Preise wieder erhöht werden, so muss es auch endlich einmal wieder Verbesserungen im Angebot geben‘, fordert Nagel.

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Tarife erhöhen? Angebot verbessern!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 23.01.2008 (04/2008)

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Pünktlich, zu 100 Prozent, kommt die nächste MVV-Tariferhöhung. Die Frage scheint nur noch zu sein, ob drei oder vier Prozent. Natürlich wissen wir, daß die Lokführer mehr Geld bekommen sollen, daß das Öl immer teurer wird, und eben alles immer mehr Geld verschlingt. Aber wie sieht es denn beim Angebot aus? Dort wurde in den vergangenen Jahren massiv gespart. So wurden die Kurse am Abend und am Wochenende ausgedünnt. Und vom 10-Minuten-Takt auf den S-Bahnstrecken ist zur Zeit auch keine Rede mehr. Bei verspäteten oder ausgefallenen Zügen bleibt der Preis der Monatskarte unverändert. Das Angebot muß bei der nächsten Tariferhöhung verbessert werden.

Wir fordern einen 5-Minuten-Takt auf den U-Bahnlinien zum Olympia-Einkaufszentrum, so wie es bei allen U-Bahnlinien bis vor wenigen Jahren in der Hauptverkehrszeit üblich war.

Wir fordern mindestens einen 6-Minuten-Takt auf der ständig überfüllten Tram 27 zwischen Petuelring und Schwanseestraße.

Wir fordern auf allen Trambahn- und Metrobuslinien einen Takt 10 bis Zehn. Mit dem Argument, daß schon heute alle 10 Minuten eine Trambahn am Stachus, dem zentralsten Punkt im Trambahnnetz, abfährt, werden wir uns nicht mehr abspeisen lassen.

Münchens U-Bahn ist sicher
– sie muß es bleiben – sie wird es bleiben

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 10.01.2008 (03/2008)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Jeder Fahrgast kann ohne Bedenken und mit einem guten Gefühl für seine Sicherheit die U-Bahn in München benutzen. Es ist richtig und gut, daß sich die Polizei nach den bedauerlichen Vorfällen ein bißchen öfter zeigt. Auch die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) reagiert mit sichtbarem Personaleinsatz. Eine gewisse Wirkung ist auch schon festzustellen.

Es ist auch völlig legitim, daß man sich auch bei einem guten System Gedanken macht, wie man es weiter verbessern kann. Auch wir haben dazu Vorschläge gemacht. Sinnvollerweise darf sich auch jeder selbst Gedanken machen, wie er in kritischen Situationen reagiert. Wenn man sich bei einer Fahrt einmal bewußt den Platz des Feuerlöschers anschaut oder einmal die Bedienungsanweisung der Notrufeinrichtung durchliest, kann dies hilfreich sein.

Wenn aber diejenigen, die sonst eine U-Bahn in die entlegensten Winkel der Stadt fordern, den Schnellbahnverkehr in Verruf bringen und die Frage stellen: „Wer wird der Nächste sein?‘ Dann ist die Grenze des rationalen Handelns überschritten.

Immer mehr Radl werden ausgeliehen

Mehr als ein Drittel neue Kunden nutzten im vergangenen Jahr das Fahrradvermietsystem Call a Bike der Deutschen Bahn AG in München. Die Zahl der Nutzer stieg damit von 14.000 auf rund 18.500. Die silber-roten Mietfahrräder gehören mittlerweile fest zum zum gewohnten Stadtbild, wie bereits seit einigen Jahren in Berlin, Frankfurt am Main, Köln und seit letztem Sommer auch in Stuttgart und Karlsruhe.

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