Mit Gürtelschnalle auf DB-Mitarbeiter eingeschlagen

Die Münchner Bundespolizei hat Ermittlungen gegen zwei Unbekannte aufgenommen, die in der Nacht zum Sonntag, 25./26. Juni 2016, zwei Mitarbeiter der Deutsche Bahn-Sicherheit angegriffen haben. Dabei wickelten beide Täter ihre Gürtel so um die Hand, um mit der Schnalle zuschlagen zu können.

Gegen 23:55 Uhr fielen zwei Mitarbeitern der DB-Sicherheit in der S1 am Bahnhof Moosach zwei junge Männer zwischen ca. 18-20 Jahren auf, die sich bei Erkennen der Streife in Richtung des vorderen Zugteils entfernten. Die DB-Mitarbeiter, die Fahrkartenkontrollen durchführten, hatten die Vermutung, dass sich beide der Kontrolle entziehen wollten und folgten ihnen.

Als sie die beiden jungen Männer nach dem Fahrschein fragten, wurden diese sofort verbal aggressiv. Ersten Ermittlungen nach eskalierte die Situation, als beide Personen ihre Gürtel aus den Schlaufen der Hose zogen und diese um ihre Hände wickelten. Dann schlug einer der beiden dem 36-jährigen Sicherheitsmann ins Gesicht. Der andere Unbekannte griff den 32-jährigen Kollegen des DB-Mitarbeiters an. Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der auch Fahrgäste der S-Bahn eingriffen und versuchten die Situation zu schlichten.

Die DB-Mitarbeiter konnten die Gürtel im Laufe der Rangelei den beiden Männern wegziehen. Durch die Schläge und Tritte erlitten die Bahnmitarbeiter Schwellungen, Rötungen und Abschürfungen im Gesicht sowie in der Bauchgegend. Die Täter flüchteten über die Gleise in unbekannte Richtung. Eine Fahndung von Bundes- und Landespolizei blieb ohne Feststellungen.

Ermittler der Bundespolizei werten aktuell die Videoaufzeichnung der S-Bahn aus. Die Gürtel wurden sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

Vom Handy abgelenkt – ins U-Bahngleisbett gefallen

Am Mittwoch, 22. Juni 2016, gegen 11.30 Uhr, wollte ein 31-Jähriger mit der U-Bahn von Giesing in Richtung Hauptbahnhof fahren und wartete am Bahnsteig. Während der Wartezeit beschäftigte er sich mit seinem Smartphone und ging auf dem Bahnsteig hin und her. Als er sein Handy in die Hosentasche stecken wollte, trat er mit seinem Fuß aus Unachtsamkeit auf die Kante des Bahnsteigs, verlor das Gleichgewicht und stürzte selbstverschuldet auf das Gleis.

Ein 31-jähriger Fahrgast erkannte dies und zog geistesgegenwärtig den Nothalt am Bahnsteig. Die heranfahrende U-Bahn kam dadurch ca. 100 Meter vor dem Tunnel zum Stillstand. Fahrgäste wurden dabei nicht verletzt. Der gestürzte 31-Jährige konnte aus dem Gleisbereich gezogen werden. Er zog sich durch den Sturz einen Nasenbeinbruch und eine Platzwunde an der linken Hand zu und kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus

Vollsperrung des U-Bahnhofs Poccistraße denkbar

Die Decke des U-Bahnhofs Poccistraße hat sich laut SZ-Informationen um 39 Millimeter abgesenkt und wird nun täglich kontrolliert. Warum und wann genau es zu der Absenkung gekommen ist, ist unklar. Sollte sich die Decke weiter absenken ist im schlimmsten Fall eine Vollsperrung des Abschnitts Implerstraße-Goetheplatz denkbar. Wenn das in naher Zukunft repariert wird, könnte man eigentlich gleich den Regionalzughalt Poccistraße mitbauen.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/u-u-decke-des-u-bahnhofs-poccistrasse-hat-sich-abgesenkt-1.3050425

Entfall von Haltestellen bei verspäteten S-Bahnzügen

Um Verspätungen aufzuholen läßt die S-Bahn München den Halt an gewissen Stationen entfallen, um dann die Rückfahrt wieder pünktlich durchführen zu können. Dies führte nun zu Verärgerungen bei den Fahrgästen.

„Vielleicht ist der Entfall von Halten im Verspätungsfall ja eine sinnvolle Sache, die der Mehrheit der Fahrgäste zugute kommt, aber dann muß dies auch entsprechend kommuniziert werden“, sagt Andreas Nagel von der Aktion Münchner Fahrgäste. „Wir wünschen uns jetzt, hier und heute verstärkte Investitionen in das bestehende System: Funktionierende Weichen, Signale und Bahnübergänge. Und dies ganz unabhängig davon, ob nun die zweite Stammstrecke gebaut wird oder nicht.“

Grundsätzlich unterstützt der Fahrgastverband auch alle Bemühungen, um Sekunden zu sparen. Aber es muß auch einmal an die kurzfristige Beschaffung von Fahrzeugen und die Verbesserung der Infrastruktur gedacht werden. Tangentiale Verbindungen, wie von Dachau nach Johanneskirchen wären es wert, kurzfristig realisiert zu werden. Vielleicht auch nicht gleich im Maximalausbau. aber so, wie es ist, kann es nicht bleiben.

 

MRCE bestellt weitere zehn Siemens-Lokomotiven aus München

Mitsui Rail Capital Europe (MRCE), ein Leasing- und Serviceunternehmen für Lokomotiven, hat weitere zehn Siemens-Lokomotiven vom Typ Vectron in der Mehrsystemausführung bestellt. MRCE erweitert mit dieser Bestellung seine Vectron-Flotte auf 66 Loks. Gebaut werden die Lokomotiven im Siemens-Werk in München-Allach.
„Wir haben uns aufgrund der positiven Erfahrungen mit den bisherigen Vectron-Lokomotiven für diesen erneuten Kauf entschieden. Sie bieten eine hohe Flexibilität und die Möglichkeit, mit unserer Bestandsflotte der ES64F4/E189 in Doppeltraktion eingesetzt zu werden“, sagte Junichi Kondo, CEO von MRCE.

„Mit MRCE verbindet uns eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit. MRCE bestellt nicht nur die Lokomotiven, sondern gemeinsam arbeiten wir daran, den Wartungs- und Instandhaltungsservice mittels Datenanalyse so effizient wie möglich zu gestalten“, sagte Jochen Eickholt, Chef der Bahnsparte von Siemens.

Die bestellten Loks sind für den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland, Österreich und Italien vorgesehen. Zusätzlich zu den nationalen Zugsicherungssystemen werden alle Lokomotiven mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet. Die Loks verfügen über eine maximale Leistung von 6.400 KW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.