Betrunkener surft auf S-Bahn und Meridian

Mit 2,3 Promille sprang ein 21jähriger am Mittwochnachmittag, 20. April 2016, auf eine S-Bahn auf und „surfte“ anschließend auf an einem Meridian-Zug. Als Bundespolizisten den Mann festnehmen wollten, eskalierte die Situation.

Gegen 17:20 Uhr meldete ein Triebfahrzeugführer der S-Bahn einen „S-Bahn-Surfer“, der vom S-Bahnsteig des Hauptbahnhofs auf eine S-Bahn aufsprang und in Richtung Donnersbergerbrücke außen mitfuhr. Nach diversen Hinweisen kam es zu Verzögerungen auf der Stammstrecke.

Ersten Ermittlungen nach wechselte der 21-Jährige aus dem Landkreis Weilheim-Schongau auf einen Richtung Hauptbahnhof fahrenden Meridian-Zug und fuhr ebenfalls außen am Fahrzeug mit.

Der Triebfahrzeugführer bemerkte bei der Einfahrt am Gleis 36, dass eine Person vom Zug absprang und verständigte die Bundespolizei. Eine Streife konnte den 21jährigen im Hauptbahnhof stellen. Bei der Festnahme sperrte er sich vehement gegen die Laufrichtung. Die Beamten mussten den jungen Mann mit Zwang zur Dienststelle bringen. Dabei ver-letzte sich ein Bundespolizist am Finger und ein Funkgerät wurde beschädigt. Der junge Mann zog sich bei der Festnahme eine Verletzung im Gesicht zu, die durch einen herbeigerufenen Arzt versorgt wurde. Der Bundespolizist musste aufgrund seiner Verletzung an der Hand den Dienst abbrechen.

Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen konnte der Beschuldigte die Dienststelle am Mittwochabend verlassen. Gegen ihn wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbe-amte, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und einer Ordnungswidrigkeit nach der Eisenbahn- Bau- und Betriebsordnung ermittelt.

Bahn plant morgen Kontroll-Marathon auf der Stammstrecke

Parallel zum europaweiten Blitzmarathon der Polizei kontrolliert die Bahn morgen verstärkt die Fahrgäste der S-Bahn. Dazu sind 48 Prüfer vor allem auf der Stammstrecke zwischen Laim und Ostbahnhof, aber auch auf den Außenästen, unterwegs. Ziel der Aktion ist laut Bahn nicht, besonders viele Menschen ohne Fahrschein zu erwischen und von ihnen 60 Euro zu kassieren, sondern daran zu erinnern, dass Schwarzfahren eine Straftat ist.

Artikel in der SZ

Nachtzüge – Mit Hochgeschwindigkeit durch die Nacht

Über Nacht von Madrid nach London über Paris und das ganz bequem im Zug. Der Internationale Eisenbahnverband (UIC) hat die Idee lanciert, mit den Nachtzügen über Hochgeschwindigkeitsstrecken zu fahren um damit weit auseinander liegende Städte zu verbinden. Das passende Rollmaterial dafür gibt es schon: Der Bombardier Zefiro in Nachtzugausführung rollt in China bereits und auch ein Großteil der Nachtzugwagen der DB können bis zu 200km/h schnell fahren.

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22jähriger stürzt ins Gleis – lebensbedrohlicher Zustand

Ein 22jähriger stürzte am Sonntagmorgen, 10. April 2016, ohne Fremdeinwirkung am S-Bahnhaltepunkt Isartorplatz ins Gleis. Er zog sich dabei lebensbedrohliche Verletzungen zu.

Ein Triebfahrzeugführer meldete um 06:28 Uhr eine im Gleisbereich liegende Person. Ermittlungen ergaben, dass ein 22jähriger Rosenheimer um 06:19 Uhr torkelnd ins Gleis gestürzt war. Eine Kameraauswertung zeigt, wie der Mann zuvor auf einer Bank saß, diese verlies, sich torkelnd am Bahnsteig aufhielt und dann, schwankend den leeren Bahnsteig entlanggehend, in Richtung der Gleise stürzte.

Der Rosenheimer muß nach erstem Anschein so vom Bahnsteig gestürzt sein, dass er Nahe der Rettungsnische zum Liegen kam. Er befand sich nicht in den Gleissträngen, so daß er von drei in den Haltepunkt einfahrenden S-Bahn-Triebfahrzeugführern nicht wahrgenommen worden war. Erst dem Triebfahrzeugführer einer vierten S-Bahn fiel etwas im Gleis auf. Bei der Nachschau wurde der Gestürzte unter der Rettungsnische erkannt. Er wurde anschließend geborgen und nach Auskunft der behandelnden Ärzte mit lebensbedrohlichen Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Im Bereich der Stammstrecke kam es aufgrund der Streckensperrung zu erheblichen betrieblichen Verzögerungen im S-Bahnverkehr.

Auch in diesem Falle hätte eine Gleisbettürberwachung, wie sie die Aktion Münchner Fahrgäste seit langem fordert eine schnellere Rettung des Verunglückten ermöglicht.