Frau stürzt aus Unachtsamkeit ins Gleisbett der U-Bahn und wird schwerstverletzt

Eine 26jährige Münchnerin ging am Freitagnachmittag, 22. April 2016, kurz nach 16:30 Uhr den Treppenabgang des U-Bahnhofs Basler Straße hinab. Am Bahnsteig angekommen achtete sie nicht auf ihren Weg und ging schräg in Richtung Gleisbereich. Dort machte sie einen Schritt ins Leere, stürzte ins Gleisbett und kam bäuchlings im Bereich der  Schienen zu liegen. In diesem Augenblick fuhr eine 51jährige Zugführerin mit der U3 in Richtung Innenstadt in den Bahnhof ein. Trotz einer sofort eingeleiteten Notbremsung fuhr die U-Bahn über die im Gleisbereich liegende Frau hinweg.

Dabei berührte die 26jährige den Stromabnehmer der U-Bahn, so dass sie durch die Berührung einen Stromschlag bekam. Sie erlitt hierbei schwerste Verbrennungen am Rücken und Ellenbogen und erlitt einen Herzstillstand. Nachdem die U-Bahn zurückgezogen worden war, wurde die Münchnerin aus dem Gleisbereich geborgen und sofort reanimiert.

Die Reanimation war erfolgreich, so daß die 26jährige schwerstverletzt in eine Münchner Klinik gebracht wurde und dort  ärztlich versorgt wurde. Sie schwebt immer noch in Lebensgefahr.

Die U-Bahn Fahrerin erlitt einen Schock und wurde durch das Krisen-Interventions-Team betreut. Während der Unfallaufnahme war der Verkehr der U3 von Fürstenried West in Richtung Innenstadt gesperrt. Der Verkehr in Richtung Fürstenried West konnte ungehindert weiterlaufen.

Bundes- und Landespolizisten zum ersten Mal auf gemeinsamen Streifengang im Münchner Hauptbahnhof

Am 26. April 2016 gehen Bundes- und Landespolizisten zum ersten Mal auf einen gemeinsamen Streifengang im Münchner Hauptbahnhof. Die Aktion Münchner Fahrgäste begrüßt dieses äußere Zeichen der Zusammenarbeit von verschiedenen Behörden außerordentlich. Leider ist die Sicherheit und Ordnung am Hauptbahnhof nicht in einem Zustand, den man in der Bayerischen Landeshauptstadt zur Recht erwarten kann.

„Gerade noch rechtzeitig haben die Verantwortlichen erkannt, daß am Münchner Hauptbahnhof dringender Handlungsbedarf zur Erhöhung der Sicherheit und Ordnung besteht“, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Wir erwarten auch von anderen Einrichtungen ein verstärktes Engagement. Nur gemeinsam kann die Lage am Hauptbahnhof wieder auf einen angemessenen Stand gebracht werden.“

Die beiden Polizeibehörden und der Fahrgastverband veranstalten seit 2010 gemeinsam ein Verhaltenstraining für Fahrgäste. Dabei wird den Teilnehmern gezeigt, wie man individuell schwierige Situationen vermeiden oder sich daraus befreien kann. Die Termine sind unter www.fahrgaeste.de zu finden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Bahn will per App schneller über Störungen informieren

Seit kurzem gibt es eine neue App der Deutschen Bahn, die schneller und umfassender als bisher über aktuelle Störungen in Bayern informieren soll. So sollen zum Beispiel GPS-Sender an den Münchner S-Bahn-Zügen dafür sorgen, dass noch präzisere Daten zur Verfügung stehen. Auch soll die App alternative Reiserouten anzeigen wenn ein Zug ausfällt oder sich verspätet.

Artikel in der SZ

Informationen zur App

BMW hilft beim S-Bahn-Nordring

Die Planungen für einen möglichen S-Bahn-Nordring könnten schneller vorankommen, als bislang gedacht, denn noch in diesem Jahr soll eine Untersuchung zu der möglichen neuen S-Bahn-Trasse in Auftrag gegeben werden. Auch BMW hat großes Interesse daran, dass die bislang nur für Güterverkehr genutzte Strecke auch für S-Bahnen freigegeben wird, denn mit dem Ausbau des FIZ sollen weitere 15 000 Arbeitsplätze im Münchner Norden entstehen.

Artikel in der SZ