Das gemeinsam erarbeitete Busnetz ist in München erfolgreich

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 29.12.2009 (58/2009)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Das Busnetz in der Landeshauptstadt München wurde vor 5 Jahren einer radikalen Umgestaltung unterworfen. Damals wurden die Bürger und die Fahrgäste intensiv in die Planungen eingebunden. Der Erfolg ist also der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken. ‚Steigende Fahrgastzahlen ist eines unserer wesentlichen Ziele‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Damit wird nicht nur etwas für die Umwelt getan, sondern auch das Leben in einer Großstadt wird durch die Bündelung der Mobilität angenehmer.‘

Zugleich warnt der Fahrgastverband davor, Metrobuslinien zu kürzen. Jedes Netz muß eigenständig funktionieren. Wenn auch das Umsteigen zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln von den Fahrgästen in Kauf genommen wird, so haben dennoch durchgehende Linien ihre Berechtigung. Diese dürfen nicht allein aus finanziellen Erwägungen gekappt werden.

Ein Meilenstein, aber auch viel Stagnation und tragische Gewalttaten

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 28.12.2009 (57/2009)

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Das bald zu Ende gehende Jahr 2009 brachte die Fahrgäste zu einem Meilenstein, sie mußten aber auch viel Stagnation ertragen. Wichtige Aufgaben wurden nicht gelöst. Tragische Gewalttaten überschatteten die eigentlich gute Sicherheitslage bei Bus und Bahn.

Der Tod eines Fahrgastes im Bahnhof Solln war besonders tragisch. Am 12. September 2009 starb Dominik Brunner nach einer Auseinandersetzung mit zwei Jugendlichen, die zuvor Kinder im Zug bedroht hatten. Die Öffentlichkeit nahm großen Anteil an dem Geschehen und viele wurden ermutigt sich für die Sicherheit couragiert einzusetzen. Die Zahl der Straftaten sank zwar insgesamt, aber die Gewalt bei einzelnen Taten war teilweise extrem. Leider zeigte sich, daß die Überwachungskameras die Ermittlung von Tätern erleichterten aber auch, daß ihre abschreckende Wirkung gering ist.

Die Eröffnung der ersten Neubaustrecke der Münchner Trambahn seit über 40 Jahren ist ein wirklicher Meilenstein im Ausbau des einerseits leistungsfähigen, andererseits aber auch kostengünstigen Verkehrsmittels. Die Begeisterung der Bevölkerung und der Fahrgäste war nicht nur am Eröffnungstag im Dezember 2009 sehr groß. Auch die Zahl der Protestierer war auf ganze Zwei geschrumpft. Dies sollte der Politik Mut machen, neue Projekte anzustoßen. Die Leistung des Münchner Oberbürgermeisters, Christian Ude, wurde mit einem ‚Goldenen Schienennagel‘ gewürdigt. Auch in teilweise harten Auseinandersetzungen hatte er sich stets zur beliebten weiß-blauen Trambahn bekannt.

Nicht so erfolgreich erging es dem Ausbau der S-Bahn. Zwar gibt es einen neuen Haltepunkt ‚Hirschgarten‘ auf der Stammstrecke, aber der Konsens über die Zukunft der S-Bahn wurde noch nicht gefunden. Zwei Gutachten sollten die Diskussion versachlichen, aber noch stehen sich zwei große Blöcke in teilweise ideologischer Weise gegenüber. Fatal wäre es, wenn weder ein Südring noch eine zweite Stammstrecke jemals für S-Bahnzüge in Betrieb gehen würden. Wie weitsichtig unsere Vorfahren waren, das konnte beim Streckenjubiläum vom Ostbahnhof nach Ismaning im Juni 2009 beobachtet werden. Damals war es der ‚Krautexpreß‘, der die relativ geringe Bevölkerung an die Landeshauptstadt anschloß. Heute ist es ‚die‘ Flughafenlinie, auf der fast rund um die Uhr im 20-Minuten-Takt gefahren wird. Der Geschäftsleiter der S-Bahn, Bernhard Weisser, konnte sich über eine Auszeichnung des Fahrgastverbandes freuen. Sein guter kommunikativer Stil wurde dabei gewürdigt. Er hat auch dafür gesorgt, daß die S-Bahnen in München zwei neue Stimmen bekamen. Einmal leicht Bairisch und einmal richtig Englisch.

Schmerzhaft waren die Streiks bei den Stadtwerken. Die Fahrgäste mußten tagelang auf die U-Bahnen, Trambahnen und Busse der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) verzichten. Nachdem sich die städtischen Geschäftsführer eine saftige Gehaltserhöhung gegönnt hatten, waren die Argumente des Personals mehr als verständlich. Bis aber der Verhandlungsführer der Arbeitgeber einlenkte, mußten die Fahrgäste zu Hause bleiben oder sich irgendwie behelfen.

Der neue Trambahnzug, die ‚S-Klasse‘, war zwar für den Sommer 2009 versprochen, tatsächlich fuhr sie aber erst im Dezember im Fahrgastbetrieb. Wieder einmal zeigte sich, daß Münchner Sonderkonstruktionen viel Geld verschlingen und den Fahrgästen mehr schaden als nützen.

Am 2. Juni 2009 verstarb Bernd Helbig. Er war der Gründer und Ehrenvorsitzende der Freunde des Münchner Trambahnmuseums. Ohne seinen jahrelangen Einsatz wären viele Exponate in den Schrott gewandert und es gäbe kein Museum, das die Fahrzeuge und Gerätschaften des Linienverkehrs in München der Nachwelt erhält. Bernd Helbig hat uns ein Beispiel gegeben, was ein Einzelner erreichen kann, wenn er unbeirrt sein Ziel verfolgt und viele Mitstreiter dafür begeistern kann.

Die MVV-Tariferhöhung im Dezember 2009 kam bei den Fahrgästen schlecht an. Der Service bei der U-Bahn wurde zeitgleich eingeschränkt und wichtige Verbesserungen im Angebot wurden nicht verwirklicht.

Der Rückblick auf das vergangene Jahr zeigt, wieviel zähe Vorarbeit zu leisten ist, wenn Projekte nicht nur Aktenordner füllen, sondern im tatsächlichen Verkehr das Angebot für die Bürgerinnen und Bürger wirklich verbessern sollen.

„Mit Herz und Verstand handeln – Notfall? Du hilfst – ich auch!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 16.12.2009 (56/2009)

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Terminhinweis:
„Mit Herz und Verstand handeln – Notfall? Du hilfst – ich auch!‘
Pressekonferenz am Mittwoch, 16. Dezember 2009 mit Polizeivizepräsident Robert Kopp

11:30 Uhr,
im Medienzentrum des Polizeipräsidiums München,
Eingang Augustinerstraße 2

Teilnehmer sind Polizeivizepräsident Robert Kopp, Andreas Nagel von der Aktion Münchner Fahrgäste sowie Polizeioberkommissar Berti Habelt von der Bundespolizei.

Das Projekt findet unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Ude statt.

Fahrgastverband zeichnet Münchner Oberbürgermeister aus

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 11.12.2009 (55/2009)

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Terminhinweis:

Freitag, 11. Dezember 2009,
10:15 Uhr
Büro des Oberbürgermeisters
Rathaus
80333 München

Der Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude, erhält eine Auszeichnung der Aktion Münchner Fahrgäste. Der Termin eignet sich auch zur Bild- und Tonberichterstattung.

Mit alten Fahrkarten sparen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 09.12.2009 (54/2009)

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Ab Sonntag, 13. Dezember 2009, gelten höhere Fahrpreise beim Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV). Die drchschnittliche Erhöhung beträgt 4,5 Prozent. ‚Diese Fahrpreiserhöhung ist mehr als happig und sehr ärgerlich, da gleichzeitig die Leistungen bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) eingeschränkt werden‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher des Fahrgastverbandes.

Mit etwas Planung können die MVV-Kunden allerdings noch etwas sparen. Die Fahrkarten des alten Tarifes gelten noch 3 Monate lang. Ganz genau bis zum 15. März 2010. Daher kann man sich zum Beispiel noch ein paar Streifenkarten auf Vorrat kaufen. Ab Mitte März kann man die Fahrkarten nur noch umtauschen oder sich gegen Gebühr erstatten lassen. ‚Wenigstens haben wir erreicht, daß die alten Fahrkarten nicht mehr verfallen‘, sagt Nagel. ‚Früher wurden sie nämlich zu wertlosem Altpapier. Allerdings ist es immer noch ein bürokratischer Unfug.‘ Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert eine dauerhafte Gültigkeit oder wenigstens ein aufgedrucktes ‚Haltbarkeitsdatum‘ von fünf Jahren. Die Verkehrsunternehmen müssen in diesem Jahr allerdings mehr sparen. Allerdings soll nicht an den Leistungen und am Fahrpersonal gespart werden sondern am Wasserkopf der Verwaltung. Teure Designerzüge bringen den Fahrgästen gar nichts, Fahrzeuge die in anderen Städten funktionieren tun dies in München mit Sicherheit auch.